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Dieselautos

Das Ende der Eintauschprämien?

Mehrere Autohersteller streichen ihre Eintauschprämien für Dieselautos. Ein Ende der Rabattschlacht ist jedoch noch nicht in Sicht.

DPA

Neuwagen-Rabatt

Freitag, 02.02.2018   14:39 Uhr

Gleich sieben Autohersteller haben ihre Eintauschprämien für ältere Dieselautos im Januar gestrichen. Fiat, Alfa Romeo, Honda, Hyundai, Kia, Jeep und Peugeot haben ihre entsprechenden Programme beendet, Ford hat seinen "Umweltbonus" in der Höhe zurückgefahren. Dies geht aus der regelmäßigen Rabattstudie der Universität Duisburg-Essen hervor. Das allgemeine Rabattniveau sei im Vergleich zum Jahresende deutlich zurückgegangen, erklärte der Studienleiter Ferdinand Dudenhöffer und attestierte den Autobauern eine "gewisse Müdigkeit im Verschrottungsrennen".

Dass gerade diese sieben Hersteller ihre Eintauschprogramme beenden, sei dagegen keine Überraschung, erklärte Stefan Bratzel vom Center of Automotive Management (CAM): "Die Importeure haben sich ohnehin nur widerwillig an den Eintauschprämien beteiligt und ein Ende dieser Rabatte war zu erwarten." Außerdem ließen sich so hohe Rabatte nicht ewig durchhalten, so Bratzel weiter.

Volkswagen lockt weiter mit Rabatten

Ein Ende der Rabattschlacht sei aber noch nicht in Sicht, vor allem bei einem Hersteller wird es laut Bratzel auch weiterhin Eintauschprämien geben: "Der Marktführer Volkswagen wird weiterhin Rabatte anbieten. VW steht unter großem öffentlichen Druck und muss gleichzeitig seine Marktanteile halten."

Der Leiter der Rabattstudie, Ferdinand Dudenhöffer, hatte immer wieder vor einem "Abwrackkater" gewarnt: Nach dem Ende der Rabattwelle werde es schwer, weitere Neuwagen zu verkaufen, da der deutsche Markt gesättigt sei. Preisnachlässe würden dann nur Vorzieheffekte erzeugen, aber keine zusätzliche Nachfrage. Stefan Bratzel sieht das anders: "Beim sogenannten 'Abwrackkater' bin ich skeptisch. Die Verunsicherung der Kunden ist nach wie vor hoch und ich könnte mir vorstellen, dass viele ihren Diesel im Laufe dieses Jahres umtauschen."

Trotzdem erwartet auch er einen leichten Rückgang der Neuzulassungen im Jahr 2018 - mit einer Ausnahme: "Wenn es dieses Jahr zu Fahrverboten kommt, wird der Dieselumtausch 2018 sogar noch stärker werden. Und das kann dazu führen, dass es sogar zu mehr Neuzulassungen als im letzten Jahr kommt."

ene/dpa

insgesamt 46 Beiträge
monolithos 02.02.2018
1. Rabatte sind ein Zeichen schlechter Qualität
Mittlerweile lassen sich VWs nur noch über Rabatte verkaufen, wo sich Fiat, Peugeot und andere leisten können, auf Rabatte zu verzichten. Wenn man alles Stammtischgerede ausblendet und wirklich unvoreingenommen auf die Qualität [...]
Mittlerweile lassen sich VWs nur noch über Rabatte verkaufen, wo sich Fiat, Peugeot und andere leisten können, auf Rabatte zu verzichten. Wenn man alles Stammtischgerede ausblendet und wirklich unvoreingenommen auf die Qualität der Autos blickt, weiß man auch, warum. Gegenüber einem Peugeot oder einem Hyundai müsste ein VW eigentlich mit 60% Rabatt angeboten werden, weil man da ja auch nur 40% der Garantielaufzeit des Franzosen oder Koreaners bekommt. Und gerade bei VW ist Garantie bitter nötig!
ambulans 02.02.2018
2. >einstein (#1, oben),
rabatte sind einerseits "ein zeichen schlechter qualität (des herstellers?)", andererseits aber auch ein reflex der aktuellen marktsituation, sprich: nen diesel kauft z.zt. niemand, der noch bei verstand ist (da [...]
Zitat von monolithosMittlerweile lassen sich VWs nur noch über Rabatte verkaufen, wo sich Fiat, Peugeot und andere leisten können, auf Rabatte zu verzichten. Wenn man alles Stammtischgerede ausblendet und wirklich unvoreingenommen auf die Qualität der Autos blickt, weiß man auch, warum. Gegenüber einem Peugeot oder einem Hyundai müsste ein VW eigentlich mit 60% Rabatt angeboten werden, weil man da ja auch nur 40% der Garantielaufzeit des Franzosen oder Koreaners bekommt. Und gerade bei VW ist Garantie bitter nötig!
rabatte sind einerseits "ein zeichen schlechter qualität (des herstellers?)", andererseits aber auch ein reflex der aktuellen marktsituation, sprich: nen diesel kauft z.zt. niemand, der noch bei verstand ist (da nützen rabatte absolut nix). auch die franzosen - sie nennen hier den altehrwürdigen hersteller peugeot, aber da gibts auch noch die reichlich auffälligen renaults - sind nicht gerade das, was sie sein sollten ...
syt 02.02.2018
3. Probleme werden die Herrsteller von
Diesel Motoren bekommen,die ihre Motoren nicht unter 15 ° reinigen können. Diese brauchen neu Entwicklungen ,oder werden nur noch Benziner verkaufen können.Die nächsten Monate werden es uns zeigen,wer am Markt bestehen kann.
Diesel Motoren bekommen,die ihre Motoren nicht unter 15 ° reinigen können. Diese brauchen neu Entwicklungen ,oder werden nur noch Benziner verkaufen können.Die nächsten Monate werden es uns zeigen,wer am Markt bestehen kann.
baggi66 02.02.2018
4. Erste Zeichen des Niedergangs
Sind diese Rabatte für mich. Und ich finde es gut, dass die hochnäsigen deutschen Bosse eins draufbekommen. Erst uns anlügen und dann um die Ecke kommen und sagen der Diesel ist eine Dreckschleuder. Alles Kalkül und durch [...]
Sind diese Rabatte für mich. Und ich finde es gut, dass die hochnäsigen deutschen Bosse eins draufbekommen. Erst uns anlügen und dann um die Ecke kommen und sagen der Diesel ist eine Dreckschleuder. Alles Kalkül und durch die Lobby auch noch perfekt abgesichert und durch die Bundesregierung beworben. Wer sich Gedanken über seinen fahrbaren Untersatz macht sollte sich einfach mal hinsetzten und die Kosten (alle Kosten!) in einer kleinen Tabelle gegenüberstellen. Ist ein bisschen Arbeit aber lohnt sich. Wichtigster Punkt: Die geplante Nutzungsdauer und die dabei geplanten Kilometer. Mein Sieger, gemäß meinen Anforderungen, ist KEIN deutsches Fabrikat, sondern ein Koreanisches.
schutsch 02.02.2018
5. Diesel bleibt noch lange...
Die Elektroautos haben nur eine Chance, wenn Benzin und Diesel verboten wird, wobei die Diesel sich ja aus vielen guten Gründen durchgesetzt haben. Fahren wieder mehr Benziner, kriegt man die auch ran, Stichwort Feinstaub und [...]
Die Elektroautos haben nur eine Chance, wenn Benzin und Diesel verboten wird, wobei die Diesel sich ja aus vielen guten Gründen durchgesetzt haben. Fahren wieder mehr Benziner, kriegt man die auch ran, Stichwort Feinstaub und CO2! Das ganze ist wie eine Wippe und hat was mit Volkswirtschaft zu tun, und den Absätzen der Kraftstoffe. Früher wurde Diesel zu wenig abgenommen, heute ist es umgekehrt, doch der Diesel ist einfach effizienter. Die Anklagen aus den USA gegen VW sind lächerlich! Sie haben was damit zu tun, daß VW zu mächtig wurde und zu erfolgreich ist, und man an die Rücklagen wollte - geht anderen Konzernen auch so. Die "Strafe" ist eine Art Steuer oder Reparation für Bomben, die in den USA nie nieder gingen. Mit dem Militär der Amis, das wir mitfinanziert haben, lassen sich die unverschämten Klagen erheben. Aber immer mehr Länder wollen die Dominanz der USA nicht mehr dulden und so kaufen immer mehr Menschen gerade wegen dem Gejammer aus den USA den Volkswagen! Früher war man es gewohnt bei VW kaum Rabatte zu bekommen, doch nun dürfen wir uns auch mal freuen. Danke! Mein T5 läuft und läuft und wird noch nach 12 Jahren für gutes Geld verkauft. Danke VW! Hätte ich bei VW was zu sagen, würde ich mich aus dem amerikanischen Markt zurück ziehen. Die Amis haben unsere Autos nicht verdient. Die Franzosen sollten die Füße mal ganz still halten, weil deren Diesel oft schon nach 100Tkm schlapp machen!

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