Mobilität

Auto-Rundgang auf der CES

Visionen in Vegas

Ein Rundgang auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas fühlt sich an wie eine Zeitreise in die automobile Zukunft. SPIEGEL-ONLINE-Autor Michael Specht hat sich das Ideen-Feuerwerk der Industrie angesehen.

Dingo Photo / microSNAP
Donnerstag, 10.01.2019   04:37 Uhr

Die drei Buchstaben CES stehen für Consumer Electronic Show. Jahr für Jahr zieht die Messe Tausende Technik-Fans aus aller Welt nach Las Vegas. Außer um Laptops, Microchips, Spielkonsolen, und Drohnen geht es aber zunehmend um Autos - und vieles andere, was fährt, fliegt oder schwebt.

"Diese Messe steht für Hightech", sagt Mobilitätsexperte Timo Möller von der Unternehmensberatung McKinsey. "Hier kann die Autobranche ihr Markenimage deutlich besser aufladen als auf einer gewöhnlichen Automesse." Mit anderen Worten: Es sind womöglich auch Dinge auf der Messe zu sehen, die sich später als nicht umsetzbar oder gar Blendwerk erweisen.

Fotostrecke

CES in Las Vegas: Ein Messerundgang, der die Augen öffnet

Kein Wunder jedenfalls, dass Autohersteller nach Las Vegas strömen. Im Abschwung befinden sich hingegen Auto-Traditionsmessen wie in Detroit, wo sich ein paar Tage später die Tore öffnen.

Ein Grund für den Boom in Las Vegas ist, dass Autos immer mehr digitale Fähigkeiten besitzen und Hersteller die Möglichkeiten künstlicher Intelligenz für die Fahrzeuge nutzen. Gezeigt werden in Las Vegas futuristische Gefährte mit auswechselbaren Fahrgastkabinen und Wellness-Interieurs, die mal Lounges, mal Büro, mal Kino, mal Schlafraum sind.

Dazu gehören Cockpits ohne Lenkrad, ohne Pedale und ohne sogenannte hard keys, also ohne echte Schalter jenseits der Touchscreens. Die Bedienung erfolgt über zarte Berührung, Gestik oder Sprache. Besonders Worte scheinen die Oberhand zu gewinnen, weil keine stereotypen Befehle mehr gesprochen werden müssen, sondern man munter drauflos plappern kann.

Wer von der CES zurückkehrt, glaubt, für ein paar Tage in der Zukunft gewesen zu sein. Oder, umgekehrt, beim Eintritt in den Alltag irgendwie in der Vergangenheit zu leben - warum, zeigt unser Rundgang auf der Messe.

insgesamt 4 Beiträge
Ulipol 10.01.2019
1. Die Zukunft?
Ich finde es sehr interessant, wie die Automobilhersteller versuchen ihre Fahrzeuge mit allem möglichen Schnickschnack aufwerten wollen. Wahrscheinlich ein Zeichen dafür, dass der Trend in die andere Richtung gehen wird: Keine [...]
Ich finde es sehr interessant, wie die Automobilhersteller versuchen ihre Fahrzeuge mit allem möglichen Schnickschnack aufwerten wollen. Wahrscheinlich ein Zeichen dafür, dass der Trend in die andere Richtung gehen wird: Keine privaten Fahrzeuge mehr, Nutzung/Ausstattung nach Bedarf, Fahrzeughersteller unwichtig. Das wäre dann auch gut für den Planeten.
penie 10.01.2019
2. Eine Anhäufung sinnloser Spielereien, mehr nicht.
Wo sind denn die Visionen? Es werden noch nicht mal existierende Lösungen, wie eine Bestuhlung/Innenausstattung, die die Autonomie der Fahrzeuge nutzt, gezeigt. Dass selbst "visionäre e-autos" immer noch so aussehen [...]
Wo sind denn die Visionen? Es werden noch nicht mal existierende Lösungen, wie eine Bestuhlung/Innenausstattung, die die Autonomie der Fahrzeuge nutzt, gezeigt. Dass selbst "visionäre e-autos" immer noch so aussehen wie Verbrenner, d.h. als hätten sie vorne einen großen Motor, verstehe ich auch nicht.
nadennmallos 10.01.2019
3. Interessant wie sich die Welt verändern wird und kommen ...
... wird das ein oder andere hier gezeigte Fahrzeug. Sicher, es sind nur Prototypen, aber die Richtung ist vorgegeben. Und der Individualverkehr, wie wir ihn heute kennen wird dann vielleicht intelligenter geleitet. Keine Staus, [...]
... wird das ein oder andere hier gezeigte Fahrzeug. Sicher, es sind nur Prototypen, aber die Richtung ist vorgegeben. Und der Individualverkehr, wie wir ihn heute kennen wird dann vielleicht intelligenter geleitet. Keine Staus, keine bescheuerten Möchtegernrennfahrer, weniger Unfälle! Dafür: Entspannte Mobilität.
rockwater 11.01.2019
4. Diese zweispurigen Pedelec-Minicars
...sollten gesetzlich 30kmh fahren dürfen, sonst sind sie selbst in 30er Zonen rollendes Verkehrshindernis und werden andauernd gefährlich überholt.
...sollten gesetzlich 30kmh fahren dürfen, sonst sind sie selbst in 30er Zonen rollendes Verkehrshindernis und werden andauernd gefährlich überholt.

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung

TOP