Mobilität

Britisches Forschungsprojekt

Drohnen sollen künftig Schlaglöcher reparieren

Eine britische Universität will das Problem maroder Straßen lösen: Noch bevor Schlaglöcher Autofahrer nerven, sollen die Stellen repariert werden - durch Drohnen. Die fliegenden Bauarbeiter sind Teil eines größeren Projektes.

picture alliance / dpa

Ein Schlagloch auf der A5 (Symbolbild)

Dienstag, 17.07.2018   13:17 Uhr

Schlaglöcher nerven - die fälligen Reparaturarbeiten und die damit verbundenen Staus sind jedoch nicht viel angenehmer. Damit könnte es jedoch bald vorbei sein: Spezialdrohnen sollen eines Tages störende Schlaglöcher auf der Straße reparieren - bevor sie zum Problem für Autofahrer werden. Daran arbeiten zumindest Wissenschaftler in Großbritannien. Die Drohnen sollen Straßenschäden mithilfe von Kameras automatisch finden und mit einer Art 3D-Drucker gleich beheben.

"Erkennen und Flicken" heißt das Projekt an der University of Leeds. Dessen Ansatz unterscheidet sich jedoch grundlegend vom herkömmlichen Straßenbau. Bisher greifen die zuständigen Behörden erst ein, wenn die Schlaglöcher zum Problem werden. Dabei kommt vor allem in der kälteren Jahreshälfte immer wieder Kaltasphalt zum Einsatz, der häufig gesundheitsschädliche Stoffe enthält. Drohnen könnten diesen Griff zum Asphaltkübel in Zukunft überflüssig machen: Sie erkennen bereits kleinste Löcher im Straßenbelag und flicken sie per "Smart Repair" - "und zwar bevor sie zu einem echten Problem werden", erklärt Raul Fuentes von der Universität Leeds.

Gleichzeitig sollen die fliegenden Roboter günstiger als herkömmliche Bauarbeiten sein und den Verkehrsfluss weniger stören. Noch ist die Technik aber mehr ein Konzept, auch wenn bereits eine Drohne vorgestellt wurde. Die Reparatur von Straßenschäden ist jedoch nicht das einzige Ziel der Forscher: Die Bauarbeiter-Drohne ist Teil eines größeren Roboter-Programms, das Städten helfen soll, sich selbst zu reparieren. Andere geplante Drohnen sollen aus der Vogelperspektive Schäden wie kaputte Straßenlaternen ausfindig machen. Weitere Roboter könnten zukünftig Rohrleitungen kontrollieren und reparieren.

ene/dpa

insgesamt 6 Beiträge
Severussupernase 17.07.2018
1. Und
nebenbei noch die Nachbarschaft ausspionieren und überwachen. siehe EuGH Urteil 11.12.2014 - C-212/13 : jede Videoüberwachung ist unzulässige Datenspeicherung und (zu Recht) verboten Diese kranken Vollpfosten in GB soll man [...]
nebenbei noch die Nachbarschaft ausspionieren und überwachen. siehe EuGH Urteil 11.12.2014 - C-212/13 : jede Videoüberwachung ist unzulässige Datenspeicherung und (zu Recht) verboten Diese kranken Vollpfosten in GB soll man zu recht aus der EU rausschmeißen GB und Bayern Bokyott, wir fahren da nie wieder hin Big Söder ist watching you Überwachung macht anscheinend krank und blöd Stoppt die Überwachungsdrohen bevor die CSU mit dem Vorschlag um die Ecke kommt Eins ist klar: Wer überwacht wird bestraft Freiheit oder CSU "CSU" abwählen Piraten oder Bayenpartei wählen
iffelsine 17.07.2018
2. Drohnendröhnnen am Himmel...
Das Flugchaos möchte ich sehen, wenn jetzt in 3D das passiert, was im Moment auf der Straße läuft. Wenn erst AMAZON mit Drohnen anfängt, DHL & Co gleich mit, dazu Polizeidrohnen und die im Artikel genannten, dann können [...]
Das Flugchaos möchte ich sehen, wenn jetzt in 3D das passiert, was im Moment auf der Straße läuft. Wenn erst AMAZON mit Drohnen anfängt, DHL & Co gleich mit, dazu Polizeidrohnen und die im Artikel genannten, dann können wir nur unter einem Drohnenschirm über die Strassen gehen, denn es wird wohl öfter krachen. Drohnen können auch schlecht im Stau fliegen, sind die Akkus doch gleich breit. Und dann der Lärm...
vitalik 18.07.2018
3.
In dem Video ist zu sehen, wie eine Drone ein flüssiges Mittel auf eine sehr kleine Fläche aufträgt. Kein Verdichten, kein Glätten, sondern nur ein Auftragen. Und das soll sich dauerhaft mit dem Asphalt verbinden? Da hätte [...]
In dem Video ist zu sehen, wie eine Drone ein flüssiges Mittel auf eine sehr kleine Fläche aufträgt. Kein Verdichten, kein Glätten, sondern nur ein Auftragen. Und das soll sich dauerhaft mit dem Asphalt verbinden? Da hätte man auch einen Eimer mit Teer dran hängen können, der einfach abgekippt wird. Dann hätte man aber das Buzzwort "3D Drucken" nicht unterbringen können.
az150 18.07.2018
4. Wer sperrt die Straße?
Ohne in die Zukunft sehen zu können: Ich wette, diese Idee ist im wahrsten Sinne des Wortes so oberflächlich, dass sie nie zum Einsatz kommen wird. Hierzu nur ein paar Fragen zu Erhellung: Sperrt die Drohne auch den [...]
Ohne in die Zukunft sehen zu können: Ich wette, diese Idee ist im wahrsten Sinne des Wortes so oberflächlich, dass sie nie zum Einsatz kommen wird. Hierzu nur ein paar Fragen zu Erhellung: Sperrt die Drohne auch den Straßenabschnitt, während sie repariert, oder benötigt sie dafür eine Armada von Assistenzdrohnen? Wer räumt hinreher die Absperrung wieder weg? Wer sammelt die Drohne schnellstmöglich wieder ein, wenn sie mal auf der Straße liegen bleibt? Wie sieht das mit der Zulassung solcher ferngesteuerten Flugsysteme im Straßen- und Luftverkehr aus? Lässt sich die Schuldfrage klären, wenn ein Unfall passiert? Wer repariert die normalen bis größeren Asphaltschäden? Vermutlich ein stinknormaler Straßenbaubetrieb. Dann kann er aber doch die kleinen Minilöcher gleich mit machen... Wer wartet die Reparaturdrohnen in regelmäßigen (wahrscheinlich eher kurzen) Intervallen, damit sie auch dauerhaft eingesetzt werden können, wie es für eine dauerhafte Instandhaltung von Straßenbelägen erforderlich ist? In welchem Intervall ist ein teurer Austausch der Drohnen trotz regelmäßiger Wartung voraussichtlich notwendig? Glaubt ernsthaft jemand, dass sich das ganze rechnet? Wer kalkuliert das durch? Und rechnet er dabei auch realistisch und korrekt? Wird hier nicht maßlos viel Energie auf Entwicklung von nicht gebrauchten und nicht brauchbaren technischen Neuerungen verschwendet? Bezahlt diese Entwicklungsprojekte der (britische oder europäische) Steuerzahler? Sollten Entwickler nicht erstmal versuchen, bekannte Alltagsproblemevon vorhandenen Systemen, die bei Beschäftigung damit auch sicher lösbar sind, zu lösen, statt sich in ihrer Ideenlosigkeit solchem Schwachsinn hinzugeben?
espet3 18.07.2018
5.
Es wird wohl nicht so schnell kommen. In den 1960er-Jahren hatte ich ein Jugendbuch, in dem Autos auf einer Stadtautobahn zu sehen war, in dem der Fahrer entspannt mit anderen Dingen beschäftigt war als zu steuern, und Mutter [...]
Es wird wohl nicht so schnell kommen. In den 1960er-Jahren hatte ich ein Jugendbuch, in dem Autos auf einer Stadtautobahn zu sehen war, in dem der Fahrer entspannt mit anderen Dingen beschäftigt war als zu steuern, und Mutter und Kindern waren scheinbar mit einem Gesellschaftsspiel durch das Glasdach zu erkenne. Diese Zukunftsvision hat sich bis heute nicht realisieren lassen und steckt immer noch in den Kinderschuhen. Höchstens meine Enkel werden einmal Post oder Sonstiges von oben bekommen, wenn überhaupt.

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