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Radikale Autofahrer unter Verdacht: Mehr als jeder zweite Blitzer in Frankreich ist d

AFP In Frankreich fallen derzeit knapp 60 Prozent der fest installierten Radarfallen aus - die Anlagen sind zerstört. Der Innenminister hat die Schuldigen bereits ausgemacht.
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#1 - 10.01.2019, 18:09 von gersois

Nichts Neues

Die Blitzer hier in der Umgebung werden regelmäßig mit Farbe zugeschmiert, so im Abstand von 6 -8 Wochen. Mit den Gelbwesten-Demos hat die Häufigkeit vielleicht zugenommen, aber abfinden mit den Blitzern trotz Warnschilder wollen sich die Franzosen offensichtlich nicht. dafür haben sie ja auch mehr Verkehrstote absolut und pro Einwohner als ihre Nachbarn.

#2 - 10.01.2019, 18:26 von ted211

Motivation

Die Regierung rechnete in diesem Jahr durch das verschärfte Tempolimit mit Einnahmen von insgesamt 1,2 Milliarden Euro.
Da nicht mit weniger Unfällen und Verkehrstoten gerechnet wird, ist ja deutlich, warum die Blitzer aufgestellt werden.

#3 - 10.01.2019, 18:29 von brux

Hinweis

Ich glaube in Deutschland verstehen nur wenige die Vulgarität vieler Gelbwesten.
Als Deutscher in Frankreich wundert mich die ritualisierte Gewalt auch nach Jahren immer noch. Da gibt es eine merkwürdige Verbindung eines lateinischen Machismo und eines Mangels an ethischen Werten. Schliesslich gibt es ja in Frankreich so gut wie keine Protestanten mit ihren moralischen Skrupeln.
Man hat schnell eine Meinung und denkt dann einfach nicht mehr nach. Dass die Kameras durchaus Unfälle vermeiden helfen, kommt vielen schlichtweg nicht in den Sinn.
Wenn die Gendarmen aber direkt eingreifen, sind die allermeisten Franzosen sehr kleinlaut.
Die Justiz arbeitet die Gewalt der letzten Wochen jetzt recht schnell auf und die Prozessberichte zeigen, dass die angeklagten Gelbwesten durchweg arme Würstchen sind, die um Gnade betteln. Man habe sich da hinreissen lassen, ist oft zu hören, und sei doch ansonsten ein braver Bürger.

#4 - 10.01.2019, 18:37 von cindy2009

@ted211

"----
ted211 heute, 18:26 Uhr
2. Motivation
Die Regierung rechnete in diesem Jahr durch das verschärfte Tempolimit mit Einnahmen von insgesamt 1,2 Milliarden Euro. Da nicht mit weniger Unfällen und Verkehrstoten gerechnet wird, ist ja deutlich, warum die Blitzer aufgestellt werden---" Das ist immer wieder der gleiche Unsinn. Im Normalfall sollte sich jemand an die Gesetze halten und erst dann meckern.

#5 - 10.01.2019, 18:38 von Koana

Radarabzocke - gnadenlos!

Wer bei 70 mit 72 geblitzt wird, zahlt knapp 70,-- Euro, - gemessen 76 "Toleranzabzug "4 km/h - wer nicht weiß wo die Dinger stehen, der muss schon sehr genau auf den Tacho achten.
Bin gespannt, wie das deutsche Autovolk auf derartig genaue Kontrollen - bei diesen Bußgeldern - reagieren würde.

#6 - 10.01.2019, 18:40 von demokratie-troll

Der Normalbürger hasst das Zeug

Blitzer dienen allein dem Abkassieren argloser Normalbürger, deren Fahrfehler in Beute umgemünzt werden, um sie zu herabzusetzen und zu beleidigen. Wer asozial, absichtlich oder systematisch rast und andern damit seine Rücksichtslosigkeit beweist, hat eine Radarwarner-App dabei.
Wer wirklich will, dass an Gefahrenpunkten besonders aufmerksam gefahren wird, muss den Biltzer zuverlässig ankündigen. Nur dann erfüllt er einen legitimen Zweck.
Grundsätzlich sollte die Gemeinde oder Institution, die das Warngerät installiert und wartet nicht an den Erträgen aus den Bußgeldern beteiligt werden, nur so ist gesichert, dass eine allein verkehrsdienliche Aufstellung der Geräte erfolgt.
Der Normalbürger sollte weder pädagogisch angepisst noch mit Strafmaßnahmen behelligt werden, er ist der Souverän, nicht der Untertan. Er ist wie er ist. Strafe bleibe stets der Ausnahmefall für den Asozialen, der vom Normalbürger unterschieden werden kann.

#7 - 10.01.2019, 18:43 von gantenkiel

Sie sind schon ein Phänomen

Unsere Nachbarn haben schon eine sehr seltsame Art Auto zu fahren. Auf den Autobahnen halten sich die meisten brav an das Limit, auf den übrigen Straßen, vor allem den schmalen ländliche Strässchen, wird an den unmöglichsten Stellen und mit einem völlig unangebrachten Tempo überholt. Von Jung bis hin zur Mamie, Gas auf Anschlag und gib ihm. Ich war oft der Über und ebenso oft saß ich als Beifahrer in überholenden Renault- und Peugeotkleinwagen. In beiden Situationen habe ich schon mehrfach meine Beisetzung vor Augen gehabt.

#8 - 10.01.2019, 18:45 von Freund_Fettsack

Klasse, die Franzosen!

Sowas könnte bei uns im obrigkeitshörigen Deutschland wohl niemals vorkommen. Stattdessen werden Streckenabschnittskontrollen in Betrieb genommen, wo jeder Autofahrer per se bereits verdächtigt wird, und ein Abmahnverein namens DUH will Böller verbieten (und bald wohl auch Gewitter oder Blähungen?).
Die Franzosen f

#9 - 10.01.2019, 18:52 von Freund_Fettsack

Die Franzosen fackeln halt nicht lange...

... sondern machen auch ihrer eigenen Regierung deutlich klar, wo für sie die Grenzen der Gängelung und Bevormundung liegen. Ein wenig mehr davon täte uns im zwanghaften Deutschland sicher auch mal gut (siehe GroKo und Großprojekte mit horrender Steuerverschwendung). Und dass in Frankreich Blitzer beschädigt werden, ist nachvollziehbar: Während eines Frankreichurlaubes bin ich Innerorts (50 erlaubt) mit atemberaubenden 57 geblitzt worden. Ergab abzüglich Toleranz ZWEI (!!!) Kilometer zu schnell. Musste da NEUNZIG EURO für zahlen. Klar, dass sowas dann doch manchem etwas unverständlich erscheint, was sich bei solchen Protesten dann auch zeigt. Hier bei uns werden dafür mit großem Tamtam Streckenkontrollen eingeführt, wo JEDER Auto- und Motorradfahrer per se verdächtigt wird...

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