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Treffen mit Minister Scheuer: Autobosse wollen 3000 Euro für ältere Diesel zahlen

REUTERS Gerichte verhängen wegen schlechter Luft Fahrverbot um Fahrverbot. Nun haben Daimler und VW bei einem Treffen mit Verkehrsminister Scheuer etwas Geld für Nachrüstungen zugesagt - unter Bedingungen.
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#1 - 08.11.2018, 16:54 von K. Larname

Zur Erinnerung: "Rabattaktionen" sind im Zusammenhang mit Dieselgate nur lobbyistische Augenwischerei.
Es gibt schon ewig Rabattaktionen bei Herstellern, dies ist nicht neu und bekommt nun schlicht eine neue Bedeutung verpasst.
Am Ende bleibt die Frage, ob die nun veröffentlichte zusätzliche Kostenübernahme für das Nachrüsten verbliebener älterer Fahrzeuge eine empfindliche Strafe (vgl. USA-Strafen) oder "Portokasse" ist.

#2 - 08.11.2018, 17:03 von bex0815

Ungleichbehandlung

Sicherlich gibt es Regionen mit einer deutlich dichteren Schadstoffbelastung. Aber ist damit die ungleiche Behandlung der Besitzer zulässig? Auch wenn einige nicht akut von Fahrverboten betroffen sind, ist doch der gleiche Wertverlust vorhanden.

#3 - 08.11.2018, 17:06 von Haref

Was soll das Gehampel ?

Ich fahre einen Diesel von Nissan, Euro 5, Zulassung Mitte 2014. Wer sorgt dafür, daß der Wagen den zugesicherten Eigneschaften entspricht ?
1.: Der Hersteller hat Eigenschaften zugesichert, die nicht stimmen.
2.: Das KBA hat nicht ordentlich geprüft und die Zulassung erteilt.
Wir haben demnach 2 Verantwortliche, die dafür sorgen müssen, daß die zugesicherten Eigenschaften Realität werden - ohne Kosten für die Halter der Fahrzeuge !

#4 - 08.11.2018, 17:08 von bohrendeworte

Ökologische Amokfahrt

Bei der Produktion eines Neuwagens werden ca. 50 Tonnen Müll erzeugt. Sollen wir diesen Wahnsinn dem Planeten zumuten, weil es der Autoindustrie so behagt?

#5 - 08.11.2018, 17:08 von stefan.martens.75

Die Arroganz ist begründet

Wer so die Verbraucher betrügen kann und damit durchkommt, wer sich dann hinstellen kann und meint Verhandlungen führen zu können welche Konsequenzen das zu haben hat, der hat die Politik wirklich komplett in der Tasche.
Der kann sich einfach alles erlauben.

#6 - 08.11.2018, 17:12 von haarer.15

Druck aufbauen

Wenn das die Kosten für die Hardware-Nachrüstung abdeckt, ginge das in Ordnung. Die Industrie muss das ganz klar bezahlen - wer denn sonst ? Sehr bald wird der Druck auch auf BMW wachsen, hier nicht untätig zu bleiben. Das Gesetz ist schließlich keine Einbahnstraße. Jedoch bleibt der Werte- und Imageverlust für alle Diesel auch außerhalb der belasteten Städte.

#7 - 08.11.2018, 17:14 von sam-berlin

Herrlich..

Wenn Minister Scheuer schon ein "konstruktives Ergebnis" verkündet, komme ich aus dem Lachen nicht mehr heraus. Diese bayerische Heißluftpumpe hängt genauso am Rockzipfel der Autobosse wie seine Karo-Anzug tragender Vorgänger. Glaubt der wirklich, dass diese Autogipfel irgendein Verbraucher/Wähler, der halbwegs bei Verstand ist, noch ernst nimmt?! Die Politik lässt sich doch seit Jahren von der deutschen Autoindustrie am Nasenring durch die Manage führen. Für mich ist der Fall einfach: Nachdem mich der VW-Konzern betrogen und mir ein sinnfreies Update angeboten hat (was dazu geführt hat, dass die DSG jetzt bei 60 in den 6. Gang schaltet), weiß ich, was ich definitiv nicht mehr kaufen werde. Das nächste Auto kommt aus Fernost. Selbst Winterkorn hat ja schon vor Jahren gemerkt, dass Hyundai Sachen kann, die sie nicht können. Und wenn deutsche Arbeitsplätze verloren gehen sollten, dann ist das ganz normale Marktwirtschaft in einer globalisierten Welt. Sei's drum....

#8 - 08.11.2018, 17:14 von Pensionskassen

Es ist ein Skandal

Unsere Regierung - allen voran der Verkehrsminister - ist nicht in der Lage bzw. nicht Willens eine für alle akzeptable Lösung durchzusetzen. Herr Scheuer denkt offensichtlich an seinen Job nach scheitern der GroKo bei der Automobil-Lobby.

#9 - 08.11.2018, 17:23 von armin.schoeffmann

Regieren oder reagieren

"Derzeit gibt es laut Scheuer noch keine genehmigten Katalysator-Nachrüstsätze für Euro-5-Fahrzeuge. Technische Lösungen seien "leider nicht kurzfristig am Markt verfügbar". Daher gebe es auch "noch kein Preisschild"."

Aha, der Abgasnachbehandlungshersteller Baumot/ Twintec sagt:
- Preis BNOx System: 1.500-2.500 € (je nach Fahrzeug)
- "Technisch gesehen stehen die Lösungen der Baumot sofort bereit. Was im Moment noch fehlt ist das Nachrüstgesetz mit den technischen Anforderungen vom Kraftfahrt-Bundesamt. Laut aktuellen Informationen aus dem Bundeskanzleramt (24.10.2018) soll dieses bis Ende Januar verabschiedet sein, danach können wir mit der Zertifizierung nach Gesetzt beginnen. Es ist nicht sichergestellt, dass die beantragte "allgemeine Betriebserlaubnis" (ABE) die Anforderungen des Nachrüstgesetzes abdeckt."

Werte Herren Scheuer/ Dobrindt, mein SCR-Umrüstbudget steht auch seit einem Jahr bereit, unabhängig davon, ob Sie steuerlich begünstigen würden, Herr Volvo zuschießt oder nicht. Nur, wer nicht liefert, sind Sie.

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