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Hotel-Thriller "Bad Times at the El Royale": Zimmer mit Todesaussicht

20th Century Fox Dieses Hotel ist die Hölle - und verdient dennoch die beste Bewertung: Drew Goddards Sixties-Thriller "Bad Times at the El Royale" begeistert als brutal überbordende Kinofantasie. Unser Film der Woche!
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#1 - 12.10.2018, 23:25 von butter_milch

Kommen gerade aus dem Kino...

... der Film ist nett, aber kein Must-See, sondern eher schnell wieder vergessen.

#2 - 18.10.2018, 23:34 von andre_niggel

genial!

Wer die Filme Tarantinos und von den Coenbrüdern sowie Film Noir und Schwarze Komödien mag-wird diesen Film lieben! Für mich seit langem das Beste was im Kino mal wieder die Karte lohnt.Warum? Neben der echt guten Spiegelkritik in der eigentlich alles steht ohne zu spoilern haben mir besonders die Charaktere gut gefallen. Allen voran der Concierge gespielt von Lewis Pullman (Ja ! ist der sohn von Bill Pullman nur 10mal besser!) mein Alltime Favouite actor JeffBridges, ebenso aufgeblüht in ECHTEM Schauspiel :Dakota Johnson (Nein, 50 shades of Bulls....ist KEIN Film, nicht wirklich) und ebenso intense und durch und durch dabei Jon Hamm welchen ich schon in Baby Driver schätzen gelernt hatte. Atemberaubend Cynthia Erivo und welcher Kritiker schreibt, der Film sei ein halbes Musical wegen ihr ist einfach ein Idiot! Selten wurde Musik so perfekt stilisierend eingesetzt will nicht spoilern aber ihr werdet sehen, jeder Song passt perfect in den Film. Zulange fand ich ihn nie, auch hier verstehe ich die Kritik anderer nicht im Geringsten aber das liegt halt daran, dass alle nur noch serien gucken und da ist halt nach 40 Min Schluß mehr hält der durchschnitt wohl leider nicht mehr aus. Ich habe jede Sekunde, jeden noch so ellenlangen Dialog , Monolog aufgesogen und bewundert wie scharf und präzise Figuren aufgebaut und gezeichnet werden-ACHTUNG SPOILER- und Bumm sind sie weggeblasen!!! Mehrmals reisst es einen echt grob auf im Sessel und spätestens ab der Hälfte war keine einzigste Popcorn oder chipstüte mehr im Kino zu hören-keiner wollte wirklich auch nur ein Wort verpassen. Das englische Orginal ist schon eher was für fortgeschrittene, Ewignuschler Jeff Bridges müsste iegentlich eh kein Wort sagen, für mich ein Bildschirmgigant. Schade und für mich völlig daneben besetzt hingegen Chris THOR Hemsworth. Hier wartet man leider ständig drauf, daß sein Hammer hinter im durch die Tür kommt-seine Wandlung zum SuperBadguy? sorry, nein-zu glatt (und ständig -gefühlt 30 minuten-sein sixpack anglotzen müssen nervt auch irgendwie) Hier wäre ein unbekannter Schauspieler die 100 mal bessere Wahl gewesen, das war mein einzigster Kritikpunkt. Ansonsten? Die Story bzw. gefühlt die 10 Stories fand ich allesamt genial! Kostüme wie auch Bühnenbild,MakeUp Artist, Stunts, Splatter,Sex and Crime, Film Noir Momente vom Feinsten, perfekte Ausstattung: die Autos,Kostüme, das völlig irre Hotel, das Licht, und dann noch kurz ein Trip nach Vietnam WOW! WOW! WOW! Gratuliere:eine der Besten Kameraführung und Schnitt seit langem. Als ECHTER Filmfan (so 7-10 pro Woche) kann ich nur sagen:Hut ab! von mir 10 Oskars und von dem Regisseur wird man noch mehr hören.Sicher.

#3 - 20.10.2018, 11:40 von squashplayer

Potenzial der Story nicht genutzt

Wow, dachte ich. Ein paar merkwürdige Personen treffen sich zufällig während eines Sturms in einem abgelegenen Motel im 70er Jahre Stil, das muss ja was werden! Tatsächlich geht es spannend und kultig los, ähnlich wie in einem Tarantino-Film.

Zunächst werden die verschiedenen Charaktere eingeführt und alles wirkt noch halbwegs normal. Plötzlich aber sehen wir, wie einer von diesen sein Motelzimmer nach Wanzen absucht und feststellt, dass alles abgehört wird! Dazu noch Geheimgänge mit halbdurchsichtigen Spiegeln zu den Zimmern. In diesem Hotel stimmt also etwas nicht! Das macht Lust auf mehr. Auch in den anderen Zimmern geschehen seltsame Dinge. Schließlich geraten die Charaktere aneinander und die individuellen Plots vermischen sich. Der Priester, die zweitklassige Provinzsängerin, ein Hippie, ein aalglatter Staubsaugervertreter. Doch anscheinend keiner ist der, der er vorgibt zu sein. Eine Story mit Potenzial!

Woran krankt dieser Film aber nun?

Nach ca. 50% wird die Story zu absurd und unglaubwürdig. Es fehlt an Authentizität. Die Story wirkt konstruiert, als hätte sich ein 16-jähriger Gymnasiast daran versucht, einen Tarantino zu kopieren. Die kultige Atmosphäre, die Zwischentitel, die schrägen Leute, die Location, die 70er Jahre Musik. Nur hilft das alles nichts, wenn die Story am Ende nur noch peinlich wirkt.

Da passt nichts mehr zusammen und ich habe mich fremdgeschämt für die dümmlichen Dialoge, insbesondere als der Sektenguru eintrifft. Bedeutungschsschwangere Sätze werden ausgesprochen, gefolgt von peinlichem Schweigen. Kaum zu ertragen auch der Hotelangestellte, der im Vietnamkrieg Menschen getötet hat und nun einen halben Nervenzusammenbruch deswegen bekommt, weil er einen der Gangster erschießen soll. Pathetisch bis zum Gehtnichtmehr. Unklar auch die Rolle des mysteriösen "Managements". Es bleiben zu viele Fragen unbeantwortet.

Man merkt dem Film an die Anstrengung an und wie bemüht er ist, besonders kultig und abgefahren zu sein. Tarantinos Filme dagegen wirken stimmig und mühelos, das ist sein Geheimnis. Auch nimmt sich der Film teilweise zu ernst, während bei Tarantino genau das nicht der Fall ist.

Ich habe selten gesehen, dass ein Film in der zweiten Hälfte alles zunichte macht. Das war doch ein Selbstgänger eigentlich. Ich habe mich richtig geärgert angesichts des verschwendeten Potenzials.

Fazit: Der Film beginnt äußerst vielversprechend, wird aber leider sehr schwach in der zweiten Hälfte. Die Schauspieler spielen allerdings hervorragend, können die schwache Story aber nicht rausreißen.