Forum
Kultur

Rundfunkdebatte: "So viel Geldverschwendung hält kein System aus"

ZDF/ Sammy Hart ARD und ZDF sollen reformiert werden, doch sie verweigern Sparmaßnahmen und strukturelle Neuerungen. Jetzt sagt Hamburgs Kultursenator Brosda: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk muss ganz neu gedacht werden.
zum Artikel
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!
    Seite 10/16    
#90 - 13.06.2018, 18:31 von FrischFrosch

Das sehe ich etwas anders

Zitat von sogehtdasnicht
Am Ende war das wenig konkret und das Wort Quote durch Reichweite zu ersetzen, ändert nichts am Kernproblem.
Bei einem Quotensystem wird die Anzahl der Zuschauer gemessen, bei einem Reichweitensystem die der MÖGLICHEN Zuschauer. Da wirkt das derzeitige Zwangsabgabe doch schon fast legitim.
Ein Reichweitensystem finde ich zielführender, weil es eher die realen Verhältnisse widerspiegelt. Dadurch blieben Kapriolen wie das Quotenhecheln bei den im Artikel erwähnten Talkshows aus.

#91 - 13.06.2018, 18:33 von kapamb

Überholtes System

Aufgrund der vielen anderen Möglichkeiten der Kommunikation, hat sich das öffentlich rechtliche TV überlebt und dessen Qualität ist miserabel. Weshalb müssen Millionen für Fußball ausgegeben werden oder für langweilige TV Shows, welche allesamt auch im Privat TV gezeigt werden. Einzig gute Programme sind beispielsweise Arte, ZDF Info, Phoenix oder 3-Sat. Diese aber kosten sicherlich nicht Milliarden und wenn sich die ARD auf Kosten der Beitragszahler es sich leistet ein neues Tagesschau Studio für 8 Mio zu bauen, ist das sicher nicht im Sinne derjenigen, die diesen Irrsinn zwangsweise finanzieren müssen.

#92 - 13.06.2018, 18:33 von Trollflüsterer

Zitat von ofelas
ARD und ZDF sollen das Leistungsspektrum des BBC erreichen, und damit wäre gut. Dann kann das gemeinsame Budget auch in der BBC Grösse sein. Von der Qualität des BBC sind sie weit entfernt, aber damit wäre ein Anfang gemacht.
In GB zahlen sie auch 171, sprich 14,25 Euro im Monat. Und dafür ist das Angebot bei weitem nicht so groß wie in D.
Andere Länder haben z.T. deutlich höhere Gebühren als wir.
Und qualitativ sehe ich zwischen den guten Formaten in D. zur BBC keinen Unterschied.

#93 - 13.06.2018, 18:34 von von kraehenburg

Satire

Zitat von emcioran
Dieser Beitrag ist mal wieder zum gähnen. Das übliche Bashing. Ich bin sehr froh, daß es die ARD und das ZDF gibt. Die Privaten. Ich konnte noch nicht feststellen, dass die soetwas wie ein Programm haben. Und was sparen an geht, daß machen die seit vielen Jahren und nicht zu wenig. Mal informieren hilft. Bei Sport könnte es allerding noch etwas mehr sein.Etwas Dümmeres als Biathlon gibt es ja wohl nicht.
ihr Beitrag ist satirisch gemeint, wenn ihnen als einziges Sparpotential Biathlon einfällt. Ich zum Beispiel kann mir nicht vorstellen, das Deutschland 8 Stunden am Tag 5 Tage die Woche 15 Rundfunkorchester u.ä. braucht, zum Vergleich in Frankreich sind es 2.

#94 - 13.06.2018, 18:35 von Giesinger

Bitte kein öffentlichrechtliches Netflix

Ich zahle schon für das richtige Netflix, da muss ich nicht noch für einen Klon zwangszahlen.

Die ÖR sollen sich bitte auf Information und Kultur beschränken.

#95 - 13.06.2018, 18:36 von Epsola

Steuerfinanzierung

Der ÖR sollte aus Steuer finanziert werden. Man müsste nur ins Grundgesetz schreiben, dass z.B. 0.25% des BIP dem ÖR zur Verfügung gestellt werden müssen. So kann das nicht mit einfacher Bundestagmehrheit geändert werden, womit eine Unabhängigkeit der Finanzierung von der Politik gegeben wäre. Das Hauptproblem beim Rundfunkbeitrag ist nicht die Höhe, sondern das es keinen sozialen Ausgleich gibt. Der Einkommensmillionär zahlt genauso viel wie der Mindestlohnempfänger. Eine Finanzierung über Steuern löst dieses Problem und schafft auch gleich noch einen bürokratischen Kropf ab.

#96 - 13.06.2018, 18:48 von nibal

Weg mit ZDF Finanzierung hin zur Nachrichtenfinanzierung

Der Rundfunkbeitrag sollte endlich für das aufgewendet werden, wofür er mal gedacht war, als es noch kein Netflix und Co. gab: Die freie Berichterstattung - eine der wichtigsten Säulen der Demokratie zu stützen. Gerade in Zeiten der Infoblasen und abnehmender Medienreichweiten könnte das Geld gut gebraucht werden - aber nicht für Fussball und Musikantenstadl, sondern für alle Medienhäuser die freie unabhängige Nachrichten liefern. Und als solches sollte es allen Medien zur Verfügung stehen, also Spiegel, Bild und co. und nicht nur ZDF und ARD. Das ist 1000 mal näher dran an der Aufgabe, als die Pension altgedienter Parteibonzen und überbezahlte Fußballer zu finanzieren.

#97 - 13.06.2018, 18:52 von M.Wissmann

Qualität vor Quantität

Man muss den Konsumenten auch mal etwas zumuten. Anstatt Kultur in 3sat, arte und weiterne Spartensendern zu verstecken, kann man um 20:15 auch mal eien Oper senden. Anstattspannende Filme in Spartensendern um 02:00 nachts zu sendne, kann man den Leuten auch mal anspruchsvolle nicht mainstreamgängige Filme um 20:15 senden. Und warum nicht Sendungen wie Monitor, Panoram etc. um 20:15 in der ARD? Talksendungen wie Lanz könnten auch einmal in der Woche um 20:15 laufen. Man könnte auch Sportwarten wie Badminton, Snooker, Mountinbiken etc. besser vermarkten und reisserischer aufmachen; im Gegenzug bietet man halt nicht mehr für die Bundesligarechte mit, die wird schon in irgendeinem Sender laufen - keien Angst. Zum Thema Sparen: ARD mit vier dritten Sendern und ZDF reichen vollkommen aus. Wieso produziert die ARD z.B. nicht transparent selber Sendungen wie Anne Will und Plasberg anstatt diese bei Produktionsgesellschaften, die Plasberg, Will, Maischberger etc. gehören teuer einzukaufen? Man muss Millionengagen für Will und Plasberg nicht verstecken.

#98 - 13.06.2018, 18:54 von Ronja2009

Volle Zustimmung!

Zitat von micsei
Netflix kostet 10€, Spotify 10€. Die öffentlich/rechtlichen bieten jeweils erheblich weniger. 10€ Rundfunkbeitrag, für Radio und Fernsehen zusammen, das wäre schon mehr als genug. Und da hätte ich schon das Gefühl aus Mitleid zu spenden
Andere bieten für weniger Geld längst ein attraktiveres Programm. Ich sehe nicht ein, weswegen wir die Privilegien irgendwelcher Intendanten finanzieren sollen. Der altmodische öffentlich-rechtliche Rundfunk hat ausgedient und ist nicht zukunftsfähig. Was soll jetzt das Geheule, es wollten doch alle Marktradikalität und die ungeregelte Macht des Wettbewerbs. Wettbewerbsfähig sind ARD und ZDF weder inhaltlich noch technisch oder strukturell. Also, Beitrag ersatzlos streichen, pleite gehen lassen wie jedes andere Unternehmen, das sich am Markt behaupten muss und Schluss mit money for nothing für ein paar Lobbyisten, die sich ohne Leistung die Taschen vollstopfen wollen.

#99 - 13.06.2018, 18:55 von spon_1980133

60 Cent ...

Zitat von Giesinger
Ich zahle schon für das richtige Netflix, da muss ich nicht noch für einen Klon zwangszahlen. Die ÖR sollen sich bitte auf Information und Kultur beschränken.
... und das zum Nulltarif? Was sind Sie denn bereit, für tägliche Berichterstattung aus aller Welt tu zahlen? Wieviel sind Ihnen kulturelle Beitrage wert? Sind 0.60 Euro täglich wirklich zu teuer?? Was zahlen Sie für eine Zeitung?

    Seite 10/16