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Abitur 2017: Was Abituraufgaben mit Glücksspiel zu tun haben

DPA Gerechter und vergleichbarer soll das Abitur werden, deshalb gibt es seit 2017 zentrale Aufgabenpools für einige Fächer. Doch die Angleichung gelingt nur teilweise.
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#1 - 09.08.2018, 17:28 von spon-tan 2012

Am Ende ist es wie im Fußball ...

Qualität setzt sich langfristig durch, spätestens im Master-Studium. Im Mix werden die meisten Schüler ihre Vornoten und auch ihren Durchschnitt aus den letzten Schuljahren bestätigen, war schon immer so, so what ?

#2 - 09.08.2018, 17:33 von Susi64

Viel zu viele Anforderungen

Das Abitur soll gerecht sein, den Stand des Wissens wiederspiegeln, einheitlich und objektiv sein.
Diese Anforderungen kann kein Abitur gleichzeitig erfüllen. Jedes Fach wird durch den Lehrer geprägt und es gibt immer bessere und schlechtere Schüler, Schüler, die leichter lernen oder nicht. Auf all diese Besonderheiten kann ein "lokales" Abitur einegehen. Das widerspricht dann natürlich dme Zentralabitur, wo alle die gleichen Aufgaben haben. Aber in keinem Abitur der Welt können alle Aufgabentypen, alle Dinge, die behandelt wurden abgefragt werden. Deshalb braucht man in jeder Prüfung ein gewisses Quentchen Glück.
Deshalb sollte im Abitur das Minimum für eine Studierfähigkeit abgefragt werden und dann eben auch ein paar spezielle Themen. Ob jemand, der 14 Punkte hat tatsächlich letztendlich besser ist als einer mit 12 Punkten wage ich zu bezweifeln. Was schädlich ist, ist die Fixierung auf Punkte und den numerus clausus.
Viele berühmte Wissenschaftler waren als Schüler in ländlichen Schulen, in eher rückständigen Ländern und mussten im Studium viel nachholen. Das haben aber geschafft und das macht den Unterschied. Ein Zentralabitur manifestiert nur die Unterschiede in der Ausbildung, aber nicht das Potential der Schüler.
Das Abitur bescheinigt die allgemeine Studierfähigkeit, nicht mehr und nicht weniger.

#3 - 09.08.2018, 18:04 von bstendig

Genau, den Stand des Wissens..

aufzeigen. Einheitlich für alle. Bestimmte Anforderungen gibt es eben. Schließlich heißt es "Allgemeine Hochschulreife".

Man muss hier nicht auf "lokale Gegebenheiten" eingehen. Deshalb finde ich ein Zentralabitur klasse. Auch in denselben Fächern. In NRW können Sie ja Mathe mehr oder weniger rauswählen. Das ist Irrsinn.

Übrigens: Es heißt "widerspiegeln", nicht "wiederspiegeln". Allgemeinwissen für die Allgemeine Hochschulreife:-)

#4 - 09.08.2018, 18:33 von Spiegelleserin57

zu tun hat es mit dem Glücksspiel gar nichts!

im Abitur stellen Lehrer die Fragen die zu beantworten sind. Es sollte keinen Unterschied darstellen ob es schwere oder leichte Fragen sind denn wer diese Fragen beantworten kann hat eben das Abitur bestanden.
Die ersten -Semester sieben sowieso die Studenten aus denn die Gangart an den Unis ist eine deutlich härtere als an den Schulen und da muss echte Qualifikation unter Beweis gestellt werden.
Hier rächt sich wer mit scheinbar guten Noten das Abi bestanden hat.
Diese Studenten werden nicht den Stoff verstehen der im Eiltempo an den Unis vermittelt wird.
Deswegen sollte besonders beim Abitur auf hohe Qualität geachtet werden und ein " Gut" eben auch ein "gut" sein.
Viele verrennen sich in den Gedanken dass das Abitur der Schlüssel zum Erfolg darstellt was aber in er Realität ganz anders ist.
Es gibt viele Prominente die eine glänzende Karriere ohne Abitur vorweisen können.
Das Noten sagen später im Leben nichts aus, da zählen ganz andere Faktoren! Personaler wissen das und prüfen ihre Kandidaten selbst!

#5 - 09.08.2018, 19:00 von AxelSchudak

Zentralabitur ist (auch) ungerecht

Ich erlebe immer wieder, dass das Zentralabitur eher ungerecht ist. Insbesondere in Mathe sehen die Richtlinien einen Themenumfang vor, der in der realen Welt mit realen Schülern schlichtweg illusorisch ist. Daher gibt es auch schon immer angekündigte Schwerpunkte, die dann vermutlich im Abitur auftauchen. Aber wenn dann doch mal andere Aufgaben ausgewählt werden, oder der Stil der Aufgabe seltsam bis merkwürdig ist - so dass ein Schüler, der bisher immer auf 1 stand, und auch in allen anderen Fächern eine 1 hat, nur mit einer schlechten 4 rauskommt - dann ist das nicht gerecht, und dient auch nicht der Vergleichbarkeit. Wie normale oder schwäche Schüler von so was betroffen sind, kann sich jeder denken.

#6 - 09.08.2018, 19:31 von TS_Alien

Da hat wieder mal jemand im Datennebel gestochert und irgendetwas gefunden. Erklärungen für die teilweise absurden Ergebnisse werden nicht geliefert. Das sollte jeden stutzig machen.

Solche Studien sollte man erst ernsthaft auf statistische Mängel überprüfen, bevor man sich Gedanken macht, was die Ergebnisse zu bedeuten haben. Nicht alles, was statistisch signifikant ist, ist von Bedeutung. Wer die üblichen Signifikanzniveaus in solchen Studien kennt (lächerliche 5 %), der macht am besten folgendes: die Studien ignorieren.

#7 - 10.08.2018, 11:37 von Crom

Zitat von AxelSchudak
Ich erlebe immer wieder, dass das Zentralabitur eher ungerecht ist. Insbesondere in Mathe sehen die Richtlinien einen Themenumfang vor, der in der realen Welt mit realen Schülern schlichtweg illusorisch ist. Daher gibt es auch schon immer angekündigte Schwerpunkte, die dann vermutlich im Abitur auftauchen. Aber wenn dann doch mal andere Aufgaben ausgewählt werden, oder der Stil der Aufgabe seltsam bis merkwürdig ist - so dass ein Schüler, der bisher immer auf 1 stand, und auch in allen anderen Fächern eine 1 hat, nur mit einer schlechten 4 rauskommt - dann ist das nicht gerecht, und dient auch nicht der Vergleichbarkeit. Wie normale oder schwäche Schüler von so was betroffen sind, kann sich jeder denken.
Wegen einer Aufgabe wird aus einer 1 keine 4. Darüber hinaus sollte man gerade in der Mathematik abstrahieren können. Wer nur Aufgaben versteht, die nach einem bestimmten Schema gestellt werden, hat keine 1 verdient.

#8 - 10.08.2018, 11:45 von Crom

Zitat von TS_Alien
Da hat wieder mal jemand im Datennebel gestochert und irgendetwas gefunden. Erklärungen für die teilweise absurden Ergebnisse werden nicht geliefert. Das sollte jeden stutzig machen. Solche Studien sollte man erst ernsthaft auf statistische Mängel überprüfen, bevor man sich Gedanken macht, was die Ergebnisse zu bedeuten haben. Nicht alles, was statistisch signifikant ist, ist von Bedeutung. Wer die üblichen Signifikanzniveaus in solchen Studien kennt (lächerliche 5 %), der macht am besten folgendes: die Studien ignorieren.
Was ist an 5% lächerlich? Ihnen ist schon klar, je niedriger das Signifikanzniveau desto hohen die Signifikanz. Die 5% stellen somit die Irrtumswahrscheinlichkeit da, sprich nur in 1 von 20 Fällen wird etwas als signifikant angenommen, was doch nur zufällig ist.

#9 - 10.08.2018, 11:51 von AxelSchudak

Zitat von Crom
Wegen einer Aufgabe wird aus einer 1 keine 4. Darüber hinaus sollte man gerade in der Mathematik abstrahieren können. Wer nur Aufgaben versteht, die nach einem bestimmten Schema gestellt werden, hat keine 1 verdient.
Es ging um die Note in Mathe. Da wird die Abiturarbeit einzeln gerechnet.

Und die Aufgaben waren so gestellt, das auch ich (und andere) ernsthaft überlegen musste, was die denn eigentlich wollen. Besorgen Sie sich mal Aufgaben aus dem Abitur, bevor sie hier Schüler mit "muss abstrahieren können" schlechtreden.

Kern der Sache ist, dass DIESES Zentralabitur für viele Schüler zur reinen Glücksache geworden ist - zudem werden sie für Probleme ihres Umfelds abgestraft. Gerechtigkeit oder Vergleichbarkeit sieht anders aus.

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