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Atomabkommen mit Iran: EU-Ratschef Tusk greift Trump scharf an

DPA "Mit solchen Freunden, wer braucht da noch Feinde?" So hat sich EU-Ratspräsident Tusk über die US-Regierung geäußert. Er plädiert angesichts der "America First"-Strategie für mehr Geschlossenheit der EU-Staaten.
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#10 - 16.05.2018, 16:39 von WernerJordan

Merkel wird nichts machen und das ist auch richtig so,

Siemens, Airbus und Co können sich entscheiden ob die im Iran oder in den USA tätig sein wollen und die CEO´s werden sicher eine weise Entscheidung treffen.
Weder Merkel noch Tusk oder Juncker können Siemens dazu zwingen in den Iran zu liefern. Und wenn diese Firmen nicht liefern ist das Abkommen tot.
Wie kann es sein dass sich Demokraten gegen andere Demokraten auf die Seite von Theokraten und Despoten stellen....eine Schande für die EU und für Deutschland !

#11 - 16.05.2018, 16:52 von joG

Was nett ist....

...an dem, was Tusk sagt, ist die Naivität bzw Unwissenheit, die er den europäischen Bevölkerungen unterstellt, wenn er sagt man habe das Potential sich zu verteidigen und brauche nur mehr politische Einheit in Europa. Während richtig ist, dass es mit der Einheit nicht weit her ist, ist das nicht das Hauptproblem. Das ist, dass ein Kriegsfähiges Militär neben dem Willen Macht zu projezieren auch die Fähigkeit braucht um glaubwürdig zu sein. Dazu bräuchte man eine völlige Neuorientierung vor allem in Deutschland mit seiner Parlamentsarmee. Aber vor allen Dingen braucht es Ausrüstung, Soldaten und Logistik. Das ist teuer und würde zumindestens eine Verdopplung der Ausgaben für Militär benötigen aber eher mehr, wovon der Großteil von den reichen Ländern wie Holland, Österreich, Luxembourg und Drutschland zu tragen wären.

#12 - 16.05.2018, 16:54 von espressotime

Die USA ist einfach nur Feige, den Saudis den Rücken zu drehen, jenen Saudis die den Terror auf der ganzen Welt finanzieren und auch den 9/11. Wie absurd ist das?! Hier kann man ganz genau sehen, wie schwach die USA ist und weiterhin die Marionetten von Israel und Den Saudis sind.

Ich bin auf jeden Fall und war es auch immer für ein starkes Europa. Die Aufnahme vom ganzen Balkan und ein gemeinsame juristische, militärische und Finanzsystem. Ein lautes ja für ein starkes Europa.

#13 - 16.05.2018, 16:57 von Hebbe29

Wo er recht hat...

Ein klares Wort von Herrn Tusk. Europa sollte endlich zusammenstehen, auch wenn es etwas kostet. Wo Trump noch hin will, weiss kein Mensch und die Amerikaner werden ihn ein zweites Mal wählen. Das heisst, wir müssen noch 6 Jahre mit ihm leben, und in dieser Zeit kann er noch viel, viel kaputt machen. Halten wir dagegen!

#14 - 16.05.2018, 16:58 von mullertomas989

Endlich!!!

Endlich gibt mal jemand klare Kante!!!! Weiter so, jetzt auch entsprechend handeln!!! Sonst macht Trump mit Europa, was er will!! "Man muss auch jönne gönne..." - so was gibt es bei dem nicht!!

#15 - 16.05.2018, 17:06 von denislangedoc

Zitat von Willi.Bald
Die Schaffung der USE (United States of Europe) muss höchste Priorität haben.
Ja, so sagte es auch schon Victor Hugo am 21. August 1849.
Wollen wir hoffen das es endlich Realität wird.

#16 - 16.05.2018, 17:09 von neanderspezi

Vielleicht sind Europäer in Sachen Selbstbehauptung total überfordert

Die USA hat schon einmal für ihren militärischen Anschlag gegen einen Staat im Nahen Osten sich in Europa "Willige" als Mitläufer und Unterstützer ans Bein gebunden und fast alle, alle zeigten sich subordinationsbereit. Auch damals schwangen in den USA die Republikaner das Zepter und nach vollbrachter Tat gaben sie sich befriedigt dem Anblick der von ihnen verursachten totalen Verunsicherung begleitet von Fluchtbewegungen Richtung Europa hin. Sie hatten ein explosives Fass zum Zünden gebracht und konnten gemütlich die Auswirkungen auf Europa begutachten. Nun will ein weiterer Zündmeister in den USA ein noch größeres Fass nahe Europa zur Explosion bringen und die davon tangierten Europäer tun sich wie zu erwarten extrem schwer zu einer gemeinsamen Abwehrhaltung zu finden. Sie schielen auf dem einen Auge über den Atlantik, um dem Sprengmeister im Weißen Haus mit der langen Lunte wenigstens pro forma nicht zu nahe zu treten, mit dem anderen Auge riskieren sie unsichere Blicke Richtung Nahost, wo die Explosion stattfinden soll, um wenigstens pro forma sich den Anschein von "Unwilligen" in Sachen Gehorsam gegenüber dem Kommandeur im Weißen Haus zu geben.

#17 - 16.05.2018, 17:11 von netroot

Schwäche oder Stärke

Zitat von Pensionskassen
Leider wird in diesem Konflikt die Schwäche von Frau Merkel überdeutlich und hoffentlich wird dies auch bei ihren Wählern angekommen. Sie hätte unmittelbar nach den Ausführungen des US-Botschafters reagieren müssen mit der Abberufung bzw. ihn als "nicht akzeptabel und unerwünscht" zu erklären. Mal sehen wie sie versucht sich in ihrer Art aus dem Dilemma herauszuwinden.
Mit der schier endlosen Gelassenheit der Frau Merkel wurde schon so mancher Gegner mürbe - und schier verrückt.

Mittelfristig zahlt sich Verlässlichkeit und Zurückhaltung aus.

Es klingt, als wäre ich Merkel-fan - allerdings geht es mir mehr darum für Besonnenheit zu plädieren - statt diese Spielchen der Eskalation mitzuspielen, wie von Ihnen empfohlen.

An den Spiegel:
Übrigens geht es uns nichts an, wo Amerika seine Botschaften hat - ausser, wenn dies nahe am Kanzleramt zu Abhörzwecken verwendet wird.

#18 - 16.05.2018, 17:12 von mostly_harmless

Zitat von CriticalPost
Wenn am Ende Europa sich aus Notwehr von Amerika emanzipiert, wäre das für mich eine der größten Errungenschaften, die dieser Präsident erreicht hat. Allein am Willen aller europäischen Staatschefs dazu darf gezweifelt werden.
Europa ist gerade dabei, sich Dank des Erstarkens der politischen Rechten komplett selbst zu zerlegen. Es muss endlich eine Organsiation geschaffen werden, der die alten EU-12 + Österreich + Schweiz + Norwegen - GB beitreten können, die dafür sorgt, dass dieser Teil Europas mit einer Stimme spricht. Dann kann man die EU getrost sterben lassen.

#19 - 16.05.2018, 17:14 von t.malinowski

Der Iran-Deal ist kein Vertrag...

"Ich will, dass die EU-Kommission grünes Licht bekommt, damit sie handeln kann, wenn europäische Interessen gefährdet sind", sagte Tusk.
Noch mehr Macht an die undemokratische Kommission abgeben ist also das Ziel? Lang Lebe Polen und Ungarn, die ihre souveränen Rechte nicht einfach wegwerfen wollen.

Und zum 100sten mal, der Iran-deal war für die USA NIE bindend.
Obama hat den Deal nicht dem US-Parlament vorgelegt.
Nur das Parlament darf in den USA solche Verträge mit anderen Staaten eingehen. Die Parlamentsführung hat 2015 dem Iran sogar einen offiziellen Brief geschickt in dem sie angeben das der nächste Präsident den Deal ohne weiteres wieder kündigen kann.
Hat der Iran den Deal eigentlich unterschrieben?

Und was die europäischen Interessen von Tusk angeht, ich sehe kein größeres Interesse als Europa vor der Gefahr des Islamismus* zu schützen. Er scheint die Kassen der Konzerne wichtiger zu finden.


*Islamismus ist nicht gleich Islam, das eine ist eine fundamentalistische, theokratische politische Bewegung, das andere eine Religion. Ich habe nichts gegen die Religion und ihre Anhänger.

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