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Atomabkommen mit Iran: EU-Ratschef Tusk greift Trump scharf an

DPA "Mit solchen Freunden, wer braucht da noch Feinde?" So hat sich EU-Ratspräsident Tusk über die US-Regierung geäußert. Er plädiert angesichts der "America First"-Strategie für mehr Geschlossenheit der EU-Staaten.
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#70 - 17.05.2018, 12:14 von tempus fugit

Erneut - aber wohl erfolglos:

Zitat von joG
...an dem, was Tusk sagt, ist die Naivität bzw Unwissenheit, die er den europäischen Bevölkerungen unterstellt, wenn er sagt man habe das Potential sich zu verteidigen und brauche nur mehr politische Einheit in Europa. Während richtig ist, dass es mit der Einheit nicht weit her ist, ist das nicht das Hauptproblem. Das ist, dass ein Kriegsfähiges Militär neben dem Willen Macht zu projezieren auch die Fähigkeit braucht um glaubwürdig zu sein. Dazu bräuchte man eine völlige Neuorientierung vor allem in Deutschland mit seiner Parlamentsarmee. Aber vor allen Dingen braucht es Ausrüstung, Soldaten und Logistik. Das ist teuer und würde zumindestens eine Verdopplung der Ausgaben für Militär benötigen aber eher mehr, wovon der Großteil von den reichen Ländern wie Holland, Österreich, Luxembourg und Drutschland zu tragen wären.
....wer ist der 'Feind' der andauernd DE und der EU
mit Angriffen droht?

Tusk hat Recht mit seinem diplomatischen und trotzdem sehr klaren, realistischen Hinweis!

#71 - 17.05.2018, 12:19 von tempus fugit

???

Zitat von t.malinowski
"Ich will, dass die EU-Kommission grünes Licht bekommt, damit sie handeln kann, wenn europäische Interessen gefährdet sind", sagte Tusk. Noch mehr Macht an die undemokratische Kommission abgeben ist also das Ziel? Lang Lebe Polen und Ungarn, die ihre souveränen Rechte nicht einfach wegwerfen wollen. Und zum 100sten mal, der Iran-deal war für die USA NIE bindend. Obama hat den Deal nicht dem US-Parlament vorgelegt. Nur das Parlament darf in den USA solche Verträge mit anderen Staaten eingehen. Die Parlamentsführung hat 2015 dem Iran sogar einen offiziellen Brief geschickt in dem sie angeben das der nächste Präsident den Deal ohne weiteres wieder kündigen kann. Hat der Iran den Deal eigentlich unterschrieben? Und was die europäischen Interessen von Tusk angeht, ich sehe kein größeres Interesse als Europa vor der Gefahr des Islamismus* zu schützen. Er scheint die Kassen der Konzerne wichtiger zu finden. *Islamismus ist nicht gleich Islam, das eine ist eine fundamentalistische, theokratische politische Bewegung, das andere eine Religion. Ich habe nichts gegen die Religion und ihre Anhänger.
"*Islamismus ist nicht gleich Islam, das eine ist eine fundamentalistische, theokratische politische Bewegung, das andere eine Religion. Ich habe nichts gegen die Religion und ihre Anhänger."

Und Evangelismus ist nicht gleich Christentum...

Passt doch? Sogar in Bayern...

Ok geht auch nicht durch, aber immerhin ist es eine
hinterdachte Meinung! Meine ich!

#72 - 17.05.2018, 12:21 von tempus fugit

Auch hier:...

Zitat von heinz.murken
muss sich u.a. selbst und im Zweifel allein verteidigen können. Wenn die friedensbewegten Deutschen das verinnerlichen als Voraussetzung für eine europäische Emanzipation, erst dann können wir ernsthaft über diese Loslösung von den USA diskutieren
...WO sehen Sie einen militärischen Feind?

Der wirtschaftliche ist ja schon voll im Geschäfts-
porzellanladen, und der steht nicht in RUS noch in
Asien...

#73 - 17.05.2018, 13:20 von barzussek

Man hört es wohl allein mir fehlt der Glaube

so oder ähnlich stellt sich die Sache dar. Europa und Deutschland haben sich schon viel zu lange und zu stark in die Abhängigkeit der USA hineinziehen lassen Ein Europa mit rund 800 Millionen Menschen und einer guten Wirtschaft einen Nachbarn Russland mit fast unendlichen Rohstoffen hat es nicht nötig zum Vasallen zu werden vor irrlichternden Macht besessenen Politikern zu kuschen

#74 - 17.05.2018, 14:31 von Peter Bernhard

Aja-gorie der Class-Aporie - hier kann ich einiges durcheinander-derwishen: interessant, dass aus einer Über-den-Wolken-Sicht die Streikbeteiligung sowohl der USA als auch der weiteren Beteiligten der einen Seite als Reihe von "notwendigen Bedingungen" auffassbar erscheint: Nicht-Boykott jeweils durch USA (welche nur ordinal-"sellig" "first" sind), Europa, Russland, China ganz "natürlich" alles notwendige Bedingungen für die Pflicht des Iran zur Gegenleistung. Fällt also "USA first" aus, gilt das Ganze selbstverständlich nicht mehr und Ajatollah sagt: "höchstens 'bei' meinem Nachfolger... mit mir nicht". Aber, aber -- und das ist leider mystisch mir: kann ich nicht die Beteiligung der Nicht-USA-Staaten zwar als "erforderlich" auffassen, jedoch der "USA, USA" unterordnen, insofern - aus deren Sicht - der: Boykott nur dann strikekräftig werde, wenn die übrigen Länder ebenso snaktionieren? Da habe ich meinen Quatsch... es geht um die Umkehrung: ein Verzicht auf Sanktionen ist Inhalt der Vereinbarung - -- komme ich der Sache näher? Mir scheint, der "Boykott" stelle auf Seite des USA das Problem: Amerika allein macht Sinn? - und der "Nichtboykotte" als nämlich Pflicht zum Nichtbau stelle auf Seite des Iran das Problem, ob die Beteiligung weitere Länder eine - und nun doch mal gesagt: bloßes "Nichtentgegenstehen" darstellt, eine Nichthinderung oder aber eine eigenständige hinreichende Bedingung darstellt. Vom "bad" deal ins Badengehen kommen: verkorkst scheint mir, aus Sicht ds Iran, die Beteiligung weiterer Nicht-USA-Länder und zwar nicht am Boykott, sondern am Nichtboykott zu einer der Fürsten-USA internen, vasallenhaften untergeordneten inneren Notwendigkeit zu machen - das ist eben Quatsch. Und spricht so für "inneren Druck" im Iran: weltlich schlüssig scheint nur die Annahme, man habe sich anderen Ländern eigenständig verpflichet. Das wäre by no means non-outrageous. Ich komm aus dem Staunen nicht raus. Propan-unprofan - wie ich nur "glauben" kann, hoffen... Danke. Hier kam also mich verblüffend heraus, "bad deal" sei das, was im Iran gemeint werde. Nicht behandelt entgegen Verkündung oben: Class Aporie: Verträge fingierten ein Elemente - Menge als einzig möglichen Austausch - erforderliche Faktoren (etwa Reihe von Länder) bildeten eine Hinreichendheit sowie sie sich untereinander als Menge-Ursache organisiert hätten, die sich zur Menge-Ziel "wandelt", die keine weiteren hinreichenden Ursachen kenne, da dies der Abmachung nicht entspreche. Da bleibt nur "Innovatio" - die Alte (Abmachung) kann's nicht sein, hielte der Iran fest.

#75 - 17.05.2018, 14:41 von mostly_harmless

Zitat von tempus fugit
....wer ist der 'Feind' der andauernd DE und der EU mit Angriffen droht? Tusk hat Recht mit seinem diplomatischen und trotzdem sehr klaren, realistischen Hinweis!
Wer die Stationierung von rund 20.000 Kampfpanzern an der Ostgrenze der NATO nicht als Bedrohung sieht ist IMHO entweder blind, oder bekommt Geld dafür

#76 - 17.05.2018, 17:44 von tempus fugit

Um sich in die Lage des Gegenübers....

Zitat von mostly_harmless
Wer die Stationierung von rund 20.000 Kampfpanzern an der Ostgrenze der NATO nicht als Bedrohung sieht ist IMHO entweder blind, oder bekommt Geld dafür
... zu versetzen, braucht sich niemand zu verkaufen,
Vernunft und Denkfähigkeit sind nicht käuflich, das
stimmt:

Wer ist denn wem nach 1991 - Verfall der UdSSR -
wem auf die Pelle - sprich Vorgarten und Versuch
bis an die haustür (Ukraine) - gerückt?
Entgegen Absprachen?

Und wieviel Militär steht denn vor Russlands Westgrenze?
Und Südgrenze?
Wo ja ein ganz toller, sauberer Sultansdemokrat wütet?

Z.B. mit sowas:

"Wenn ihr euch weiterhin so verhaltet, wird morgen kein einziger Europäer, kein einziger Westler auch nur irgendwo auf der Welt sicher und beruhigt auch nur einen Schritt auf die Straße machen können!“

Tolle Verbündete - und hat es ja auch dann noch
mehrfach bestätigt, z.B. gegenüber den in der TR stationierten BW-Einheiten...

Ein bisschen Gedächtnis gehört übrigens auch zur Kommunikation!

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