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SPON-Umfrage: Mehrheit lehnt Schulz-Kandidatur für Europawahl ab

REUTERS In der SPD werden Stimmen laut, die Martin Schulz als Spitzenkandidat für die Europawahl fordern. Bei Anhängern der Sozialdemokraten und der Grünen ist die Idee populär. Aber auch nur dort.
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#10 - 16.05.2018, 17:35 von Raphael II

Hervorragend?

Zitat von Liton
Schulz ist und bleibt ein hervorragender Politiker. Die Wahlschlappe hat nicht Schulz sondern die SPD verdient.
Es sind Herr Juncker und auch Herr Schulz, die die EU in den letzten Jahren zu dem gemacht haben, der er ist: ein handlungsunfähiger Koloss, der kein einziges Problem gelöst bekommt. Sie haben durch ihre Politik den Austritt der Briten mit zu verantworten.

Und das soll hervorragend sein?!?

Die EU, wenn sie denn überleben will, braucht jetzt Lösungen für die drängensten Probleme. Keine weiteren Phrasen, keine weiteren "Reformen". Dafür aber steht Herr Schulz gerade nicht.

#11 - 16.05.2018, 17:37 von Ezechiel

Heute in Phoenix.

Ich habe heute die Haushaltsdebatte im TV gesehen. Als die AfD und die FDP sich zu Europa geäußert haben, war Schulz mehrfach im Bild und hat sich aufgeregt. Als Frau Döring-Eckhardt von den Grünen Finanzminister Scholz vorwarf, die Koalitionsvertrag vereinbarten Mehrzahlungen für die EU zu boykottieren, ist Schulz ruhig geblieben. Frau D.-E. hat mit ihrem Vorwurf aber recht. Wenn Schulz jetzt "ein Kerl" wäre, würde er seinen Genossen diesbezüglich ordentlich Dampf machen. Aber mit der Aussicht auf ein weiteres Pöstchen in Brüssel, lässt er sich wohl ruhig stellen.

#12 - 16.05.2018, 17:38 von pric

Seltsam

Ich kann mich nur über die geradezu fanatische Ablehnung gegenüber Martin Schulz wundern. Das ist ein sympathischer, auch authentischer Mensch, der sich nicht viel zu schulden hat kommen lassen. Woher stammt diese krasse Ablehnung, auch von Seiten des Spiegels?

#13 - 16.05.2018, 17:49 von abudhabicfo

Postengeschachere geht weiter

Postengeschachere gibt es in jeder Partei. Dass Schulz in der Privatwirtschaft unterkommen könnte wie sein Busenfreund Gabriel ist unwahrscheinlich. Aber man sollte momentan Gras über die Sache wachsen lassen. Als ehemaliger Buchhändler könnte er doch ins Komitee für den Nobelpreis für Literatur berufen werden.

#14 - 16.05.2018, 17:54 von StefanKomarek

Welche Alternativen?

Die Zustimmung für Martin Schulz ist deutlich höher als für die SPD selbst. Diese liegt aktuell - nach Civey - bei 17,7%. Was Wähler anderer Parteien von Schulz halten, kann doch egal sein. Wenn es ihm gelingt, die SPD wieder über die 20%, so in etwa auf Bundestagswahl-Niveau zu führen, wäre das schon mal eine Trendwende, gemessen am aktuellen Stand. Vor allem, wenn nicht Schulz, wer dann? Wer wäre denn sonst noch als Kandidat geeignet und willig? Andere Namen? Wurden bisher noch nicht genannt!

#15 - 16.05.2018, 17:58 von fthoe

Will man den Eindruck verstärken, dass das EU-Parlament ein guter Platz für gescheiterte/abgehalfterte Politiker ist, die man finanziell versorgen muß? Oder will man nochmals nachtretengegen Herrn Schulz und ihn wieder scheitern lassen? Oder will man verhinder, dass Herr Schulz vielleicht in die Kommission berufen wird? Sinn würde es machen, wenn Herr Schulz zunächst mal als "EU-Experte" der SPD wieder politisches Profil gewinnen würde.

#16 - 16.05.2018, 18:19 von Neandiausdemtal

Einen besseren gibt es nicht

Einen besseren Europapolitiker als Schulz gibt es in Deutschland nicht.
Darüberhinaus ist es völlig gleichgültig ob die Anhänger anderer Parteien seine Kandidatur befürworten oder nicht. Das ist einzig und allein Sache der SPD.

#17 - 16.05.2018, 18:20 von qoderrat

Zitat von curdim-1
Muss nicht auch ein guter Politiker mal auf die Optikund Eleganz achten mit der er die Bühne betritt?Schulz sieht meines Erachtens mehr als bedrohlich aus.Es fällt ihm doch kein Stein aus der Krone , kein Lid aus dem Sack und keine Stoppel aus dem Bart,wenn er sich mal von einem Visagisten beraten liesse.Jetzt ernst:"...oder ist der bewußt schon so geschulzt.......?Ok!Dann hab ich mich aber blamiert
Und wenn er das machen würde wird ihm sofort Eitelkeit vorgeworfen werden. Ehrlich gesagt, wer seinen Kandidaten nach der Optik und nicht dessen Aussagen und bisheriges Handeln als Kriterium nutzt, der hat sowieso nicht verstanden wie eine Wahl funktioniert. Wenn das Aussehen das Kriterium bei der Wahl wird, haben wir bald lauter Models aber keine Inhalte mehr. Manche Beiträge können einen ja zum Verzweifeln bringen.

#18 - 16.05.2018, 18:23 von qoderrat

Zitat von pric
Ich kann mich nur über die geradezu fanatische Ablehnung gegenüber Martin Schulz wundern. Das ist ein sympathischer, auch authentischer Mensch, der sich nicht viel zu schulden hat kommen lassen. Woher stammt diese krasse Ablehnung, auch von Seiten des Spiegels?
Eine interessante Fragestellung, vor allem da Schulz ja nun wirklich für die EU brennt und diese Aufgabe daher geradezu auf ihn zugeschnitten ist.

Sind in den anderen Parteien die EU-Kritiker schon so in der Überzahl, dass ein Politiker mit Pro-EU Einstellung gleich zum Teufel persönlich wird?

#19 - 16.05.2018, 18:41 von yvowald@freenet.de

Schulz hätte klare Positionen vertreten müssen

Zitat von Liton
und bleibt ein hervorragender Politiker. Die Wahlschlappe hat nicht Schulz sondern die SPD verdient.
Natürlich ist der tiefe Fall des Martin Schulz in Teilen auch der SPD anzulasten.
Allerdings: Schulz trat immer als Triumphator auf, anstatt seine Partei mitzunehmen. Und diese besteht noch immer aus "einfachen Menschen", die darauf vertraut haben, daß die SPD ein Mehr an sozialer Gerechtigkeit verwirklicht, anstatt sich dem Kapitalismus bedingungslos zu unterwerfen.
Schulz hätte beispielsweise aufräumen müssen mit den Hartz IV-Gesetzen und der Agenda 2010.
Warum forderte er nicht den Parteiauschluß von Gerhard Schröder, Wolfgang Clement und Franz Müntefering?
Dann hätte er Sympathien ernten können. Aber so gab er den SPD-Funktionär, mehr nicht.
Und das war einfach zu wenig.....

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