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Ekelmuseum in Malmö: Gammelhai oder Madenkäse gefällig?

AFP Im schwedischen Malmö können Besucher derzeit ihre persönliche Ekelgrenze austesten: Im "Disgusting Food Museum" sind ungewöhnliche Speisen aus aller Welt ausgestellt - die Macher haben eine tiefere Botschaft.
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#1 - 07.11.2018, 17:44 von Georg_Alexander

Interessanter Marketing-Trick?

Wenn man all diese exotischen Gerichte gesehen, gerochen und womöglich geschmeckt hat, dann wird der Surströmming ja zu einer wahren Delikatesse...

#2 - 07.11.2018, 17:51 von fletcherfahrer

"Watt de Buer nich kennt,

dat freet he nicht." Es ist eine kulturelle Sache. Wir an der Küste essen gern Nordseegarnelen (Granat, "Krabben"). Die Verwandschaft aus Hessen hat sich da nicht rangetraut, für die waren das "Ackerwürmer".
In den frühen 50er Jahren ging das Gerücht um, dass 7-Tage-Eier (eine Woche angebrütet, dann unterm Hühnerhintern weggezogen) jung und schön machen würden. Die älteren Damen haben die weggehauen wie nichts!

#3 - 07.11.2018, 18:49 von josef2018

Als

ich 1966 mit meinen Eltern auf Sardinien im Urlaub war, wurde ich von Einheimischen eingeladen das WM Spiel Deutschland-England im TV anzusehen. Da wurde dann auch Essen aufgefahren und darunter der Casu Marzu, der Madenkäse. Ich muss sagen, er hat wunderbar geschmeckt, ein ganz tolles Aroma hatte der.
Und man muss ja die Maden nicht mit essen. Allerdings ist der Casu Marzu offiziell in Italien verboten, aber es gibt ihn immer noch, oft unter der Ladentheke.

#4 - 07.11.2018, 19:02 von Newspeak

...

Insekten als Proteinquelle sind sicher kein Problem, wenn man sie in dieselbe Form bringt, wie Chicken Nuggets etc. Diese Art von "Fleisch" wird ja auch bedenkenlos gegessen. Man muss sie eben entsprechend verarbeiten. Wenn einen die Kuh am Mittagstisch noch anschauen wuerde, wuerde den Meisten das Schnitzel auch nicht mehr schmecken.

#5 - 07.11.2018, 21:59 von anna cotty

Schweinehirn?

Das hoert sich fuer mich eher lecker an, aber ich mag nicht nur Kalbshirn, sondern hatte als Kind oft einen Kaninchenkopf in meiner Suppe gegessen. Dabei habe ich sorgfaeltig das Fleisch abgegessen : Backen und Zung und anschliessend das Hirn als besonderer Leckerbissen.
Den Gammelhai habe ich in Island auch gegessen . Nein, der schmeckte wie er roch: sehr stark nach Ammoniak. Ein kleiner Happen davon reichte mir.
Aber im Grunde genommen sind Austern ekliger: sie sind nicht nur sehr schluepfrig sondern auch noch lebendig, wenn man sie isst.
Es ist eben alles Gewohnheitssache.

#6 - 08.11.2018, 04:36 von Bernd R.

Balut

Balut kommt ursprünglich von den Philippinen. In den anderen Ländern heißt es auch anders.

#7 - 08.11.2018, 06:15 von dasfred

Ich mag mein Frühstücksei nicht

Kind, du ißt, was auf den Tisch kommt. Auch die Beine? So ging ein Witz aus meiner Jugend. Natürlich gibt es eine enorme Bandbreite an Pflanzen und Tieren, mit denen der Mensch sich ernähren kann. Wir haben uns nur je nach Region auf unterschiedliche Speisen festgelegt und reagieren entsprechend, wenn uns Gerüche an Fäulnis erinnern. Auch bei uns lösen manche Standardprodukte bei einigen Menschen Ekel aus. Der Geruch manchen Käses, Kohl oder sogar Honig können einige nicht ertragen.

#8 - 08.11.2018, 09:30 von Oberleerer

Fehlt noch Kiviak in der Aufzählung.

Ebenfalls im eisigen Norden werden Papageienvögel mit Fett in ein Robbenfell gestopft und über Monate vergoren. Dann kann man den Vögeln den Kopfabbeißen und den Inhalt auzutzeln.

Mir scheint es, daß in Asien eher mythische Hoffnungen verspeist werden, daß man sich die Kraft und Potenz der verspeisten Tiger-Hoden zu eigen machen will.

In der Arktis geht es einfach nur darum jede Nahrung nutzbar zu machen und Vorräte anzulegen. Ebenso die Konservierung mit extrem scharfen Gewürzen oder mehrjähriges Trocknen von Schinken (Parmaschinken oder Ibericoschinken). Surströmming ist eigentlich ähnlich wie saurer Hering, nur daß der Fisch ganz weich ist, wie zerkocht und man beim Abspülen aufpassen muß, daß der nicht zerfällt und weggespült wird.

Mitunter entwickeln sich dann offenbar aber auch Aromen, die wie Drogen wirken. Man will das dann immer wieder haben und die Speise wird zur Delikatesse.

#9 - 08.11.2018, 09:51 von dont_think

mindestens ein Drittel der Angler hat beim Rudelangeln (Trinksport!) schon einmal eine der leckeren Schmeißfliegenmaden probiert ... und Gammelhai und Surstrømming sind auch nur ein Vorwand um Schnaps zu trinken.

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