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Neuer Highspeed-Zug in Saudi-Arabien: Von Mekka nach Medina in zwei Stunden

REUTERS Für Millionen Pilger verkürzt sich die Reisezeit: Der neue "Al Haramain"-Hochgeschwindigkeitszug pendelt jetzt regelmäßig zwischen Mekka und Medina. Für die Strecke durch die Wüste braucht er nur zwei Stunden.
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#20 - 13.10.2018, 19:14 von Ontologix II

Die Kür mag ja gut sein ...

Zitat von Hamberliner
Richtig. Hinzu kommt / kam eine Vorrichtung, um an der Grenze bei Port Bou die Spurweite zu verstellen. Was mich am meisten fasziniert hat ist, wie frühzeitig die Spanier so etwas futuristisches hervorgebracht haben.
... aber in der Pflicht haben spanische Züge Nachholbedarf. Ich blieb in Spanien schon drei Mal auf freier Strecke stehengeblieben. Zuletzt mit dem S-Bahn-Zug zum Flughafen Barcelona. Nach einer Dreiviertelstunde kam ein Ersatzbus. Der Fahrer kassierte 5 Euro.

#21 - 16.10.2018, 21:05 von larsmach

Es ist lustig, was Menschen alles tun, um Religion auszuleben

Hochgeschwindigkeitszüge bei Wüstentemperaturen und Sanddünung... Unterhaltungselektronik... um eine Zeit zu preisen, in der das alles nicht existiert hat und unmöglich war.

#22 - 16.10.2018, 21:26 von kaiservondeutschland

Bisher kannte ich das als saudischen AVE

Bisher kannte ich den Zug als AVE (Alta Velocidad Española), also als spanische Exportleistung.
Der Zug sieht dem in Spanien fahrenden AVE auch zum Verwechseln ähnlich.
Nach meinen bisherigen Kenntnissen wurde der Deal von dem spanischen König eingefädelt.
Laut Internetseite des spanischen Fernsehens RTVE bestand das Konsortium aus 12 spanischen Firmen und zwei saudischen:
"El consorcio Al Shoula está formado por las empresas ADIF, Cobra, Consultrans, Copasa, Dimetronic, Imathia, Inabensa, Ineco, Indra, OHL, Renfe y Talgo- y las saudíes Al Shoula y Al Rosan."

Schön, dass die Deutsche Bahn jetzt auch versucht, ihre nachrangige Beteiligung in die Medien zu bringen.
In Deutschland fahre ich auch mit der Deutschen Bahn. Hierzlande sind sie für mich die klare Nr. 1, auch wenn ich mich schon wieder auf meine nächste AVE-Fahrt in Spanien freue.

#23 - 16.10.2018, 21:33 von markus_wienken

Zitat von golgor
Von Augsburg zum Terminal 1, braucht die Bahn 2 Stunden. Da wird Bayern so hochgelobt... wie modern es doch ist. Also da kann man nur schmunzeln. Die Bahn ist überteuert. Sie gehört endlich privatisiert und modernisiert. Andere Länder lachen uns aus.
Die Bahn privatisieren?
Etwa so wie in UK?
Dagegen sind die Zustände der Bahn hier in Deutschland geradezu paradiesisch.

#24 - 16.10.2018, 21:55 von hans_sebbo

3. Jahrtausend

Merkwürdig: Die Transportmittel sind wohl im dritten Jahrtausend angekommen, aber leider bewegt sich diese Religion auf vormittelalterlichem Niveau ...

#25 - 17.10.2018, 23:18 von heineken1

Zitat von murrle01
würde nicht schaden: Wer so "verächtlich" von der spanischen Technik spricht, liegt ziemlich daneben. Ich habe schon vor vielen Jahren persönlich miterleben können, das die spanischen TALGO Züge wegen ihrer Einzelradlaufwerke im Gegensatz zu den normalen Achsen eine wesentlich bessere Laufruhe hatten, da kaum ein Sinuslauf stattfinden kann. Nicht umsonst hat die DB davon einige Nightline Schlafwagenzüge eingesetzt. Und die passive, naturelle Neigungstechnik ohne Störungen funktionierte, im Gegensatz zu unserer aktiven Neigetechnik aus Italien, die kaum einmal längere Zeit ohne Störungen blieb. Also bitte nicht so abwertend urteilen.
Aus Fahrgastsicht ist ein Talgo-Gliederzug eine tolle Sache.
Aus Sicht des Betreibers nicht mehr: Daß was Sie so toll finden - der fehlende Sinuslauf - führt zu erheblich höheren Instandhaltungskosten, weil die Räder schneller abnutzen. Das geht über die Jahre richtig ins Geld.
Und nicht ohne Grund verkauft Ihnen Patentes Talgo auch nicht nur einen Zug, sondern einen Zug mit teurem Wartungspaket.
(Okay, bei der Qualität der Wartung bei DB Fernverkehr nicht per se die schlechteste Idee ;-)
Der Einsatz der Talgo-Garnituren in Deutschland als InterCityNight (ICN) lief erstens gerade einmal 15 Jahre (und damit höchstens während der halben Lebenszeit eines Schienenfahrzeugs) und war zweitens die Folge eines Kompensationsgeschäftes zwischen Spanien, Deutschland, der RENFE (spanische Staatsbahn), Siemens und der DB AG: Siemens verkaufte fleißig Lokomotiven auf die iberische Halbinsel. Und Spanien mußte die nun einerseits bezahlen und andererseits den Plunder ihrer Industrie auch mal loswerden.
Also fuhren hier dann auf einmal Talgos als Nachtzüge.

Ich bleibe dabei: So faszinierend das Grundkonzept des Talgo-Gliederzugs auch ist - Exportmeister werden Sie damit nicht.
Fragen Sie mal in Bosnien-Herzegowina nach, wie glücklich die dort mit ihrem vergifteten Talgo-Deal sind.

#26 - 17.10.2018, 03:37 von Wolfer

Wer hat die Zuege denn gebaut?

Die DB hat also bei diesem Project die Planung und Bauleitung uebernommen. Nun sag doch mal einer, wer denn die Zuege gebaut hat und somit wohl den groessten Happen bekommen hat? Siemens nehme ich an, weil der Herr Kaeser doch solche guten Kontakte zum saudischen Koenigshaus hat.

#27 - 17.10.2018, 11:38 von heineken1

Zitat von Wolfer
Die DB hat also bei diesem Project die Planung und Bauleitung uebernommen. Nun sag doch mal einer, wer denn die Zuege gebaut hat und somit wohl den ...t.
Wenn Sie die Kommentare hier gelesen hätte, wüssten Sie bereits, daß die Züge von Patentes Talgo stammen.
Züge sollen der größte Happen sein? Ich glaube, Sie unterschätzen kolossal den (Kosten)aufwand für Infrastruktur.

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