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Rauswurf von Steffi Jones: Zu großer Druck

DPA Der DFB trennt sich von Steffi Jones. Denn die Bundestrainerin hat die Erfolge von Vorgängerin Silvia Neid nicht fortsetzen können. Die Ursachen für den Niedergang aber liegen tiefer.
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#1 - 13.03.2018, 14:57 von frankenbaer

Einwechslung in der 90. Minute!

Es ist völlig unerheblich, was im Vorfeld geschehen ist, was bisher vorgefallen ist, welche Querelen bestanden und was sonst noch, SO geht man nicht mit einer verdienten Nationalspielerin zu ihrem Jubiläum um. Ein Armutszeugnis und ein Zeichen von Führungsschwäche.

#2 - 13.03.2018, 15:02 von radbodserbe

In dem Job konnte man wohl nur verlieren

Das es ein gewaltiges Erbe werden würde, Nachfolger_in von Silvia Neid zu werden, war wohl den meisten klar.
Deshalb war wohl auch die Bereitschaft von renommierten Trainer_innen relativ gering, diese Position zu übernehmen.
Schon vor 2016 bahnte sich an, das die besondere Position der deutschen Frauennationalmannschaft trotz immer noch errungener Titel nicht ewig halten würde.
Die Gründe dafür und das Scheitern von Frau Jones sind im Kommentar gut beschrieben.
Wahrscheinlich war sie nur so "lange" im Amt, weil sich beim DFB keiner die Blöße geben wollte, für ihre damals schon umstritten Einstellung verantwortlich gewesen zu sein.
Frau Jones wird dieses Ende jetzt wohl nicht völlig aus der Bahn werfen, dafür ist sie schon zu lange im Fußballgeschäft dabei, wenn auch nicht als Trainerin.
Dem "Kopfballungeheuer" traue ich auch dieses Amt zu und wünsche ihm und dem gesamten Team alles Gute für die Zukunft.

#3 - 13.03.2018, 15:39 von BettyB.

Wirklich schwer zu verstehen

Da machte der Verband wahrlich unerklärter Weise eine verdiente Spielerin ohne Trainererfahrung zur Trainerin und jetzt einen erfahrenen Trainer vorübergehend zu ihrem Nachfolger. Während man die erste Erscheinung als Nichtsportjournalistin kaum verstehen konnte, geht es dem Sportjournalisten mit der zweiten so. Irgendwie irre, oder etwa nicht?

#4 - 13.03.2018, 15:44 von helmut.alt

Warum sollten beim Frauenfussball

andere Regeln gelten als beim Männerfussball? Erfolglose Trainer müssen eben gehen.

#5 - 13.03.2018, 15:59 von hansa54

Verantwortlich

sind die Personen, welche Jones zur Nationaltrainer gemacht/berufen haben! Das war alles abzusehen und wurde von fast jedem vorhergesagt! Man sollte durchaus auch mal die Rolle unseres O. Bierhoff benennen! Nicht nur jetzt beim Rauswurf jetzt, auch damals bei der Ernennung trägt/trug er Verantwortung! Warum wird dies nicht erwähnt? Warum wohl?

#6 - 13.03.2018, 16:15 von willige

Bei den Aufstellungen habe ich mich doch oft schon gewundert. Sie hat einige der Besten , ich will nur Kemme und Meier erwähnen. Und solche Leute verlieren dann auch das Selbstvertrauen, wenn sie nicht berücksichtigt werden. Bei den zuletzt eingesetzten Formationen lief nichts zusammen. Hat mich sehr an den HSV und Wolfsburg erinnert.
Schade für Steffi, war mir sympathisch.

#7 - 13.03.2018, 16:25 von acitapple

Zitat von hansa54
sind die Personen, welche Jones zur Nationaltrainer gemacht/berufen haben! Das war alles abzusehen und wurde von fast jedem vorhergesagt! Man sollte durchaus auch mal die Rolle unseres O. Bierhoff benennen! Nicht nur jetzt beim Rauswurf jetzt, auch damals bei der Ernennung trägt/trug er Verantwortung! Warum wird dies nicht erwähnt? Warum wohl?
Ich vermute es war wohl der damaligen, "bunten" Euphorie geschuldet. Ich frage mich daher in wie weit sie das tatsächlich selbst gewollt hat. Oder hat man sie eher dorthin gedrängt um zu zeigen, dass auch eine Frau wie sie Bundestrainerin werden kann, obwohl die Qualifikation nicht stimmt ? Ab einem gewissen Punkt sind diese Schönfärbereien nämlich unwichtig und es geht darum, was am Ende dabei rauskommt.

#8 - 13.03.2018, 16:40 von whatmeworry

Kein Mitleid mit der entlassenen Trainerin

Der DFB hatte einst Franz Beckenbauer zum "Teamchef" gemacht und war mit dem als Trainer unerfahrenen und nicht-lizensierten Star maximal erfolgreich. Das gleiche Muster, das den eigenen DFB-Qualitätsanforderungen für aller Ligen Hohn spricht, ging bei Steffie Jones nun nicht auf. Peinlich wird das dem DFB nicht sein, das wäre ja etwas ganz Neues. Aber jetzt setzt er Frau Jones raus. Die richtige Entscheidung, auch wenn sie viel zu spät kommt. Mitleid mit der entlassenen Trainerin? Nicht wirklich, sie hat an die Qualitäten geglaubt, die man ihr angedichtet hat, und entsprechend abgehoben agiert.

#9 - 13.03.2018, 16:44 von wallaceby

Ihre Ausgewogenheit in Ehren...

...aber bezüglich der Qualitäten von Jeffi Jones als Nationaltrainerin ist im ersten Teil des Berichts hier schon alles gesagt worden!
Es war von Beginn ihrer Amtszeit an ersichtlich, daß sie diese Mannschaft mit einer völlig verkorksten Spieltaktik auf die gegnerischen Teams eingestellt hat. Das war im Vergleich zum Fußball unter Neid einfach eine komplett andere Nummer. Deswegen gilt der Versuch einer Ausrede hierzu, daß das Personal schließlich in der Zwischenzeit auch schlechter wurde, überhaupt einfach nicht!
Es war bisher immer eine Kommen und Gehen von neuen und abtretenden Spielerinnen in der Nationalmannschaft. Und der deutsche Frauenfußball ist qualitativ mit Sicherheit nicht schlechter als noch vor vor vier Jahren. Aber was daraus im Nationalteam jetzt gemacht wurde unter Jones, ist schon extrem bescheiden! Jones hat einen sichtlich unstrukturierten, wirren Fußball spielen lassen, dem eindeutig anzumerken war, daß schlichtweg kein System oder und Spielidee zu erkennen war. Wann hat es das schonmal gegeben...?!
Es kann mir niemand sagen, daß diese Mannschaft ohne eine Behringer und Mittag plötzlich schlechter sein soll! Diese Spielerinnen waren aufgrund von Verletzungen oft nicht mit dabei, und es hat trotzdem immer noch für eine um Welten bessere Spielweise gereicht, als unter Jones! Die neuen Talente müssen eben besser integriert werden und zusammen mit den arrivierten Spielerinnen eine bessere Stimmung schaffen!
Nie war ein Trainer(innen)-Rauswurf gerechtfertigter als hier! Bravo DFB, daß ihr die Kurve doch noch gekriegt habt, da ihre Entlassung schon nach der EM absolut zwingend gewesen wäre! Aber man ist eben human beim DFB und wollte ihr noch eine Chance geben. Und die hat sie eben jetzt endgültig vermasselt!

Das Fazit unter der Amtszeit der Bundestrainerin Jeffi Jones: Verlorene zwei Jahre!

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