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Größter deutscher Fischproduzent: "Deutsche See" wechselt Besitzer

DPA 1939 gegründet, nach dem Krieg wiederaufgebaut: Deutsche See ist heute der größte Fischhändler in Deutschland. Nach Krankheit eines Eigentümers steht das Unternehmen vor dem Verkauf ins Ausland.
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#1 - 13.02.2018, 18:48 von Planquadrat

Der

Ausverkauf Deutschlands geht immer weiter. Es wird die Zeit kommen, da werden unsere Nachkommen fragen wie es eigentlich so weit kommen konnte, dass Deutschland in der Bedeutungslosigkeit verschwand.

#2 - 13.02.2018, 19:15 von harry_buttle

Ich habe "Deutsche See" für ein Marketingprodukt gehalten als ich den Begriff vor Jahren irgendwo aufschnappte. Jetzt erfahre ich, es ist ein Traditionsunternehmen, ein deutsches.
Schade eigentlich, wenn sich niemand im Inland findet diese Firma zu kaufen.

Na gut, Niederländer sind als zweite Wahl OK, die können wenigstens Matjes.
Besser jedenfalls, als würde eine Sushi-Händler zum Zuge kommen ;o)

#3 - 13.02.2018, 19:17 von niska

Zitat von Planquadrat
Ausverkauf Deutschlands geht immer weiter. Es wird die Zeit kommen, da werden unsere Nachkommen fragen wie es eigentlich so weit kommen konnte, dass Deutschland in der Bedeutungslosigkeit verschwand.
Für mich hört sich das gar nicht so schlimm an. Ein niederländisch-deutsches Fischereiunternehmen, eigenständige Marke, Struktur wird weitestgehend erhalten. Wenigstens kein chinesischer oder indischer Mischkonzern, der nur ausbeinen will.
Auch im Sinne des europäischen Gedankens verantwortlich gehandelt.
Es wird den Besitzern sicher nicht leicht gefallen sein.

#4 - 13.02.2018, 19:33 von niska

Zitat von harry_buttle
Ich habe "Deutsche See" für ein Marketingprodukt gehalten als ich den Begriff vor Jahren irgendwo aufschnappte. Jetzt erfahre ich, es ist ein Traditionsunternehmen, ein deutsches. Schade eigentlich, wenn sich niemand im Inland findet diese Firma zu kaufen. Na gut, Niederländer sind als zweite Wahl OK, die können wenigstens Matjes. Besser jedenfalls, als würde eine Sushi-Händler zum Zuge kommen ;o)
Wenn die Niederländer die Struktur ändern würden wären sie schlecht beraten. Das Unternehmen ist gut strukturiert und bringt selbst den deutschen Bergvölkern variantenreich lecker Seefisch, der noch vor 24 - 48 Stunden geschwommen ist.

#5 - 13.02.2018, 20:11 von quark2@mailinator.com

Vielleicht gibt es ja dann ENDLICH mal wieder mehr Makrelen und nicht nur den ... Hering. Das ist eine dieser Nahrungsumstellungen nach der Wende mit denen ich mich schwer abfinde. Tut mir leid für Herrn Miebach und seine Familie.

#6 - 13.02.2018, 20:31 von harry_buttle

Zitat von niska
Für mich hört sich das gar nicht so schlimm an. Ein niederländisch-deutsches Fischereiunternehmen, eigenständige Marke, Struktur wird weitestgehend erhalten.
Es bleibt abzuwarten was daraus wird. Erstmal Kartellamt.
Ob die Niederländer als neue Eigner sich an ihre eigene Vorhersage halten?

Für die Wahrscheinlichkeit spricht: Ein gut gehendes Unternehmen braucht keine neue Struktur. Ein gesunder Verstand versteht das.

Immerhin bliebe es "in der Familie"
Soll sagen: Mir als Muschelschubser sind die Niederländer alle Mal näher als zB die Bayern ;-)

#7 - 13.02.2018, 21:04 von Flari

Zitat von quark2@mailinator.com
Vielleicht gibt es ja dann ENDLICH mal wieder mehr Makrelen und nicht nur den ... Hering. Das ist eine dieser Nahrungsumstellungen nach der Wende mit denen ich mich schwer abfinde. Tut mir leid für Herrn Miebach und seine Familie.
´Kann es sein, dass Sie da etwas gewaltig verwechseln?
"Deutsche See" beliefert fast ausnahmslos Handel und Gastronomie, Privatpersonen kommen damit kaum mal in Kontakt.
An seine Kunden liefert die Deutsche See das, was die belieferten Unternehmen bestellen.
Und diese wiederum ordern i.d.R. das, was die Kunden nachfragen.

Ich selber habe das Glück, dass ich eine der 20 deutschen Niederlassungen in der Nähe habe und für spezielle Anlässe dort einkaufen "darf".
Wenn meine Gäste nachfragen, wo ich den tollen Fisch her habe und ich ihnen die Deutsche See nenne, stelle ich oft fest, dass die das mit der Nordsee-Kette verwechseln.
Was ich von den "Nordsee-Läden" halte, schreibe ich lieber nicht.

#8 - 13.02.2018, 22:55 von niska

Zitat von Flari
´Kann es sein, dass Sie da etwas gewaltig verwechseln? "Deutsche See" beliefert fast ausnahmslos Handel und Gastronomie, Privatpersonen kommen damit kaum mal in Kontakt. An seine Kunden liefert die Deutsche See das, was die belieferten Unternehmen bestellen. Und diese wiederum ordern i.d.R. das, was die Kunden nachfragen. Ich selber habe das Glück, dass ich eine der 20 deutschen Niederlassungen in der Nähe habe und für spezielle Anlässe dort einkaufen "darf". Wenn meine Gäste nachfragen, wo ich den tollen Fisch her habe und ich ihnen die Deutsche See nenne, stelle ich oft fest, dass die das mit der Nordsee-Kette verwechseln. Was ich von den "Nordsee-Läden" halte, schreibe ich lieber nicht.
Exakt das ist es. Dass die bessere deutsche Gastronomie und der qualitätsbewusste Einzelhandel weiter auf diesem hohen Level funktionieren ist mit vom Fortbestehen der Deutschen See abhängig. Ich denke die Niederländer wissen das. Qualitäts- oder größere Strukturänderungen würden schnell ein Null- oder Negativgeschäft erzeugen.

#9 - 14.02.2018, 07:28 von fischersfritzchen

Produzent?

Ich war bisher davon ausgegangen, dass Fische noch nicht produziert werden können sondern dass sie sich selbst vermehren und dann von Menschen gefangen und getötet werden.

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