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Millionenzahlung an Trump-Anwalt: Novartis-Chefjurist tritt zurück

REUTERS Der Schweizer Pharmakonzern Novartis erhoffte sich Einblicke in Trumps Gesundheitspolitik - und zahlte dessen Anwalt Cohen dafür 1,2 Millionen Dollar. Nun hat der Konzern personelle Konsequenzen gezogen.
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#1 - 16.05.2018, 16:53 von jaybeexxx

Hut ab.

Die scheinen er ernst zu meinen mit der ethischen Neuausrichtung. Da könnten einige Autobauer was lernen....

#2 - 16.05.2018, 17:12 von stefan.martens.75

Personelle Konsequenzen? Ich lach mich schlapp

Jeder Wirtschaftsmann weiß wofür ein Konzernchefjurist hauptsächlich da ist und bezahlt wird.
Das ist eine Position dem der Sündenbock und das Unternehmensbauernopfer immanent ist.
Diesen Schritt personelle Konsequenzen zu nennen, ist ein abschreiben aus der Pressemitteilung eines Unternehmens. Mehr nicht.

#3 - 16.05.2018, 17:21 von SPONU

Und deutsche Konzerne?

ATT hat gezahlt. Korea Air hat gezahlt. Novartis hat gezahlt. Sassen nicht deutsche Industrievertreter nicht erst bei und neben Trump beim Abendmahl? Würde mich nicht überraschen wenn der ein oder andere deutsche Autobauer grosszügig war...natürlich um die neue Trump Administration besser kennenzulernen und herauszufinden wie diese zu Obamaära Umweltauflagen steht...hmm??? Kommt schon...ich rechne täglich mit einer solchen Pressemitteilung. Stormy Daniels Anwalt bzw. FBI Mueller haben noch lange nicht alle Fakten öffentlich gemacht. Das wird dramaturgisch verwertet.

#4 - 16.05.2018, 17:28 von Das Pferd

Moral hin oder her, mich verblüffen zuerst die Preise.
1 200 000 $ dafür, daß man weiß, was Trump denkt? Nach dem, was schon im Wahlkampf über seine Aufmerksamkeitsspanne und sein Wissen bekannt war? Es ist eine der wenigen positiven Aussagen über Donald Trump, daß er im Allgemeinen sagt was er denkt, und das in einer sehr einfachen Sprache.
Twitter und ein paar Zeitungen lesen reicht völlig.

#5 - 16.05.2018, 17:33 von jörg pk

Wird bei Novartis eine Zeitenwände eingeläutet...oder aber...

Auch wenn man Basel liebt, so stand auch in dieser schönen Stadt zu keiner Zeit immer alles zum Guten. So klang leider auch der Ruf von Novartis puncto Compliance eigentlich stets mehr berüchtigt als berühmt. Unter einem CEO Jimenez (ganz zu schweigen von dessen Vorgänger Vasella) hätte man wohl auch bei diesem bösen USA-Faux-Pas zunächst einmal zur alten 3L-Devise gegriffen (Leugnen, Leugnen, Leugnen). Wenn innert so kurzer Zeit der Head Legal nun aber 1. den Fehler eingestehen musste (unter Hinweis, dass er diesen mit seinem damaligen CEO Jimenez beging) und nun auch auch noch den Hut nimmt...dan lässt das doch aufhorchen. Wird hier vom neuen CEO Vasant Narasimhan gerade eine Zeitenwende eingeläutet? Oder wird hier nur "die dreckige Wäsche" des Vorgängers öffentlich gewaschen? Sollte es dem neuen Chef ernst sein, dann wird er mit Frau klinger noch manches Gefecht durchstehen müssen (und sie selber muss künftig mit den Angaben zur eigenen Person ebenfalls schon mal mehr Sorgfalt walten lassen...damit nicht plötzlich ein Dr.Titel vor Ihrem Namen steht). Wir werden sehen.

#6 - 16.05.2018, 17:36 von wolfgang_stehle

legal aber unrichtig

Novartis (und viele andere) legt grossen Wert auf legal nicht zu beanstandende Praktiken, hat jedoch keinen funktionierenden inneren moralischen Kompass. Ohne Stormy Daniels/Cohen/Mueller wäre dieser Vertrag nie zum THema geworden und Herr Ehrat im Amt... Fazit: Mehr Öffentlichkeit, mehr Transparenz!