Forum
Wirtschaft

Streiks bei Ryanair: Schluss mit dem Billig-Wahn!

SASCHA STEINBACH/EPA-EFE/REX/Shutterstock An diesem Freitag legen Ryanair-Mitarbeiter Hunderte Flüge lahm. Der Ausstand wird den Billigflieger endlich dazu zwingen, seine Beschäftigten besser zu behandeln - und vielleicht sogar den Chef von Bord zu schicken.
zum Artikel
Im mobilen Forum können sie die Beiträge nur lesen.
Um zu kommentieren, verwenden Sie bitte die Kommentarfunktion im Artikel.
    Seite 1/15   10  
#1 - 10.08.2018, 06:44 von Fräulein P.

Zwei Herzen, ach...

Auf der einen Seite verstehe ich natürlich die Anliegen der Angestellten und wünsche ihnen Erfolg.

Auf der anderen Seite habe ich als nicht wohlhabender Mensch von diesem "Billiger billiger" sehr profitiert, ich hätte mit meinen Kindern nie soviel von der Welt entdecken können, gäbe es die Billigflieger nicht.

Dann wird wohl in Zukunft die Fliegerei wieder etwas für die Besserverdienenden werden, die Zahl der Flüge wird abnehmen, was ja ökologisch gut ist. Trotzdem gibt es auch ein kleines Bedauern bei mir.

#2 - 10.08.2018, 06:46 von butzibart13

Billig bis zur Schmerzgrenze

Durchhalten, Michael O´Leary. Irgendwann kommt wie bei den Autos das selbstfliegende Flugzeug und dann kann man auf die "Taxifahrer der Lüfte, die man wie Zitronen auspressen kann" verzichten. Im Ernst, was Ryanair mit seinen Piloten macht, ist Ausbeutung der der übelsten Art. Zudem gab es oft irgendwelche Vorfälle technischer Art bei Ryanair, die diese Fluglinie nicht gut aussehen ließ. Es ist ein Rätsel, dass auch aufgrund der Ausfälle durch Streik und der sonstigen aufgetretenen Ungereimtheiten, auch evtl. angefallenen, aber nicht gezahlten Rückerstattungsansprüchen, so viele Leute noch mit dieser Fluglinie fliegen wollen. Ich hätte bei deren Bedingungen ein äußerst mulmiges Gefühl, in den Flieger einzusteigen.

#3 - 10.08.2018, 06:53 von gluonball

Ja, ja die alte Leier

Aber Menschen die nicht diese Streikmacht haben werden weiter ausgebeutet. Zweiklassengesellschaft eben.

#4 - 10.08.2018, 06:53 von berlinger22

Scheinselbstständige Piloten

Interessant ist ja das Beschäftigungsmodell: Viele Piloten bei Ryanair sind scheinselbstständig, arbeiten gegen Rechnung. Deutsche Behörden bringen jeden deutschen Kleinspediteur gnadenlos vor Gericht und lassen ihn aburteilen (und die Sozialabgaben bis zum Offenbarungseid nachbezahlen), wenn ernur eine handvoll Fahrer als Selbstständige beschäftigt – an den irischen Groß-Spediteur wagen sie sich aber nicht heran. Ich verbeiße mir weitere Kommentare.

#5 - 10.08.2018, 07:00 von frankfurtbeat

es ist ...

es ist schon der Wahnsinn wenn man für unter 100 € eine europäische Hauptstadt anfliegen kann und das auch noch gut findet. Gleichzeitig wundert man sich über zunehmende Umweltschäden oder der Fluglärm nervt ... die extreme Mobilität ist mit der Auslöser für viele Probleme des Planeten und die deutsche Industrie liefert dazu seit Jahrzehnten ihren Beitrag.

#6 - 10.08.2018, 07:01 von erzengel1987

es überrascht mich immer wieder

Wie kann man nur für so einen Betrieb überhaupt arbeiten wollen?
Ich wünsche den Menschen die auf den Job angewiesen sind dass es trotzdem mit ihrem Streik klappt und sie nicht einfach durch die nächsten dummen Menschen ersetzt werden.
Am Ende sitzen dann lauter Afrikaner oder Inder in den Maschinen und arbeiten für noch weniger Lohn.

#7 - 10.08.2018, 07:09 von echoanswer

Michael O'Leary

ist der Prototyp des Unternehmers, der auf seine Mitarbeiter pfeift. Der ganze Osten Deutschlands wird von solchen Unternehmertypen ausgebeutet und es tut niemand etwas dagegen. Ganz im Gegenteil. Die Politik findet das okay. Ist auch klar warum. Als Politiker bekommt man Geld ohne jegliche Qualifikation, ohne Leistung ohne Verantwortung, ohne Moral und das lebenslang nach 8 Jahren "Arbeits"leben. Was wird sich hier über Michael O'Leary aufgeregt? In D ist das Alltag.

#8 - 10.08.2018, 07:09 von Klekih_petra

Chapeau ..

.. vor den RYANAIR Mitarbeitern. Dieses irische Großmaul ist doch nur durch Ausbeutung und Subventionen reich geworden - ein wahrlich großer Unternehmer. Schade ist nur, dass es seine Mitarbeiter sind, die ihn in die Schranken weisen. Europäische Institutionen und Gesetze schaffen das anscheinend nicht.

#9 - 10.08.2018, 07:16 von badenerin

Billigwahn

Mal sehen, wie Sie die nächsten Streiks der Lufthansa-Piloten kommentieren, Frau Deckstein. Am Billigwahn kann der mit Sicherheit wieder kommende Streik der Großverdiener ja wohl nicht liegen. Aber Populismus ist in den Medien offensichtlich genauso angesagt wie in der Politik und keinenSchlagzeile zu billig ...

    Seite 1/15   10