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Young-Money-Blog: Kneipe, Netflix, Yogaleggings - warum jeder ein Haushaltsbuch führe

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#1 - 13.02.2018, 10:19 von Tante_Frieda

Wann

Wann wird etwas Vernünftiges wie das Führen eines Haushaltsbuchs endlich fester Teil des Lehrplans an den Schulen?Tausende von später Überschuldeten könnten sich viel Ärger und Leid ersparen.

#2 - 13.02.2018, 10:24 von runningstar

Das geht noch besser

Für ein Haushaltsbuch empfehle ich eine Exceltabelle (oder überhaupt eine Tabellenkalkulation).
Es geht in der Tat nicht darum, jeden Pfenning drei mal umzudrehen. Aber eine Übersicht über die Finanzen und die Einnahmen und Ausgaben zu haben, ist sehr nützlich und verhindert tatsächlich auf lange Sicht wirklich unnütze Ausgaben.
Ich führe schon seit den Neunzigern ein Haushaltsbuch. Kann also wirklich relativ genau sagen, was ich über die Jahre gesehen monatlich für z.B. Klamotten ausgebe oder fürs Auto.
Der Aufwand dafür ist sehr gering. Alle paar Tage mal die Bons eingeben. Bei kleinen Sachen reicht es, zu schätzen. Wichtig ist, dass man genügend Sparten hat. Z.B. habe ich solche Sparten wie Haushalt, Auto, Versicherungen, Geburtstage, Klamotten, Lebensmittel, usw..
Wenn jetzt beispielsweise die Versicherungskosten stark ansteigt, ohne dass eine neue hinzugekommen ist, kann man da mal genauer hinter schauen und mit der Versicherung reden. In den meisten Fällen bekommt man dann sogar beim gleichen Anbieter für die gleiche Versicherung wieder ein deutlich günstigeres Angebot. Das schöne ist, man braucht da gar nicht erst in einen Akten wühlen, sondern hat alles auf einem Blick.

#3 - 13.02.2018, 10:31 von Sujatiya

Brutto-Netto Verhältnis?

Abgesehen davon, dass Haushaltsbuch führen eine sinnvolle Sache ist (mache ich auch), frage ich mich, wie die Dame bei einem Bruttoverdienst von 2700 Euro auf 2300 Netto kommt. Bei mir gehen rund 900 Euro an Steuer (Klasse I), Sozialabgaben und GKV weg von einem nur wenig niedrigeren Brutto-Gehalt. Verheiratet scheint sie ja nicht zu sein, dürfte also auch in Steuerklasse I sein. D.h. da gehen allein rund 500 Euro Einkommenssteuer weg, zzgl. KV, Pflegeversicherung und Soli. Die KV, die im Haushaltbuch aufgelistet ist, dürfte eine (recht teure) Zusatzversicherung sein, denn so günstig ist niemand krankenversichert, gerade nicht in der GKV und für die private KV verdient sie zu wenig. Mit 2300 Netto muss Sie also deutlich mehr als 2700 Brutto verdienen. Realistische Zahlen machen den Artikel auch glaubhafter.

#4 - 13.02.2018, 10:39 von g5z2z542gv

Beamte haben es immer besser

Die Frau hat ein relativ schmales Brutto-Einkommen für eine Akademikerin. Allerdings hat sie das Glück, verbeamtet zu sein, daher kaum Steuern und Sozialbeiträge zahlen zu müssen. Und für ihre Monatsmiete muss sie nur einen Schnäppchenpreis bezahlen.
Ohne diese zwei gewichtigen Faktoren, würde sie gar nicht mehr über die Runden kommen.

Insgesamt ist das leider keine repräsentative Situation für einen gewöhnlichen Deutschten Angestellten.

#5 - 13.02.2018, 10:40 von dasfred

Ich brauche kein Haushaltsbuch

Ich mache mir vorher Gedanken, was ich brauche, wie viel ich dafür benötige und das kommt auf den Einkaufszettel. Unterwegs essen ist so eine moderne Unsitte. Bei diesem Fallbeispiel mußte ich an meine sparsame Tante denken, wie sie mit einem Stift den größten Teil der Positionen zusammengestrichen und anschließend einen Vortrag über sparsame Haushaltsführung gehalten hätte. Geld ausgeben ist keine Kunst. Sparen kann man aber lernen und wie man beim Kochen nach viel Erfahrung das meiste nach Gefühl macht, kann man auch sparen ohne lange nachzudenken. Einfach alles stehen lassen, dass nicht benötigt wird, und besondere Dinge erst kaufen, wenn man eine Bedenkzeit eingelegt hat. Zwei große Hindernisse gibt es dabei zu überwinden. Plastikgeld und Internet Shopping. Beiden ist nichts für Anfänger. Am besten mit abgezähltem Geld einkaufen. Was man nicht in der Tasche hat kann man nicht ausgeben und ein großer Rest am Monatsende ist mehr wert, als die xte Klamotte, die im Schrank auf ihren einmaligen Einsatz wartet.

#6 - 13.02.2018, 10:44 von !!!Fovea!!!

Kann es sein,

dass es sich hierbei um ein Generationenproblem handelt?

Die heutige Jugend bzw. jungen Erwachsenen hat doch kein Bezug zum Geld, bis zum geht nicht mehr von Oma/Opa und Eltern finanziell gut gepampert, mit Mitte/Ende 20 erst ins Berufsleben eingestiegen, sind diese Leute doch diejenigen, bei denen es doch immer heißt: "Kostet nur", "Sozialneid, wer sich das nicht leisten kann"
Es hat sich an der Weisheit "Kleinvieh macht auch Mist" nichts geändert. Die meisten ignorieren diese meist.

#7 - 13.02.2018, 10:47 von so-long

Wenn die Gute

ihre Ausgaben in BAR zahlen würde, bekäme sie (vielleicht) ein Gefühl für die Kohle. Aber im virtuellen Raum ist alles virtuell, nur bei Überschuldung macht es PENG. Und der Ruf nach "Solidarität" durch die Allgemeinheit.

#8 - 13.02.2018, 10:48 von taste-of-ink

Zitat von Sujatiya
Abgesehen davon, dass Haushaltsbuch führen eine sinnvolle Sache ist (mache ich auch), frage ich mich, wie die Dame bei einem Bruttoverdienst von 2700 Euro auf 2300 Netto kommt. Bei mir gehen rund 900 Euro an Steuer (Klasse I), Sozialabgaben und GKV weg von einem nur wenig niedrigeren Brutto-Gehalt. Verheiratet scheint sie ja nicht zu sein, dürfte also auch in Steuerklasse I sein. D.h. da .....
Sie ist laut Text Beamtin, zahlt also keine Sozialversicherungsbeiträge, sondern muss sich lediglich in der PKV versichern. Da sie jung ist, sind die Versicherungsbeiträge in der GKV (noch) sehr gering. Die Einkommenssteuerlast macht Deutschland einen recht geringen Teil aus - hier im Beispiel tatsächlich die von Ihnen geschätzten 500 EUR.

#9 - 13.02.2018, 10:55 von thofue69

Die Dame ist verbeamtet...

Zitat von Sujatiya
Abgesehen davon, dass Haushaltsbuch führen eine sinnvolle Sache ist (mache ich auch), frage ich mich, wie die Dame bei einem Bruttoverdienst von 2700 Euro auf 2300 Netto kommt. Bei mir gehen rund 900 Euro an Steuer (Klasse I), Sozialabgaben und GKV weg von einem nur wenig.....
...steht zumindest in dem Artikel. Das sind m.E. schon realistische Zahlen.

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