Forum
Wirtschaft

Young-Money-Blog: Kneipe, Netflix, Yogaleggings - warum jeder ein Haushaltsbuch führe

Privat
zum Artikel
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!
  10   Seite 15/15    
#140 - 14.02.2018, 13:40 von katja78

Zitat von lamblies
Habe mal den Brutto-Netto-Rechner bemüht. Für 2.300 EUR Netto benötigt der "normale" Arbeitnehmer in Steurklasse I ca. 3.800 Brutto. Wenn man nun noch die Beamtenpension hineinrechnet, so ist für den Ausgleich bei der Rente ein noch höheres Bruttoeinkommen erforderlich.
Da haben Sie falsch gerechnet. Um 2.120 (=nach Krankenversicherung) zu erhalten, benötigen sie bei StKl I ohne KSt gerade mal 3.400 Brutto. Das sind gut 40.000 im Jahr. Mithin ein für junge Akademiker in Köln völlig normales Gehalt. Je nach Studienfach wäre durchaus auch 10.000 mehr drin gewesen.

Was soll denn diese Herumhackerei auf ihrem Beamtenstatus. Es geht doch einfach nur darum zu zeigen, dass man auch ein gutes Gehalt mit Dönkes verbraten kann. Und dass man das mit dem Haushaltbuch herausfindet.

#141 - 14.02.2018, 13:44 von phekie

Mainz, die Provinz

Zitat von Linksverteidiger
Es ist schon klar, dass das ein fingiertes Beispiel ist, aber ein bisschen mehr Mühe hätte man sich schon machen sollen, denn betrachten wir einmal die ersten sieben Tage. der 1., der 4., der 5. und der 6. des Monats ......
In Köln haben am Bahnhof über 60 Geschäfte täglich geöffnet (ja auch sonntags). Am Airport Köln gibt es ebenso einen Supermarkt der 24/7/365 geöffnet hat, quasi immer... Da haben Sie wohl zu kurz gedacht.

#142 - 14.02.2018, 13:49 von katja78

Zitat von so-long
343 EUR Warmmiete sind möglich auf dem Land, in einer WG, mit einem "Uraltmietvertrag" (bei Berufseinsteigern unwahrscheinlich), für eine Baracke oder sie wohnt bei Eltern/Verwandten. Da die BG's ihre Verwaltung in den Städten haben, scheidet Variante 1 aus. Bei Mietkosten .....
Ja, es ist momentan "in", über hohe Mieten zu schimpfen. Trotzdem gibt es solchen Schnäppchen mit Haken (Ofenheizung = Dreck, Holzschleppen, morgens kalt) immer wieder. Auch in teuren Großstädten. Ich habe selber lange so gewohnt (WC auf dem Gang, Dusche anderes Stockwerk) und musste mir immer anhören, dass solche Preise doch gar nicht möglich seien. Doch, sind sie. Man muss suchen, Glück haben, schnell und kompromissbereit sein.

Die Sparquote der jungen Dame findeich im übrigen auch zu niedrig. Nicht, weil sie es sich nicht leisten könnte, sondern eher, weil es schwer ist, bei sich ändernden Lebensumständen Abstriche zu machen. Am günstigsten fährt man,wenn man immer ein, zwei Stufen weniger verkonsumiert als man könnte. Dann bringen Gehaltssteigerungen weiterhin eine Erhöhung des gefühlten Wohlstandes mit sich, aber es bleibt trotzdem reichlich zum Sparen.

#143 - 14.02.2018, 14:08 von katja78

Ja, es ist momentan "in", über hohe Mieten zu schimpfen. Trotzdem gibt es solchen Schnäppchen mit Haken (Ofenheizung = Dreck, Holzschleppen, morgens kalt) immer wieder. Auch in teuren Großstädten. Ich habe selber lange so gewohnt (WC auf dem Gang, Dusche anderes Stockwerk) und musste mir immer anhören, dass solche Preise doch gar nicht möglich seien. Doch, sind sie. Man muss suchen, Glück haben, schnell und kompromissbereit sein.

Die Sparquote der jungen Dame findeich im übrigen auch zu niedrig. Nicht, weil sie es sich nicht leisten könnte, sondern eher, weil es schwer ist, bei sich ändernden Lebensumständen Abstriche zu machen. Am günstigsten fährt man,wenn man immer ein, zwei Stufen weniger verkonsumiert als man könnte. Dann bringen Gehaltssteigerungen weiterhin eine Erhöhung des gefühlten Wohlstandes mit sich, aber es bleibt trotzdem reichlich zum Sparen.

#144 - 14.02.2018, 14:23 von marpfei43

Haushaltsbuch ist sinnvoll und auch interessant

Als ich ständig gedacht hatte, dass ich Geld verloren oder mir nicht richtig zurück gegeben wurde, habe ich angefangen, meine Ausgaben aufzuschreiben. Mein Mann hatte sowieso schon immer die monatlichen Fixkosten in ein Büchlein geschrieben. Als ich dann 1995 meinen ersten Computer kaufte, bekam ich von einem Bekannten ein Finanzprogramm als Kopie (das gab es damals noch - auf 4 Disketten) mit Bargeldkontenführung.. Das führen wir seit 1996 - nicht, weil wir das aus finanziellen Gründen müssten, sondern auch einfach, weil es interessant ist, wenn man sieht, wann man was und wieviel für alles ausgegeben hat. Es macht zwar etwas Arbeit, aber lohnt auch! Außerdem mache ich schon seit 2000 Homebanking mit dem Programm. Der größte Posten der Statistik sind die Urlaubskosten, danach kommen die Autos. Für Essen und Trinken geben wir nicht viel aus. Auch für meine Computer-, Tablet- und Handyleidenschaft ist viel Geld draufgegangen. Das sind alles Ausgaben, die ich ohne Finanzprogramm gar nicht mehr nachvollziehen könnte.

#145 - 14.02.2018, 14:29 von moev

Zitat von jhea
Es geht nicht um das 'mal Pommes auf'm Rummel holen', sondern um das jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit bei der... kA Backfactory/dem Supermarktbäcker vorbei zu fahren, und dort belegte Brötchen zu kaufen, die dort mal gern 1,5 bis 2 Euro kosten, die ich mir zuhause aber für 40 Cent machen kann. Und dann Mittags das gleiche. Ich könnt hier auch jeden Tag bei Subway, Mc Donalds, burgerking oder KFC essen gehen. Bin ich jedes mal für ein 'Menü' 4,99 bis 7,60 Euro los. ......
Und dann wird im Nachbarforum wieder gemeckert wird deutschen geben einen zu geringen Anteil unseres Einkommens fürs essen aus.

Klar kann man sich so ernähren wenn das will (oder leider muss) aber ich gebe da lieber allein für das Stück Fleisch das ich mir für mittags mache meine 5-8 EUR aus.

#146 - 14.02.2018, 15:10 von surgeon

Passt !

Da verdient jemand gutes Geld, kann nicht mal Lebensmittel vorab einkaufen, gibt 70 € für nen Friseur aus, für Yogakram etc pp
und präsentiert das noch im Netz !
Da sind einfache Leute intelligenter.

#147 - 14.02.2018, 16:11 von columbo1

Zitat von surgeon
Da verdient jemand gutes Geld, kann nicht mal Lebensmittel vorab einkaufen, gibt 70 Euro für nen Friseur aus, für Yogakram etc pp und präsentiert das noch im Netz ! Da sind einfache Leute intelligenter.
Ich kenne Leute, die geben locker mal 70.000 Euro für ein vollkommen sinnloses, viel zu unübersichtliches und viel zu großes Auto aus, und sind auch noch stolz drauf. Und verstehen gar nicht, was ich meine, wenn ich sage, dass man auch für 1.500 Euro ein ordentliches Auto kriegt, das einen überall hinbringt.

#148 - 14.02.2018, 17:42 von mir-san-mir

Merkwüridg,

dass ich schon seit Jahrzehnten kein Haushaltsbuch führe und dennoch nicht in den Miesen bin, obwohl ich mir auch unnötige Dinge leiste. Liegt vielleicht daran, dass ich mit wenig Geld in der Tasche aufgewachsen bin, nicht von Daddy finanziert und im Hotel Mama durchgefüttert wurde. Da war es relativ einfach die Übersicht zu behalten. Und mit wachsendem Verdienst sind nicht automatisch die Ausgaben gestiegen, sondern erstmal der Rest, der am Monatsende übrig blieb. Ist natürlich super-spießig und unsexy. Ist mir aber tausendmal lieber als keinen Überblick zu haben und deshalb alles notieren zu müssen. Apple & Co. wussten schon, warum sie eine Wallet-Funktion ersonnen haben. Young-Money-Generation mir graust vor Dir.

#149 - 14.02.2018, 19:34 von lamblies

Mein Titel

Zitat von katja78
Da haben Sie falsch gerechnet. Um 2.120 (=nach Krankenversicherung) zu erhalten, benötigen sie bei StKl I ohne KSt gerade mal 3.400 Brutto. Das sind gut 40.000 im Jahr. Mithin ein für junge Akademiker in Köln völlig normales Gehalt. Je nach Studienfach wäre durchaus auch 10.000 mehr drin gewesen. Was soll denn diese Herumhackerei auf ihrem Beamtenstatus. Es geht doch einfach nur darum zu zeigen, dass man auch ein gutes Gehalt mit Dönkes verbraten kann. Und dass man das mit dem Haushaltbuch herausfindet.
Folgender Brutto-Netto-Rechner wurde benutzt:
https://www.brutto-netto-rechner.info/

Brutto: 3.800 (Monat)
Alter: 25
Kirchensteuer: ja
Kinder: 0
usw.

Steuern: 732 (Lohn, Soli, Kirche)
Rentenversicherung AN: 352
Arbeitslosenvers.: 57
Krankenvers. AN: 319
Pflegevers.: 58

Netto: 2.281

Ansonsten haben sie Recht: OT

  10   Seite 15/15