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Young-Money-Blog: Kneipe, Netflix, Yogaleggings - warum jeder ein Haushaltsbuch führe

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#10 - 13.02.2018, 10:59 von kumi-ori

Eines ist definitiv wahr. Viel Geld geht für das häppchensweise Essen und Kaffeetrinken unterwegs drauf. Wer sich hier mit selbstgeschmiertem Brot und Thermoskanne aushelfen kann, für den ist jährlich ein Thailandurlaub mehr drin. Beispiel: Ein Kaffee aus dem Pappbecher = 1,90; ein Sandwich = 2,60; ein Teilchen = 1,80 macht zusammen 6,30. Bei 214 Arbeitstagen im Jahr sind das dann 1348,20 Euro im Jahr, die vom voll versteuerten Gehalt abgehen.

#11 - 13.02.2018, 11:00 von joesti

@Sujatiya

Die Dame ist verbeamtet und damit zu 50% über die Beihilfe krankenversichert. Der KV Beitrag ist daher realistisch. Inwieweit aber gerade dieses Beispiel passend ist, ist schon fraglich. Viele in dem Alter verdienen bedeutend weniger und da macht es auch viel mehr Sinn, ein Haushaltsbuch zu führen. Man hat schlichtweg weniger Spielraum und sollte die Ausgaben eher im Blick haben.

#12 - 13.02.2018, 11:03 von berndine

...meine Zahlen....

3 Personen Haushalt:
Miete: 840 € warm inkl. Stellplatz ca 75 qm außerhalb Stuttgart Winnenden
Strom: 50 €
GEZ: 17,50 €
Telefon, Inet inkl 2x Handy: 45 €
Versicherung: 82 €
Fahrkarte: 120 €
Essen+ sonstiges: 900 €
Auto Sprit: 80 €
Auto Versicherung: 50 €
Auto Steuer: 12 €
Netflix: 8 €
Bafög Rückz.: 105 €
Müllgeb: ca 10 €

Insgesamt: ca 2320 € Ausgaben
Einnahmen inkl Kindergeld (1 Kind): ca 3000 €

Wo kann ich noch sparen?

#13 - 13.02.2018, 11:05 von soulflare

Mit Karte zahlen ist der Trick

Wenn die Leute mal konsequent mit Karte / bargeldlos Zahlen würden, könnten sie auch viel leichter einen Überblick über ihre Ausgaben behalten. Dann sieht man im Onlinebanking immer direkt, wieviel man wofür ausgegeben hat. Wenn man immer Bar zahlt hebt man am Anfang des Monats Geld ab, am Ende des Monats ist es weg und man weiß nicht mehr, wofür man es ausgegeben hat.

#14 - 13.02.2018, 11:08 von HerrPeterlein

Warum nie realistische Zahlen?

Die Idee ist gut, aber warum müssen immer komplett fiktive Zahlen genommen werden, die nicht der Realität entsprechen? Brutto-Netto Gehalt passt bei ihr nicht, sie verdient also deutlich mehr Brutto wenn sie privat versichert ist/sein kann.
Dann ist die Miete sehr gering, zahlt ihr Freund da einen größeren Anteil? Warum bezahlt sie dann aber die Rundfunkbeiträge, aber keinerlei Versicherungen?

Sie hat recht hohe Ausgaben für Anschaffungen die nicht jeden Monat anfallen, hier liegen ihre hohen Ausgaben, dazu noch Yoga+Friseur. Die Ausgaben für Lebensmittel, Wein, Bäckerei und Imbiss liegen bei ca. 250 €, ohne Restaurants.

Sie gibt also nicht "zuviel" Geld für Lebensmittel aus, sondern wenn dann für Schönheit und Dekos.

#15 - 13.02.2018, 11:09 von aktiverbeobachter

Sinnvoll

Kann eine sehr augenöffnende Maßnahme sein, so ein Haushaltsbuch zu führen. Über meine Bank App kann ich darüberhinaus auch alle Buchungen zuordnen. So dass ich ganz bequem monatlich eine gute Übersicht über alle Ausgaben vs. Einnahmen habe.

#16 - 13.02.2018, 11:12 von olli0816

Nein, ist kein Generationenproblem

Zitat von !!!Fovea!!!
dass es sich hierbei um ein Generationenproblem handelt? Die heutige Jugend bzw. jungen Erwachsenen hat doch kein Bezug zum Geld, bis zum geht nicht mehr von Oma/Opa und Eltern finanziell gut gepampert, mit Mitte/Ende 20 erst ins Berufsleben eingestiegen, sind ......
Ich habe früher in einer Bank eine Ausbildung gemacht und war im zweiten Lehrjahr in einer Filiale eingesetzt, wo ich sehr viele Leute persönlich kannte. Man kann davon ausgehen, dass es ca. 20% Menschen gibt, die überhaupt nicht mit Geld klar kommen. Sehr viele selbst verschuldet. Da waren auch junge unerfahrene dabei und einige haben es auf die harte Tour lernen müssen. Aber viele hatten die Sache auch im fortgeschrittenen Alter mit sehr gutem Einkomme nicht im Griff.
Die Hälfte aller Kunden hatte so gut wie keine Rücklagen und das lag sehr häufig nicht am schlecht bezahlten Job. Das war fast immer der Konsum und die Wünsche, die jeder hatte. Die ganz armen Teufel mit Sozialhilfe hatten ja wenig Spielraum, kaum Möglichkeiten Kredite zu bekommen und viele von denen waren gezwungenermaßen wirklich in der Lage mit verdammt wenig Geld auszukommen. Da ist aber auch wenig Lebensfreude, wenn man sich nie was leisten kann. das waren allerdings nur eine Minderheit, wenn auch die Filiale als "Wilder Westen" bezeichnet wurde, weil die Kundenklientel teilweise schwierig war.

Wenn ich mir die Ausgabenblöcke aus dem Artikel anschaue, dann ist da sehr viel Spielraum, Kosten einzusparen. Alles eine Frage des Lebensstils. Andererseits muss man auch nicht alles kostenoptimieren. Sie spart immerhin 300 EURO/Monat und wenn sie die wie im Artikel beschrieben in ETFs (ich hoffe, es sind keine aktiven Fonds) anlegt, muss sie sich wenig Sorgen machen. Mit etwas mehr Disziplin könnte sie ohne Probleme 500 EURO weglegen, ohne dass sie irgendetwas in ihrer Lebensführung spüren würde. Einfach ein bisschen weniger Krempel einkaufen, wäre leicht machbar. Aber das muss man selber entscheiden, was man möchte. Solange sie keine Geldsorgen bekommt, ist sie auf einen guten Weg.

#17 - 13.02.2018, 11:13 von kunibertus

Ein Haushaltsbuch

führe ich seit 1990. Ich habe schon mal in den 70-er Jahren eins geführt, dann aber einige Jahre darauf verzichtet. Dabei geht es mir nicht darum, jedem Cent hinterherzulaufen, sondern um die Relationen zwischen den einzelnen Positionen. Über die letzten 15 gesehen, ist der größte Einzelposten "Kultur, Sport, Urlaub" - das Eigenheim ist abbezahlt. Nun bin ich mit meiner Frau auch schon in dem Alter, wo man nicht jeder neuen Modelinie oder jedem neuen Handymodell hinterher rennt. Wir sind noch so erzogen worden, dass man sich bei jeder größeren Anschaffung erst mal überlegt, ob man die überhaupt benötigt und was dafür entsorgt werden kann. Übrigens, wie schon ein Vorredner bemerkt hat: Es bedarf keines großen Aufwandes für das Führen des Haushaltsbuchs, eine einfache Excel-Tabelle reicht vollkommen aus. Da kann man sich sogar die Ausgabe für ein im Handel erhältliches "Haushaltsbuch" sparen. Die Idee, das Führen eines Haushaltsbuches zum Lehrplanbestandteil zu machen, halte ich nicht für opportun. Das muss den Kindern im Elternhaus vermittelt werden - wie bei mir von meiner Mutter. Wenn die Eltern das nicht machen, die Kinder machen es dann auch nicht. Außerdem, das Führen eines Haushaltsbuches ist kein Mittel, um Geld einzusparen und überflüssige Ausgaben zu vermeiden. Ich sehe es mehr als ein Mittel der Selbstüberprüfung. Wenn man über einen längeren Zeitraum die Ausgaben vergleicht, kommt man allerdings auch zu dem Schluss, dass es in diesem Staat steil aufwärts geht, zumindest bei den Preisen - nehmen wir nur die öffentlichen Verkehrsmittel.

#18 - 13.02.2018, 11:17 von olli0816

Sie haushalten doch eh super

Zitat von berndine
3 Personen Haushalt: Miete: 840 € warm inkl. Stellplatz ca 75 qm außerhalb Stuttgart Winnenden Strom: 50 € GEZ: 17,50 € Telefon, Inet inkl 2x Handy: 45 € Versicherung: 82 € Fahrkarte:........
Mit dem Geld für drei Personen finde ich Sie sehr gut organisiert. Sie können immerhin noch über 600 EURO sparen oder für andere Dinge ausgeben. Ist doch alles gut. wenn Sie mehr möchten, sollten Sie als Familie vielleicht versuchen, die Einnahmenseite zu erhöhen. Frau ein Nebenjob oder Sie machen noch etwas zusätzlich. Aber bei der finanziellen Aufstellung ist das nicht unbedingt notwendig. Oder was meinen Sie?

#19 - 13.02.2018, 11:18 von Steve.Joe

Bargeldlos

Einige Foristen scheinen Zahlung mit Bargeld zu favorisieren ... ich gehe seit einiger Zeit den umgekehrten Weg. Alles wird elektronisch gezahlt ... dann kann ich am besten nachvollziehen, wofür ich mein Geld ausgegeben habe. Auch vermeide ich auf diese Weise kleinere, nicht notwendige Ausgaben. Und ich habe am Monatsende keinen riesigen Posten an nicht nachvollziehbaren Bargeld-Abhebungen.
Ich führe seit etwa 9 Monaten (wieder) ein Haushaltsbuch ... und habe inzwschen fast alle Ausgaben optimiert (Versicherungen, Telefonverträge, Abonements etc.) und auch das Ausgabenverhalten verändert.
Und es zeigt Wirkung ...

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