Forum
Wissenschaft

Demoskopie: Wahlumfragen sind besser als ihr Ruf

DPA Prognosen für den Ausgang von Wahlen stehen im Ruf, immer schlechter zu werden. Eine Auswertung von 30.000 Umfragen der vergangenen 76 Jahre aber beweist das Gegenteil.
zum Artikel
Im mobilen Forum können sie die Beiträge nur lesen.
Um zu kommentieren, verwenden Sie bitte die Kommentarfunktion im Artikel.
#1 - 13.03.2018, 14:09 von malcom1

Umfragen

Ich finde es sehr befremdlich wenn, wie in jüngster Vergangenheit jede Stunde (etwas übertrieben) eine neue Umfrage in die Welt gesetzt wird. Ich bezweifle den Sinn dieser "Umfragen". Ich wäre sehr dafür das ab 1 oder 2 Wochen vor einer Wahl keine Umfrageergebnisse mehr veröffentlicht werden dürften. Denn mit diesen "Umfragen" kann man auch Wähler beeinflussen.

#2 - 13.03.2018, 14:33 von Europa!

Ein großartiges Werkzeug der Demokratie

Umfragen sind ein wertvolles Instrument der Meinungsbildung und der praktischen Politik. Sie dienen der ständigen Überprüfung des politischen Handelns. Wenn man vermeiden will, dass die Regierenden vollkommen an der Bevölkerung und an der Realität vorbeiregieren, kann man gar nicht genug Umfragen haben. Allerdings sollten die Ergebnisse kein Herrschaftswissen schaffen, sondern öffentlich gemacht werden. Auf diese Weise kann jeder seine eigene Einstellung mit den Positionen anderer vergleichen. Für den demokratischen Prozess, der Wahlen ja nur in sehr langen Perioden zulässt, sind Meinungsumfragen unersetzlich.

#3 - 13.03.2018, 17:56 von bafibo

Wahlsystem

Es wurde vergessen zu erwähnen, daß Wahlen mit Verhältniswahlsystem viel leichter demoskopisch in den Griff zu bekommen sind als solche mit Mehrheitswahlsystem /wie in den USA). Schließlich ist bekannt, daß Trump insgesamt weniger Stimmen erhalten hat als Clinton, aber durch den Zuschnitt der Wahlbezirke gewann Trump mehr Wahlmänner. In Deutschland ist es fast belanglos, ob eine Stimme in Flensburg oder Lindau abgegeben wird - in den USA besteht aber durchaus eine Differenz zwischen Stimmen in Boston und Stimmen in Phoenix. Im einen Fall verstärkt sie eine schon vorhandene Mehrheit, im anderen Fall wird sie mit den anderen Stimmen für die Minderheit auf den Müll geworfen.

#4 - 13.03.2018, 19:32 von ambulans

eine

"studie", die aus über 30.000 (vor-wahl-)umfragen in 76 jahren (sic!) ableiten will, dass die darin enthaltene prognosequalität 1. nicht schlechter geworden und 2. sowieso nie schlecht war, ist das papier nicht wert, auf dem sie gedruckt wird. "76 jahre" bedeutet - nicht nur in deutschland (1942?) erhoben, sondern - irgendwo zusammen gefangen (also keinerlei vergleichbarkeit). heißt gleichzeitig: wenn ungleiche umfrage-methodiken (bei dieser dauer unzweifelhaft) angewendet wurden, kann so ein "ergebnis" wie o.a. daraus nie und nimmer abgeleitet werden - früher: interview/hausbesuch, dann: telefon oder schriftlich, heute: online. außerdem: die angeführte gesamtzahl von "30.000" umfragen verkleistert nur die gesamt-wahrnehmung - argumentiert und daraus abgeleitet wird nämlich: stimmen heutige umfragen mit den dann erzielten ergebnissen überein - oder nicht? nix als bullshit, das ganze ...

#5 - 14.03.2018, 06:12 von ulrics

Wahlvorhersagen sind Wahlmanipulation, da sie das Ergebnis in eine bestimmte Richtung lenken. Parteien die nicht auftauchen haben kaum eine Chance.

#6 - 14.03.2018, 10:20 von Nonvaio01

ueberfluessig

ich finde wahlprognosen sollten verboten werden. Die sind nur irrefuehrend und unterliegen keinerlei kontrollen.

Ausserdem luegen viele waehler bei umfragen heutzutage, da man seine meinung eh nicht mehr ungestraft sagen kann, ausser man ist der selben meinung natuerlich.

Wenn ich gefragt werde antworte ich immer wie es gerade politisch gewuenscht ist, bei der wahl setze ich mein kreuz aber nach meiner ueberzeugung.