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Quiz zu Gerichtsurteilen

Was ist ein Arbeitsunfall - und was nicht?

Pornofotos vom Chef, Privatanrufe im Dienst und tieffliegende Hunde - all das wurde schon als Arbeitsunfall angezeigt. Aber erkennen die Gerichte das auch an? Testen Sie Ihr Wissen in unserem Quiz!

DPA
Von
Dienstag, 25.07.2017   06:13 Uhr

Sie haben es eilig? Hier gibt's eine unfallfreie Abkürzung zum Quiz.


Arbeitsunfall oder nicht? Ist doch eigentlich egal, könnte man denken: Verletzt ist verletzt, an der Diagnose ändert sich nichts, und bei Kleinigkeiten ist es dem Patienten wurscht, ob die Behandlung von der Berufsgenossenschaft bezahlt wird oder von der Krankenkasse.

Aber bei größeren Verletzungen sind die Unterschiede groß. So gibt es bei Arbeitsunfällen unter Umständen eine Verletztenrente, ein umfassendes Rehabilitationsmanagement und in den traurigsten Fällen eine Hinterbliebenenrente, um nur einige Beispiele zu nennen.

Entsprechend hartnäckig wird oft darüber gestritten, in welche Kategorie ein Unfall gehört. Erst vergangene Woche wollte ein Polizist einen Zeckenstich als Dienstunfall anerkennen lassen. Zwar hatte das Malheur bisher zu keinen Problemen geführt, aber im Fall von Spätfolgen wollte der Mann vorbereitet sein. Allerdings hatte er den Stich erst fünf Tage nach dem fraglichen Diensteinsatz gemeldet. Die Richter erkannten keinen Dienstunfall an, schließlich sei nicht klar, ob der kleine Blutsauger den Beamten nicht doch in der Freizeit gestochen habe.

Also: Wann spricht man von einem Arbeitsunfall, wann nicht? In unserem Quiz stellen wir Fälle vor, die tatsächlich vor Gericht verhandelt wurden. Wie ist Ihre Einschätzung: Musste die Berufsgenossenschaft zahlen? Klicken Sie hier.

insgesamt 6 Beiträge
dipl.inge83 25.07.2017
1. Rücken
Ein Bekannter erlitt Ende 2015 beim Heben einer Kiste (voll mit seinem Equipment für eine Maschineninbetriebnahme im Ausland) auf dem Betriebsgelände seines AG einen Bandscheibenvorfall und viel 10 Wochen aus. Das Ganze wurde [...]
Ein Bekannter erlitt Ende 2015 beim Heben einer Kiste (voll mit seinem Equipment für eine Maschineninbetriebnahme im Ausland) auf dem Betriebsgelände seines AG einen Bandscheibenvorfall und viel 10 Wochen aus. Das Ganze wurde vom Unternehmen, wie auch allen beteiligten Medizinern, ausdrücklich nicht als Arbeitsunfall eingestuft. Es handelte sich dabei laut Aussage nicht um eine berufsspezifische Tätigkeit, da er üblicherweise programmierend am Rechner oder Produktionsanlagen tätig ist.
willybrandt61 25.07.2017
2. 7 von 7 richtig....
sind sie bei einer BG oder Anwalt? Nö, bei einer gesetzlichen Krankenkasse. Das sind die, die Kosten für Behandlungen übernehmen und anschließend prüfen, ob der Träger nicht ein anderer ist, um sich dann die Kosten wieder [...]
sind sie bei einer BG oder Anwalt? Nö, bei einer gesetzlichen Krankenkasse. Das sind die, die Kosten für Behandlungen übernehmen und anschließend prüfen, ob der Träger nicht ein anderer ist, um sich dann die Kosten wieder zuholen.
StefanXX 25.07.2017
3. Das ...
.. sicherste Mittel um Arbeitsunfälle zu vermeiden ist nicht zu arbeiten.
.. sicherste Mittel um Arbeitsunfälle zu vermeiden ist nicht zu arbeiten.
d.enkmalwieder 26.07.2017
4. Typisch Deutsch...
dieses aufgeblasene Regularium und der Streit um Kaisers Bart. Da muss ich (wiedereinmal!) in die Schweiz sehen- dort ist ein Unfall ein Unfall egal WANN, WO und WIE er geschah- und wird IMMER vom Träger der (obligatorischen) [...]
dieses aufgeblasene Regularium und der Streit um Kaisers Bart. Da muss ich (wiedereinmal!) in die Schweiz sehen- dort ist ein Unfall ein Unfall egal WANN, WO und WIE er geschah- und wird IMMER vom Träger der (obligatorischen) Unfallversicherung getragen (SUVA) Die Folge ? Kein Streit, keine Verfahren um nichts...
steffen.ganzmann 26.07.2017
5.
Bandscheibenvorfälle sind beinahe grundsätzlich keine Arbeitsunfälle, da man orthopädischerseits einen BSV als Verschleisskrankheit sieht. Ob diese Tätigkeit nun "berufsspezifisch" war, oder nicht tut da meines [...]
Zitat von dipl.inge83Ein Bekannter erlitt Ende 2015 beim Heben einer Kiste (voll mit seinem Equipment für eine Maschineninbetriebnahme im Ausland) auf dem Betriebsgelände seines AG einen Bandscheibenvorfall und viel 10 Wochen aus. Das Ganze wurde vom Unternehmen, wie auch allen beteiligten Medizinern, ausdrücklich nicht als Arbeitsunfall eingestuft. Es handelte sich dabei laut Aussage nicht um eine berufsspezifische Tätigkeit, da er üblicherweise programmierend am Rechner oder Produktionsanlagen tätig ist.
Bandscheibenvorfälle sind beinahe grundsätzlich keine Arbeitsunfälle, da man orthopädischerseits einen BSV als Verschleisskrankheit sieht. Ob diese Tätigkeit nun "berufsspezifisch" war, oder nicht tut da meines Erachtens gar nichts zur Sache ...

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