Netzwelt

Sicherheitslücke veröffentlicht

Deshalb sollten Sie sofort WhatsApp updaten

Sicherheitsforscher haben eine schwere Lücke in älteren WhatsApp-Versionen gefunden. Alle Nutzer des Dienstes sollten prüfen, ob sie die aktuelle Version nutzen - oder so bald wie möglich dafür sorgen.

REUTERS

WhatsApp-Logo

Mittwoch, 10.10.2018   12:23 Uhr

Der Messengerdienst WhatsApp weist eine schwerwiegende Sicherheitslücke auf. Technisch versierte Angreifer können so offenbar mit einem einzigen Videoanruf das gesamte Smartphone kapern.

Die Schwachstelle sei nun von den IT-Experten, die sie entdeckt haben, veröffentlicht worden. Das berichtet das Fachportal "Heise". Es handelt sich dabei um eine Sicherheitsforscherin von Googles Projekt Zero.

Die Sicherheitslücke betrifft sowohl iPhone-Nutzer als auch Besitzer eines Android-Smartphones. Aber sofortige Abhilfe ist dank des Vorgehens der Entdecker der Lücke möglich: Bevor sie damit an die Öffentlichkeit gingen, informierten sie die WhatsApp-Entwickler.

Diese konnten so die Lücke in den aktuellsten Versionen für Android (von 2.18.302 an aufwärts) und iOS (2.18.93 und höher) bereits schließen. Anwender sollten deshalb überprüfen, ob sie eine dieser WhatsApp-Versionen in Betrieb haben. Das geht unter dem Menüpunkt "Einstellungen/Hilfe". Wer keine aktuelle Version nutzt, sollte seine App aktualisieren.

Update, 13.30 Uhr: "Heise" schreibt, manchen Android-Nutzern würde im Play Store noch die WhatsApp-Version 2.18.293 vom 24.09.2018 angeboten, das war bei einem Test von uns auch so (ein anderes Gerät mit Betatester-Zugang bekam dagegen die Version 2.18.308 angeboten).

Wird auch Ihnen nur die Version 2.18.293 angeboten, haben Sie zwei Optionen: Entweder Sie laden WhatsApp 2.18.302 händisch über diese Website oder aber - das ist die für die meisten Menschen empfehlenswertere Variante - Sie schauen in den nächsten Stunden oder Tagen noch einmal, ob der Play Store Ihnen nun eine der geschützten Versionen anbietet - allzu lange dürfte es bis dahin nicht mehr dauern.

Android-Nutzer sollten im Zweifel zunächst einfach keine Videoanrufe von Unbekannten annehmen, bis für sie mindestens die sichere Version 2.18.302 bereitsteht.

juh/dpa

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