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Übernahme durch Fitbit

Smartwatch-Pionier Pebble ist wohl am Ende

Das Start-up Pebble hat früh eine Smartwatch auf den Markt gebracht, doch das Geschäft machen andere. Nun will Fitnessarmband-Anbieter Fitbit Teile der Firma übernehmen - mit drastischen Konsequenzen.

SPIEGEL ONLINE

Pebble Time

Mittwoch, 07.12.2016   16:44 Uhr

Der Smartwatch-Pionier Pebble ist als eigenständige Firma gescheitert. Der Fitnessband-Spezialist Fitbit übernimmt einen Teil der Mitarbeiter und Technologien, beispielsweise Software. "Wir haben die harte Entscheidung getroffen, das Unternehmen zu schließen und keine Pebble-Geräte mehr herzustellen", teilte das kalifornische Start-up am Mittwoch mit. Fitbit betonte, Geräte seien nicht Teil des Deals.

Pebble hatte 2012 mit einer Crowdfunding-Kampagne für Aufsehen gesorgt, bei der das Start-up Geld von Nutzern für seine erste Uhr sammelte. Es kamen 10,2 Millionen Dollar zusammen - der damalige Rekord für die Finanzierungsplattform Kickstarter. Insgesamt seien rund zwei Millionen Pebble-Geräte ausgeliefert worden, hieß es jetzt. 2015 etwa kam die Pebble Time für rund 250 Euro auf den Markt.

Demnächst sollten eine weitere Version der Computeruhr von Pebble sowie ein kleines Funkmodem für unterwegs als neues Produkt auf den Markt kommen. Dafür hatte Pebble in diesem Jahr knapp 13 Millionen Dollar über Kickstarter eingesammelt. Das Geld werde binnen acht Wochen zurückerstattet, hieß es.

Der Finanzdienst Bloomberg berichtete am Mittwoch, Fitbit zahle weniger als 40 Millionen Dollar - und die Schulden und andere Verbindlichkeiten von Pebble seien höher als dieser Betrag.

Pebble hatte seinen zeitlichen Vorsprung bei Smartwatches nicht in Marktanteile umwandeln können. Apple wurde mit seiner im April 2015 gestarteten Computeruhr aus dem Stand zum Marktführer und hält diese Position mit klarem Abstand, auch wenn die Verkäufe in diesem Jahr zumindest bis zum Start einer neuen Version deutlich zurückgingen.

Fitbit hatte zuletzt eigene Probleme, die auch mit der Konkurrenz von Computeruhren wie der Apple Watch zu tun haben. Das Unternehmen enttäuschte die Analysten mit der Prognose für das laufende Weihnachtsgeschäft.

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Fitbit ist der Marktführer bei Fitnessarmbändern, die zum Beispiel Schritte und verbrauchte Kalorien zählen. Aus dem Smartwatch-Markt hielt sich die Firma bisher heraus und setzte stattdessen auf eine Sportuhr mit weniger Funktionen. Jetzt betonte Mitgründer und Chef James Park, mit den Neuzugängen von Pebble solle die Entwicklung neuer Produkte beschleunigt werden.

gru/dpa

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