Netzwelt

Apps und Gadgets für den Hochsommer

Die richtige Technik gegen Hitze

Wenn die Temperaturen auf weit über 30 Grad steigen, laufen Laptops heiß und Smartphones droht der Kollaps. Hier erfahren Sie, welche Apps und Gadgets bei Hitze hilfreich sind - und wie Ihr Handy überlebt.

Jörg Breithut

Mini-Ventilator

Von
Donnerstag, 26.07.2018   17:05 Uhr

Der Lüfter im Desktop-PC läuft auf Hochtouren, der Laptop heizt die verschwitzten Oberschenkel auf und das Smartphone wird wärmer und wärmer. Hochsommerhitze ist der natürliche Feind digitaler Arbeitsgeräte. Denn egal ob Prozessor oder Akku: Mit hohen Temperaturen kommen die Bauteile in Computern und Mobilgeräten kaum klar. Das ist schade, denn eigentlich können die Geräte im Sommer ziemlich hilfreich sein - etwa, wenn ein weiteres Gadget über sie Energie bezieht.

Mini-Ventilatoren: Akku gegen Abkühlung

Kleine Ventilatoren etwa lassen sich an den USB-Port des Rechners anschließen und sorgen für ein wenig Abkühlung im Büro. Die Mini-Propeller ersetzen zwar nicht den kühlen Luftzug einer Klimaanlage, wälzen aber zumindest ein bisschen die stickige Luft vor dem Rechner um.

Wer mit dem Smartphone unterwegs ist, kann sich einige der Ventilatoren sogar an die Mini-USB-Buchse eines Android-Geräts oder an den Lightning-Anschluss des iPhones stöpseln. Für ein paar Euro hat man dann einen kleinen Taschenlüfter dabei, der allerdings auch am Akku nuckelt.

Mini-Kühlschränke: Weg zur Küche sparen

USB-Kühlschrank für den Schreibtisch

Wem der Weg zur Küche zu weit ist, der kann seine Coladose auch direkt am Arbeitsplatz kühlen: Mit Mini-Kühlschränken, die per USB-Kabel an den Rechner angeschlossen werden, klappt das ganz gut. Innerhalb von ein paar Minuten kühlen die kleinen Boxen zumindest eine 0,33-Liter-Dose auf Kühlschranktemperatur von etwa acht Grad ab.

Für die Stromversorgung ist nur ein USB-Anschluss am Laptop nötig und man kann den kleinen Kühlschrank direkt auf den Schreibtisch stellen. Doch auch hier gilt, dass selbst die kleinen Geräte bis zu zehn Watt an Leistung verbrauchen können und damit den Akku leeren, wenn kein Netzkabel angeschlossen ist.

Mini-Klimaanlagen: Praktisch, solange man keine Wunder erwartet

geizeer.com

Mini-Klimaanlage Geizeer

Die Luxusvarianten unter den USB-Kühlgeräten sind Mini-Klimaanlangen wie der Geizeer. Zwei italienische Entwickler haben den Holzwürfel entwickelt und per Crowdfunding bei Kickstarter und Indiegogo finanziert. Das ungefähr 130 Euro teure Kühlgerät wird von einem eingebauten Akku mit Strom versorgt und kann am Rechner aufgeladen werden. Ein Gehäuselüfter pustet dabei Luft auf einen mit Gel gefüllten Plastikbehälter, der zuvor im Kühlschrank gekühlt werden muss.

Vier Stunden lang kühlt das Gerät die Luft am Schreibtisch ab. Sitzt man direkt daneben, sorgt der Würfel für ein wenig Erfrischung. Wer das ganze Büro runterkühlen will, wird aber enttäuscht sein. Laut Hersteller gelingt es dem Geizeer lediglich, einen zwölf Quadratmeter großen Raum um drei Grad abzukühlen.

Profi-Gadget Sunscreenr: Besser eincremen dank Technik

Kombiniert mit Extra-Technik kann auch das Smartphone ein wertvoller Helfer bei Sommerhitze sein - wenn es nicht aufgrund der hohen Temperaturen einen Hitzekollaps erleidet. Wie Sie das vermeiden, verrät diese Fotostrecke:

Mit der UV-Kamera Sunscreenr etwa lässt sich auf dem Smartphone-Display überprüfen, ob die Haut ausreichend mit Sonnencreme bedeckt ist. Helle Hautstellen auf den Videobildern signalisieren, dass mehr Creme aufgetragen werden muss. Gut eingecremte Haut sieht durch die Kamera hingegen aus, als sei Rohöl darauf geschmiert worden.

sunscreenr.com

UV-Licht-Scanner Sunscreenr

Der Trick dabei ist, dass die Kamera für 80 Euro die ansonsten für das Auge nicht wahrnehmbaren UV-Strahlen sichtbar macht. Je heller die Haut, desto mehr UV-Licht trifft darauf. Die dunklen Stellen deuten darauf hin, dass die Sonnencreme die gefährlichen Strahlen absorbiert.

Apps fürs Smartphone: Das Trinken nicht vergessen

Wer nicht gleich in ein zusätzliches Gadget investieren will, der kann sich auch mit simplen App-Downloads für die nächste Hitzewelle bereitmachen. Zahlreiche Programme erinnern zum Beispiel, wie viel man bei hohen Temperaturen trinken muss und wie hoch die UV-Strahlung am aktuellen Aufenthaltsort ist.

Wir haben die wichtigsten Apps in einer Bildergalerie zusammengefasst:

Die Notfalllösung: Videospiele mit Schnee-Szenario

Und wenn gar nichts mehr gegen die Hitze hilft, bleibt immer noch die Fantasie: Wer sich bei Temperaturen weit über 30 Grad lieber in den Schnee wünscht, der sollte sich diese zehn Spiele hier genauer anschauen, die mein Kollege Tobias Kirchner letzten Winter zusammengestellt hat. Sie alle spielen in einer kalten Winterlandschaft:

insgesamt 3 Beiträge
WolfKristen 26.07.2018
1. Irgendwann geht nichts mehr...
... im Death Valley an Father Crowleys Overview war es 127 Grad Fahrenheit letzte Woche Mittwoch . Mein iPhone hat den Dienst eingestellt. Es hat nur die Meldung gezeigt: „das iPhone muss abkühlen, bevor es genutzt werden [...]
... im Death Valley an Father Crowleys Overview war es 127 Grad Fahrenheit letzte Woche Mittwoch . Mein iPhone hat den Dienst eingestellt. Es hat nur die Meldung gezeigt: „das iPhone muss abkühlen, bevor es genutzt werden kann“. Also das Ding nicht in der Hand halten ...
moorkind 26.07.2018
2. Einfach
mal aus-und dabei abschalten. Ein paar Meter zum Kühlschrank laufen schadet auch nicht.
mal aus-und dabei abschalten. Ein paar Meter zum Kühlschrank laufen schadet auch nicht.
daniel_fenzl 01.08.2018
3. "Schutzhüllen schützen wirklich"
Kommt darauf an. Wenn die Schutzhülle zu eng anliegt kann die Luft zwischen Hülle und Handyrückseite nichtmehr zirkulieren und heizt stark auf. Das kann das ganze Hitzeproblem noch verschlimmern...
Kommt darauf an. Wenn die Schutzhülle zu eng anliegt kann die Luft zwischen Hülle und Handyrückseite nichtmehr zirkulieren und heizt stark auf. Das kann das ganze Hitzeproblem noch verschlimmern...

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