Netzwelt

Zuckerberg-Anhörung

Verheerend für Facebook - oder die EU?

EU-Parlamentarier befragten Facebook-Gründer Mark Zuckerberg - und blamierten sich nach Ansicht vieler Beobachter. Kolumnist Sascha Lobo sieht das anders. Im Podcast antwortet er seinen Kritikern.

AFP

Mark Zuckerberg (r.) in Brüssel

Sonntag, 27.05.2018   11:16 Uhr

Sascha Lobo: der Debatten-Podcast #40. Zuckerberg vor dem EU-Parlament: Ein Desaster vor allem für Facebook

Vor dem EU-Parlament hat Mark Zuckerberg den PR-Kampf wohl gewonnen, analysierte Kolumnist Sascha Lobo in seiner jüngsten Kolumne. Inhaltlich sieht es allerdings anders aus, lautet Lobos Einschätzung. Denn der Facebook-Chef habe die Macht der EU unterschätzt.

In der Podcast-Folge zum Thema geht unser Kolumnist auf die Reaktionen seiner Leserinnen und Leser auf seine Analyse ein.

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insgesamt 17 Beiträge
joG 27.05.2018
1. Die EU hat wiedereinmal....
....bei dem Interview Zuckerbergs, in den folgenden Kommentaren und Aufgeregtheiten aber auch mit GDPR vollkommen überzeugend demonstriert, wieso es bei so vielen Innovationsprozessen so spät erst und so ineffizient [...]
....bei dem Interview Zuckerbergs, in den folgenden Kommentaren und Aufgeregtheiten aber auch mit GDPR vollkommen überzeugend demonstriert, wieso es bei so vielen Innovationsprozessen so spät erst und so ineffizient hinterherschwimmt. Die Angst der Bürokraten oder Apparatschicks, wie sie früher genannt wurden in einem untergegangenen Reich, ist kein guter Ratgeber für eine Gesellschaft um am "Cutting Edge" mitzumischen und bürokratischer Ärger über den Erfolg der Anderen und Neid sind ein schlechter Leitfaden für eine innovative Gesellschaft. Da ist freie Meinungsäußerung die bessere Grundlage und bessere Informationen das bessere Instrument. Verbieten ist die faule und infantile Ersatzhandlung und Menschen mit Erklärungen zu überzeugen kompliziert und anstrengend aber nachhaltiger.
Ein_denkender_Querulant 27.05.2018
2. Freie Meinungsäußerung?
Was hat Facebook mit der freien Mainungsäußerung zu tun? Eine Beschränkung der Machenschaften von Facebook und ein Schutz der Bevölkerung vor Dingen, von denen sie gar nicht überblicken, was es sie wirklich kosten wird, [...]
Zitat von joG....bei dem Interview Zuckerbergs, in den folgenden Kommentaren und Aufgeregtheiten aber auch mit GDPR vollkommen überzeugend demonstriert, wieso es bei so vielen Innovationsprozessen so spät erst und so ineffizient hinterherschwimmt. Die Angst der Bürokraten oder Apparatschicks, wie sie früher genannt wurden in einem untergegangenen Reich, ist kein guter Ratgeber für eine Gesellschaft um am "Cutting Edge" mitzumischen und bürokratischer Ärger über den Erfolg der Anderen und Neid sind ein schlechter Leitfaden für eine innovative Gesellschaft. Da ist freie Meinungsäußerung die bessere Grundlage und bessere Informationen das bessere Instrument. Verbieten ist die faule und infantile Ersatzhandlung und Menschen mit Erklärungen zu überzeugen kompliziert und anstrengend aber nachhaltiger.
Was hat Facebook mit der freien Mainungsäußerung zu tun? Eine Beschränkung der Machenschaften von Facebook und ein Schutz der Bevölkerung vor Dingen, von denen sie gar nicht überblicken, was es sie wirklich kosten wird, ist sinnvoll. Für die freie Meinungsäußerung gibt e sunendöich viele Optionen hier im Land, oder hatten wir vor Facebook so etwas gar nicht? Es ist so absurd im Kampf gegen Datenkraken, die unsere intimsten Gednaken ausspionieren vón Meinungsfreiheit zu reden. Es geht nur um Spionagefreiheit für Facebook. Was ist z.B. mit WhatsApp und der verbotenen Zusammenführung der Daten und Auswertung durch Facebook? Genau jetzt müssen Milliardenstrafen folgen. Wenn das nicht passiert, ist die EU in der Tat zahnlos. Und ja, es müsste viel mehr aufgeklärt werden, welche Daten erhoben werden, wie sie verknüpft werden und an wen sie verkauft werden. Wüßten das die Nutzer, würden ihnen die Augen ausfallen. Viel schlimmer ist doch, dass Facebook der freien Meinungbildung durch selektive Vorschläge von Beiträgen entgegen wirkt.
Prinzen Paule 27.05.2018
3. Für beide !
1. Es hat gezeigt dass anscheinendkeine Fachleute in diesen Gesprächen mit Zuckerbrrg waren. 2. die EU muss in so einem Meeting bestimmen wo der Weg lang geht. Hier zu muss man sich in vielen vor Gesprächen intensiv auf die [...]
1. Es hat gezeigt dass anscheinendkeine Fachleute in diesen Gesprächen mit Zuckerbrrg waren. 2. die EU muss in so einem Meeting bestimmen wo der Weg lang geht. Hier zu muss man sich in vielen vor Gesprächen intensiv auf die Fragen abstimmen und alle Antwort Varianten durchspielen. Nur so hat man sein Gesprächspartner bestens im Griff. Ein Ausweichen wird nicht akzeptiert sondern wird schriftlich festgehalten und datiert bis wann Antwort gegeben wird. Dazu werden auch gleich die Strafen offeriert falls nicht zeitgerecht geantwortet wird. Drittens ist nun sehr leicht Herrn Zuckerberg fest zunageln nicht entsprechende Antworten in der vorgegebenen Zeit gibt. Viertens dazu würde ich ihm gleich die Konsequenzen auf malen. Fünftens würde ich Social Media Europa neue Regeln. Dazu wird es ein Ausschreibungsverfahren geben an dem alle sozialen Medien teilnehmen können. Nur wir an diesen ausschreibe Verfahren daran teilnimmt anschließend bewertet wird und freigeschalten wird hat die Berechtigung weiter Social Media in der EU Für den Zeitraum X zu machen.
biber555 27.05.2018
4. Ganz einfach...
...Facebook Account kündicen. erst dann kommt Bewegung in die Sache. Ich hab meinen Account gekündigt.
...Facebook Account kündicen. erst dann kommt Bewegung in die Sache. Ich hab meinen Account gekündigt.
Knossos 27.05.2018
5. Implikation
"Verheerend" impliziert Rechenschaft, von der unter Scheuklappen geträumt wird. "Verheerend" wird es für keine der beteiligten Seiten, da: # siehe plutokratisches Prinzip. # seit Zeiten der EWG [...]
"Verheerend" impliziert Rechenschaft, von der unter Scheuklappen geträumt wird. "Verheerend" wird es für keine der beteiligten Seiten, da: # siehe plutokratisches Prinzip. # seit Zeiten der EWG hinreichend erwiesen ist, daß noch so eklatanter Wirtschaftsvertretung im Hintertreffen von EU-Bürgerschaft, keine Konsequenz für als Volksvertreter ausgewiesene Lobbyisten folgt. -Deren Funktion in diesem Fall schon im Vorfeld daran zu erkennen ist, daß sie die Anhörung unter Ausschluß der Öffentlichkeit anberaumt hatten. # bezüglich Zuckerberg bereits sein Auftreten deutlich indizierte, wer bei solcher Größenordnung von Kapital den Verlauf bestimmt. # es letztlich für ihn schon grundlegend unter keinen Umständen verheerend werden kann. Selbst, wenn seine Firma sich von heute auf morgen in Luft auflöste, bliebe ihm ausreichend Sparstrumpf für Jahrtausende luxuriösesten Daseins und sich jeder Art außer naturgebundenen Ungemachs zu entziehen. Gibt es auf dieser Welt nichts von tatsächlicher Brisanz, daß Laienschauspiel zum Drama aufgebauscht wird?

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