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Sascha Lobos Podcast zum Zukunftsgipfel

"Wie bekloppt investieren"

Der deutschen Wirtschaft gehe es zu gut, um innovativ zu sein. Das könne sie langfristig in Schwierigkeiten bringen, hat Sascha Lobo in seiner Kolumne geschrieben. Im Podcast antwortet er nun auf Leserkommentare.

obs/Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin/Uwe Voelkner / Fotoagentur FOX

Roboterarm

Sonntag, 09.09.2018   14:42 Uhr

Sascha Lobo: der Debatten-Podcast #56. Zukunftsgipfel der Bundesregierung: Vereint in Furcht

Kaum hatte der Zukunftsgipfel der Bundesregierung mit einer gemeinsamen Erklärung der Teilnehmer um Bundeskanzlerin Merkel (CDU) geendet, attestierte Sascha Lobo in seine Kolumne, man sollte so viel so plakativ zur Schau gestellte Einigkeit "mit einer gewissen Skepsis betrachten".

In Zeiten des wirtschaftlichen Erfolgs hätten Wirtschaft und Gewerkschaften viel zu verlieren, würden die Auswirkungen der überfälligen Digitalisierung fürchten und sich deshalb zu sehr auf Bewährtes verlassen. Statt innovative Antriebskonzepte zu entwickeln, würden Autohersteller lieber aus alter Dieseltechnik "das letzte Quäntchen Effizienz herauspressen". Schließlich sei man auch ohne Innovation erfolgreich.

Lobo kommt zu dem Schluss, dass deutsche Unternehmen gerade jetzt gut beraten wären, "wie bekloppt" in neue Ideen, Knowhow und Start-ups zu investieren. In seinem Podcast zur Kolumne greift er die Reaktionen seiner Leser auf.

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insgesamt 5 Beiträge
Heinze 09.09.2018
1. Quelle des derzeitigen Erfolges
sind 20 Jahre Lohnstagnation eine einzige echte Innovation der Deutschen Industrie namens AecD.
sind 20 Jahre Lohnstagnation eine einzige echte Innovation der Deutschen Industrie namens AecD.
Drscgk 09.09.2018
2. Warum sollte die Wirtschaft denn wie bekloppt investieren,
wo sie doch an ihrer Schrottproduktion von vorgestern mit Sollbruchstellen in jedem der Produkte von vorgestern dank der bekloppten Marktwirtschaft wie bekloppt Geld macht, ohne es mühsam verdienen zu müssen.
wo sie doch an ihrer Schrottproduktion von vorgestern mit Sollbruchstellen in jedem der Produkte von vorgestern dank der bekloppten Marktwirtschaft wie bekloppt Geld macht, ohne es mühsam verdienen zu müssen.
hh4 09.09.2018
3. Die Antworten sind nicht ernst zu nehmen
weil die Leserkommentare von vorneherein zensiert werden. Es werden nur solche Kommentare nicht zensiert, die die Linie von SPON verfolgen. Der Autor antwortet daher nur auf Kommentare, die nicht zensiert wurden. Die Einladung, [...]
weil die Leserkommentare von vorneherein zensiert werden. Es werden nur solche Kommentare nicht zensiert, die die Linie von SPON verfolgen. Der Autor antwortet daher nur auf Kommentare, die nicht zensiert wurden. Die Einladung, über SPON-Artikel zu "diskutieren" ist Fake. @Sascha Lobo: Sie können sich nur von SPON verabschieden, wenn Sie es ernst meinen.
Peter_der_Grosse 09.09.2018
4. Es ist leichter einen eMotor und eine Batterie in ein Auto zu bauen
... als ein vernünftiges Fahrwerk und gutes Interieur, behauptet Kommentator Tanador (hörte sich im Podcast so an) und Sascha Lobo widerspricht ihm zu Recht mit dem Hinweis auf Software und Infrastruktur, die heute wichtiger [...]
... als ein vernünftiges Fahrwerk und gutes Interieur, behauptet Kommentator Tanador (hörte sich im Podcast so an) und Sascha Lobo widerspricht ihm zu Recht mit dem Hinweis auf Software und Infrastruktur, die heute wichtiger sind. Es ist ja nicht so, dass einfach eine Batterie wie in eine Taschenlampe reingeschoben wird und ein einfacher Schalter umgelegt wird. Die Leistungsdichte ist viel höher und die Batteriezellen müssen mit Sensoren überwacht werden damit nicht passiert, was einigen Samsung Handys widerfahren ist. Der Hersteller Nissan hat gerade eine neue Version des weltweit meistverkauften Elektroautos auf den Markt gebracht, den Nissan Leaf2. Hier wurde zwar an Temperatursensoren gedacht, aber nicht an entsprechende Aktoren (aktive Batteriekühlung), um die einmal erhöhte Temperatur wieder zu senken. Bei kombiniertem schnellen Fahren und schnellen Laden wird beim Leaf2 einfach die Ladeleistung auf ein Drittel reduziert. Das führt dazu, dass es am Schnelllader nun statt 40 Minuten zweieinhalb Stunden dauert, um auf 80% aufzuladen. So ein Auto kann man kaum als reisefähig bezeichnen. Zumindest nicht, wenn man es mit einem Tesla vergleicht, der diese aktive Batteriekühlung hat. Auch zur Software ein Beispiel: das Navi des BMW i3 meldet sich zu Beginn einer längeren Fahrt zuverlässig und schlägt Ladepunkte vor, die in Reichweite liegen. Einen wählt der Fahrer als Zwischenziel aus. Das Navi schlägt aber nicht gleich meherere Ladepunkte vor, um die ganze Strecke zu bewältigen. Es berechnet auch nicht die optimale Ladedauer und berechnet diese auch nicht in die voraussichtliche Ankunftszeit ein. Im BMW i3 weiss der Fahrer nicht, ob er heute noch ankommt oder ob es überhaupt entlang der gesamten Strecke hinreichende Schnellladepunkte gibt. Im Tesla wird dem Fahrer für eine Route quer durch Europa eine Strecke inklusive der optimalen Ladehalte vorgeschlagen und eine Ankunftszeit inkl. Ladezeiten berechnet. Wer erkennt den Unterschied noch nicht ?
ulrics 10.09.2018
5.
Der Protektionismus bei der Autoindustrie ist fatal, aber progressive Politik ist mit SPD und Union nicht zu erwarten. Mittelfristig werden die Aktienkurse der Autohersteller einbrechen, weil innovationslos.
Der Protektionismus bei der Autoindustrie ist fatal, aber progressive Politik ist mit SPD und Union nicht zu erwarten. Mittelfristig werden die Aktienkurse der Autohersteller einbrechen, weil innovationslos.

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