Panorama

Sechs Verletzte

Gaffer behindern Einsatz nach schwerem Unfall auf A20

Bei einem Unfall auf der A20 bei Greifswald sind sechs Menschen verletzt worden - zwei von ihnen schwer. Die Autobahn musste in beide Richtungen gesperrt werden. Schaulustige störten die Rettungsarbeiten.

Donnerstag, 07.12.2017   09:29 Uhr

Sechs Verletzte, eine mit Dünger bedeckte Fahrbahn und störende Gaffer - das ist die Bilanz eines Unfalls auf der Autobahn 20 in Mecklenburg-Vorpommern.

Bei dem Unfall mit mehreren Beteiligten war laut Polizei ein Reifen eines mit mehreren Tonnen Dünger beladenen Lastwagens geplatzt. Dieser geriet dadurch auf die Mittelleitplanke und in den Gegenverkehr. Der 57 Jahre alte Fahrer wurde eingeklemmt und schwer verletzt. Der Dünger verteilte sich teilweise auf der Fahrbahn.

Ein weiterer Lastwagen und sechs Autos fuhren den Angaben zufolge auf den verunglückten Lastwagen auf. Dabei zog sich auch ein 46 Jahre alter Autofahrer schwere Verletzungen zu. Vier Menschen wurden nach bisherigen Erkenntnissen leichter verletzt.

Die Arbeiten an der Unfallstelle seien von Schaulustigen gestört worden, teilte die Polizei mit. Wegen der Gaffer hätten zusätzliche Sicherheitskräfte eingesetzt werden müssen. Nur unter Androhung von Platzverweisen und Bußgeldern habe man einige Schaulustige daran hindern können, sich dem Unglücksort zu nähern. Es seien sogar Leute dabei gewesen, die mehrmals versuchten, an den Absperrungen vorbeizukommen, sagte eine Polizeisprecherin.

Die Schaulustigen hätten in den Staus ihre Autos verlassen und dann versucht, zu Fuß zu der langgezogenen Unfallstelle zu gelangen, sagte die Sprecherin. Sie hätten sich dabei teilweise auch nicht durch die als Sperren abgestellten Polizeiautos stören lassen.

Während der Nacht war die Autobahn auf Höhe der Anschlussstelle Greifswald in beide Richtungen gesperrt, Umleitungen wurden eingerichtet. Die Aufräumarbeiten dauerten bis zum Morgen. Erst dann wurde die Autobahn wieder für den Verkehr freigegeben.

wit/dpa

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