Panorama

Nach Start in Jakarta

Flugzeug mit 188 Menschen an Bord abgestürzt

In Indonesien ist es zu einem schweren Flugzeugunglück gekommen: Eine Lion-Air-Maschine mit 188 Menschen an Bord ist kurz nach dem Start ins Meer gestürzt. Die Hoffnung, noch Überlebende zu finden, ist gering.

DPA

Flugzeuge von Lion Air (Archivbild)

Montag, 29.10.2018   10:27 Uhr

In Indonesien ist ein Flugzeug mit 188 Menschen an Bord abgestürzt. Die Boeing 737 des indonesischen Billigfliegers Lion Air verschwand am Montag kurz nach dem Start in der Hauptstadt Jakarta von den Radarschirmen. Inzwischen entdeckten die Rettungsdienste etwa 70 Kilometer von Jakarta entfernt die ersten Trümmer im Meer.

Ein Sprecher der Rettungsdienste, Muhammad Syaugii, sagte: "Wir haben Rettungswesten, Handys und Flugzeugteile entdeckt." Vermutet werde, dass das Wrack der Maschine nun in einer Tiefe von etwa 35 Metern im Meer liege. Die Hoffnung, noch Überlebende zu finden, ist gering.

Nach Angaben der nationalen Katastrophenschutzbehörde waren 188 Menschen an Bord: 178 erwachsene Passagiere, ein Kind, zwei Babys, zwei Piloten und fünf Flugbegleiter.

Die Boeing 737 MAX 8 befand sich auf einem Inlandsflug: Sie war um 6.20 Uhr Ortszeit (00.20 Uhr MEZ) in Jakarta gestartet. Eine Stunde später wurde sie auf dem Flughafen von Pangkal Pinang erwartet, der größten Stadt der Nachbarinsel Bangka. Die Maschine verschwand nach Angaben der Luftraum-Überwachung jedoch 13 Minuten nach dem Abheben von den Radarschirmen.

Nach Angaben der Rettungsdienste wurde Flug JT-610 zuletzt bei Karawang in der Provinz West-Java geortet. Dort sei auch der Funkkontakt zu dem Flugzeug abgebrochen. Die Absturzursache ist bisher unklar. Die Maschine war recht neu. Das Boeing-Modell 737 MAX 8 ist nach Angaben von Experten erst seit 2016 in Betrieb.

Die indonesische Billigfluglinie Lion Air wurde 1999 gegründet. Die stark expandierende Gesellschaft setzte moderne Jets der Hersteller Boeing und Airbus ein, sie fliegt hauptsächlich Ziele innerhalb Indonesiens und einige Auslandsziele an. Derzeit umfasst die Luftflotte knapp über hundert Maschinen.

aar/dpa/AP/AFP

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH

TOP