Panorama

Artenschutz durch Jäger

Warum es nötig ist, Katzen zu erschießen

Deutschlands Jäger töten jedes Jahr Tausende Katzen. Muss das sein? Eine Jägerin - selbst Katzenbesitzerin - verteidigt das Vorgehen.

DPA

Katze im Vogelhaus

Ein Interview von Eva Gemmer
Mittwoch, 13.09.2017   04:43 Uhr

Zwei Millionen verwilderte Katzen streifen nach einer Schätzung des Deutschen Tierschutzbundes durch die Wälder und Felder Deutschlands. Dazu kommen rund zehn Millionen Hauskatzen mit Freigang. Wie viele Katzen jährlich von Jägern erschossen werden, ist unklar. Der Tierschutzbund geht von 100.000 aus, andere Organisationen schätzen die Zahl noch deutlich höher; PETA etwa spricht von 350.000 erschossenen Katzen.

Während geschossene Wildtiere jedes Jahr in der sogenannten Jagdstrecke erfasst werden, führen nur wenige Bundesländer Buch über die Zahl der erschossenen Katzen. In Nordrhein-Westfalen (NRW) wurde der Abschuss von Katzen vor zwei Jahren verboten, bis dahin war das Bundesland mit 90.000 erschossenen Katzen zwischen 2007 und 2015 unangefochtener Spitzenreiter. Die Gesetzesänderung war in NRW damals umstritten, die Jagd auf Katzen ist es bis heute.

Anna Martinsohn, stellvertretende Pressesprecherin des Deutschen Jagdverbands, ist sowohl Jägerin als auch Katzenbesitzerin. Sie selbst könnte keine Katze erschießen, sieht aber die Notwendigkeit dahinter.

SPIEGEL ONLINE: Frau Martinsohn, warum schießen Jäger auf Katzen?

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