Panorama

Großraum Freiburg

Mutter soll neunjährigen Sohn für Vergewaltigungen verkauft haben

Eine Frau aus dem Raum Freiburg soll ihren Sohn zum Missbrauch im Internet angeboten haben. Die Polizei spricht von "diversen Vergewaltigungen in vielen Fällen". Acht Tatverdächtige sitzen in Untersuchungshaft.

DPA

Polizeiauto in Freiburg

Donnerstag, 11.01.2018   16:47 Uhr

Der Polizei in Baden-Württemberg ist ein Schlag gegen einen Missbrauchsring gelungen. Eine 47-jährige Mutter soll ihren neunjährigen Sohn für Vergewaltigungen an mehrere Männer verkauft haben. Gemeinsam mit ihrem 37-jährigen Lebensgefährten werde die Frau aus dem Raum Freiburg im Breisgau verdächtigt, den Jungen "gegen Entgelt im Internet angeboten zu haben", sagte eine Polizeisprecherin.

Das tatverdächtige Paar und vier Männer, die den Jungen sexuell missbraucht haben sollen, sind demnach gefasst und sitzen in Untersuchungshaft. Auch dem Mann und der Frau selbst wird laut Polizei der "anhaltende schwere sexuelle Missbrauch" über Jahre hinweg vorgeworfen. Die Taten sollen bis ins Jahr 2015 zurückreichen. Laut Landeskriminalamt ist es der "schwerste Fall des sexuellen Missbrauchs, der in Baden-Württemberg von der Ermittlungsbehörde bisher bearbeitet wurde".

Die Polizei war den Tatverdächtigen nach einem anonymen Hinweis aus dem Internet im Herbst 2017 auf die Spur gekommen. Nachdem das Paar gefasst werden konnte, machten die Ermittler nach und nach weitere Tatverdächtige ausfindig und nahmen sie fest.

Bei ihnen handelt es sich um:

Sie alle werden unter anderem des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern verdächtigt. Außerdem sollen sie für "diverse Vergewaltigungen in vielen Fällen" gegen den Jungen verantwortlich sein, sagte die Polizeisprecherin. Die Übergriffe hätten sich an verschiedenen Tatorten im Großraum Freiburg ereignet.

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Banner der deutsch-französischen Brigade

Die Mutter und ihr laut Polizei einschlägig vorbestrafter Freund sitzen bereits seit Mitte September in Untersuchungshaft. Fünf Tage nach dem ersten Hinweis, der bei der Zentralstelle für Internetermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt einging, habe der Missbrauch des Jungen beendet werden können. Das Opfer befindet sich nun in staatlicher Obhut.

Die Tatverdächtigen aus dem Ausland sind laut Polizei mittlerweile an Deutschland ausgeliefert worden. "Die vorliegenden Anfangsverdachtsmomente sind abgearbeitet", sagte die Polizeisprecherin.

Gleichwohl kann die Polizei nicht ausschließen, dass es noch weitere Fälle geben kann. Die Ermittlungen gehen weiter. Umfangreiches Filmmaterial und Datenträger, auf denen Missbrauch festgehalten wurde, wurde sichergestellt.

apr

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