Panorama

Prozess in Mönchengladbach

Streit über ein Katzengrab

Liegt Katze Minki unter einem Randstein, weil eine Tierfriedhofs-Betreiberin das Grab verkleinerte? Mit dieser Frage sollte sich ein Gericht beschäftigen - doch der Besitzer spielt offenbar auf Zeit.

DPA

Grab von Katze Minki

Freitag, 14.09.2018   15:54 Uhr

Ein kurioser Fall beschäftigt die Justiz in Nordrhein-Westfalen: Es geht um den Streit über die korrekte Ausgestaltung eines Katzengrabes auf einem Tierfriedhof. Nun hat auch ein Gerichtstermin keine Einigung gebracht.

Die Klage des Katzenbesitzers gegen die Friedhofsbetreiberin wurde am Amtsgericht Mönchengladbach abgewiesen - allerdings handelt es sich um ein sogenanntes Versäumnisurteil. Der Kläger war nicht vor Gericht erschienen. "Der Sinn ist, am Ende Zeit zu gewinnen", sagte ein Gerichtssprecher.

Der Konflikt dreht sich um das Grab einer Kurzhaarkatze namens Minki. Der Besitzer des Tieres wirft der Betreiberin des Friedhofs vor, die Grabfläche so verkleinert zu haben, dass sein Haustier nun unter den Randsteinen liege. Er fordere, das Grab um etwa 40 Zentimeter zu verlängern, berichtete der WDR.

Die Betreiberin sieht das anders: Die Größe des Grabes sei mindestens so wie vereinbart und die Katze liege in dem umrandeten Feld. Zuvor habe der Besitzer die nicht genutzte benachbarte Grabstätte mit dekoriert, berichtet der Sender - diese wurde nun gebraucht. "Wir wollen hoffen, dass es nicht zu einer Exhumierung kommen muss", sagte ihre Anwältin. Genau das forderte der Besitzer laut WDR - um nachzuweisen, das Minki tatsächlich unter dem Randstein liegt.

bbr/dpa

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