Panorama

Kim Kardashian trifft Frau nach jahrzehntelanger Haft

Erst mal Snapchat

Alice Marie Johnson saß wegen eines Drogendeliktes mehr als 20 Jahre im Gefängnis. Jetzt ist sie frei - auch dank Reality-Star Kim Kardashian. Bei dem ersten Treffen der Frauen ging es um eine App.

AFP
Donnerstag, 14.06.2018   08:06 Uhr

Alice Marie Johnson saß von 1996 bis 2018 wegen Drogengeschäften hinter Gittern. In dieser Zeit hat sie viele Entwicklungen verpasst, die Handy-App Snapchat gehört sicher nicht zu den wichtigsten. Doch damit kennt sich die 63-Jährige jetzt aus.

Seit knapp zwei Wochen ist Johnson frei. US-Präsident Donald Trump hat ihre lebenslange Haftstrafe verkürzt, nachdem sich US-Reality-Star Kim Kardashian bei ihm dafür eingesetzt hatte.

Nun haben sich die beiden Frauen zum ersten Mal getroffen, wie "People" berichtet. Sie begegneten sich demnach in Memphis. Eines ihrer Gesprächsthemen: die App Snapchat. Mit ihr kann man Videos verschicken, die sich nach kurzer Zeit selbst löschen.

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Kardashian & Johnson: "Ich liebe diese Frau"

Johnson hat das Programm nie kennengelernt, es kam heraus, als sie noch im Gefängnis saß. Das wollte Kardashian ändern: "Alice hat nie Filter benutzt, also gebe ich ihr eine Einführung", sagte sie laut "People" in einem Clip. Er zeigt die beiden Frauen mit Micky-Maus- und Hasenohren, außerdem mit verzerrten Stimmen - alles Funktionen von Snapchat.

Kardashian hatte von Johnsons Fall aus sozialen Medien erfahren und begonnen, sich für die Frau zu engagieren. Ende Mai traf sie sich mit US-Präsident Trump, um ihn von Johnsons Begnadigung zu überzeugen. Ihrem Besuch sollen monatelange Verhandlungen mit Trumps Schwiegersohn Jared Kushner vorausgegangen sein.

Die ehemalige Gefangene Johnson und Kardashian traten auch im Fernsehen auf, wie "People" berichtet. "Ich liebe diese Frau", sagte Kardashian im TV. Johnson erzählte, wie aufgeregt sie vor dem Treffen mit Kardashian gewesen sei.

In einem Essay für CNN hat die 63-Jährige kürzlich beschrieben, was ihr das Engagement des Promis bedeutet. Sie danke Gott, dass die Stimmen von Kardashian und Kushner zusammengekommen seien und das Rampenlicht auf ihren Fall gerichtet hätten.

jpz

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