Panorama

Jessica Simpson und Natalie Portman

Der Bikini-Foto-Zoff

Oscar-Preisträgerin Natalie Portman kritisierte in einem Interview das aufreizende Auftreten von Popstar Jessica Simpson auf einem Magazin-Cover - diese schlug nun zurück.

Getty Images/ SPIEGEL ONLINE
Donnerstag, 06.12.2018   13:45 Uhr

Popsängerin Jessica Simpson wehrt sich gegen eine Aussage der Schauspielerin Natalie Portman zu Simpsons früherem Image und freizügigem Auftreten.

Im Gespräch mit der Zeitung "USA Today" über ihren neuen Film "Vox Lux", in dem Portman eine Sängerin spielt, sprach die 37-jährige Oscar-Preisträgerin auch über Rollenbilder und Sexualisierung in der Popmusik. "Ich erinnere mich, dass ich als Teenager Jessica Simpson auf der Titelseite einer Zeitschrift sah, die 'Ich bin eine Jungfrau' sagte und einen Bikini trug", sagte Portman in dem Interview, "und ich war verwirrt." Sie habe damals nicht gewusst, was ihr das als Frau, als Mädchen, sagen soll.

Simpson reagierte mit einem längeren Statement, das sie auf Instagram veröffentlichte. Darin schrieb sie, adressiert an Portman, dass sie deren Aussage "enttäuscht" habe. "Als Personen des öffentlichen Lebens wissen wir beide, dass die Kontrolle über unser Image nicht immer vollständig in unseren Händen liegt und dass die Branche, in der wir arbeiten, oft versucht, uns zu definieren und einzuengen."

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Streit zwischen Simpson und Portman: "Sexy bedeutet nicht Sex"

Sich sexy in einem Bikini zu zeigen und stolz auf den eigenen Körper zu sein, sei nicht gleichbedeutend mit Sex, schrieb die 38-Jährige weiter. Sie empfinde sich als "Vorbild für alle Frauen, um ihnen klarzumachen, dass sie so aussehen können, wie sie wollen, tragen können, was sie wollen, und Sex oder keinen Sex haben können, mit wem sie wollen". Sie habe es sich zur Gewohnheit gemacht, andere Frauen nicht für ihre Entscheidungen zu kritisieren.

"Ich wollte dich nicht beschämen", antwortete Portman in einem Kommentar unter Simpsons Instagram-Beitrag und entschuldigte sich. Sie habe lediglich sagen wollen, dass sie als heranwachsendes Mädchen von "den verschiedenen Botschaften der Medien darüber, wie Mädchen und Frauen sich zu verhalten hätten" verwirrt gewesen sei.

skr

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