Panorama

Streit mit dem Bauer-Verlag

Rebel Wilson gibt nicht auf

Den Vorwurf, eine notorische Lügnerin zu sein, will Rebel Wilson nicht auf sich sitzen lassen. Sie schöpft im Rechtsstreit mit dem Bauer-Verlag das letzte Mittel aus. Es geht dabei nicht nur um die Ehre.

AP
Donnerstag, 12.07.2018   17:11 Uhr

Mal stand sie als Siegerin da, dann wieder als Verliererin: Der Rechtsstreit von Rebel Wilson mit dem deutschen Bauer-Verlag hat seit Monaten eine bewegte Dramaturgie. Zuletzt musste die Schauspielerin eine herbe Niederlage hinnehmen, verbunden mit der Forderung eine Millionensumme an den Gegner zurückzuzahlen - aber Wilson gibt noch nicht auf.

Der neueste Dreh: Die 38-Jährige, bekannt aus Filmen wie "Pitch Perfect" und "Brautalarm", geht in die nächste Instanz. Wilson habe vor dem Obersten Gerichtshof in Australien beantragt, die Geldforderung aufzuheben, teilte das Gericht mit.

Der Hintergrund: Wilson war wegen Berichten im Jahr 2015 in australischen Bauer-Zeitschriften wie "OK" und "Women's Weekly" vor Gericht gezogen, in denen es hieß, die Schauspielerin habe bei ihrem Alter und ihrer Herkunft geschummelt. Wilson gab an, ihr seien durch die Anschuldigungen Rollen entgangen.

Vor einigen Monaten hatte ein Gericht entschieden, dass der Schauspielerin in dem Streit mit Bauer Media Schadensersatz wegen Rufschädigung zustehe - in Höhe von fast drei Millionen Euro. Eine Rekordsumme.

Der Verlag ging jedoch in Berufung und hatte Erfolg. Es sei nicht rechtens, dass Bauer Media Wilson eine Entschädigung für entgangene Filmrollen in "Trolls" oder "Kung Fu Panda 3" zahlen müsse, urteilten die Richter in Melbourne. Sie reduzierten die Entschädigungssumme auf umgerechnet etwa 380.000 Euro, die Differenz zwischen den Beträgen müsse Wilson begleichen.

Die Schauspielerin sollte umgerechnet also 2,6 Millionen Euro an den Verlag zurückzahlen. Wie es weitergeht, entscheidet nun zunächst ein einzelner Richter des Obersten Gerichtshofes. Er soll Wilson zunächst allein anhören und dann entscheiden, ob ihr Antrag abgelehnt wird - oder ob sich alle sieben Richter damit befassen.

fok/AP

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