Politik

Vorwürfe häuslicher Gewalt

Trump verliert engen Mitarbeiter

Zwei Ex-Frauen werfen Trump-Mitarbeiter Rob Porter vor, sie geschlagen und psychisch misshandelt zu haben. Nun wird er seinen Posten im Weißen Haus räumen.

REUTERS/Jonathan Ernst

Mitarbeiter Rob Porter mit US-Präsident Donald Trump

Mittwoch, 07.02.2018   22:12 Uhr

Ein enger Mitarbeiter von US-Präsident Donald Trump ist zurückgetreten, nachdem Vorwürfe seiner Ex-Frauen wegen häuslicher Gewalt bekannt wurden. Rob Porter werde das Weiße Haus verlassen, sagte Regierungssprecherin Sarah Sanders. Er war unter anderem für den Schriftverkehr Trumps und seinen Terminplan zuständig und arbeitete eng mit Trumps Stabschef John Kelly zusammen.

Eine persönliche Reaktion von Präsident Trump gab es zunächst nicht. Angeblich soll Stabschef Kelly versucht haben, Porter zum Bleiben zu überreden.

Der Mann soll den Vorwürfen zufolge zwei Ex-Ehefrauen vor Jahren geschlagen sowie verbal und psychisch misshandelt haben. Sie beschuldigten ihn in Interviews mit der Zeitung "Daily Mail". Der Bericht wurde mit Fotos der Frauen, auf denen sie mit blauen Flecken zu sehen sind, veröffentlicht.

Porter selbst weist die Vorwürfe als "falsch und empörend" zurück. Er habe die Fotos, die den Medien gegeben wurden, vor 15 Jahren gemacht. "Die Wahrheit, die dahintersteht, ist nicht annähernd so, wie sie beschrieben wird", sagte Porter in einer Erklärung. Er sei ehrlich gewesen und werde sich nicht weiter öffentlich mit einer "abgestimmten Hetzkampagne" auseinandersetzen.

Trotzdem wird Porter seinen Job als Trumps Mitarbeiter aufgeben. Er wolle beim Verlassen des Weißen Hauses für einen geordneten Übergang sorgen.

cop/dpa

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