Politik

Donald Trump reagiert auf Kritik

"Bill Clinton hat keine Ahnung"

Kritik mag Donald Trump gar nicht. Und er stellt sie auf seine Weise richtig, nämlich auf Twitter. "Bill Clinton hat keine Ahnung", schreibt er und reagiert auf eine Aussage des Ex-Präsidenten.

REUTERS

Donald Trump

Mittwoch, 21.12.2016   16:11 Uhr

"Donald Trump kann nur eine Sache gut - er weiß, wie er verärgerte, weiße Männer für sich gewinnen kann." Bill Clinton hat den designierten US-Präsidenten Donald Trump in einem Gespräch mit einer lokalen Zeitung stark kritisiert, wie der Nachrichtensender CNN berichtet. Trump habe sonst nicht viel Ahnung, sagte der Ehemann von Hillary Clinton, die bei der Präsidentschaftswahl gegen ihren republikanischen Konkurrenten verloren hatte.

In einer Serie von Twitter-Nachrichten antwortete der Unternehmer nun auf die Schelte von Bill Clinton: "Clinton hat gesagt, dass ich ihn nach der Wahl angerufen habe. Falsch, er hat mich angerufen (und freundlich gratuliert)." Clinton habe folglich keine Ahnung.

Bill Clinton hatte in dem Interview mit der wöchentlichen Lokalzeitung "Bedford and Pound Ridge Record-Review" gesagt, Trump habe ihn nach der Wahl angerufen. Er sei verwundert gewesen, dass der Republikaner so freundlich nach dem harten Wahlkampf gewesen sei. Das berichtet der Nachrichtensender CCN unter Berufung auf den Artikel.

Später räumte Clinton allerdings dann doch ein: "Es gibt eine Sache, bei der ich mit Donald Trump übereinstimme - ich habe ihn nach der Wahl angerufen."

Trump legte aber weiter nach: Das Clinton-Team habe nicht gewusst, wie sie die Menschen in den Swing States für die Wahl motivieren können. Sie hätten sich auf die falschen Staaten konzentriert.

Bill Clinton macht FBI-Chef für Niederlage verantwortlich

In dem Gespräch mit der Lokalzeitung hatte Bill Clinton unter anderem FBI-Chef James Comey für die Wahlniederlage verantwortlich gemacht. Einst hätten sie sieben Prozentpunkte Vorsprung vor Trump in den Umfragen gehabt, sagte Clinton demnach dem Blatt. Doch dann habe der FBI-Chef in einem Brief an führende Kongressmitglieder mitgeteilt, dass im Zuge einer anderen Ermittlung weitere E-Mails aufgetaucht seien, die vertrauliche Inhalte enthalten könnten. Dieses Vorgehen habe seiner Frau massiv geschadet, sagte der demokratische Politiker.

Donald Trump nutzte danach die neuen Entwicklungen in der E-Mail-Affäre für scharfe Attacken gegen seine Rivalin.

mho

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