Politik

Islamistischer Terror in Indonesien

Fünf Tote nach Macheten-Angriff auf Polizeiwache

Die Terrorserie in Indonesien hält an. Nun ist es auch auf der Insel Sumatra zu einem Anschlag gekommen. Islamistische Angreifer gingen mit Macheten und Schwertern auf Polizisten los, vier von ihnen starben.

AP

Ermittler am Tatort auf Sumatra

Mittwoch, 16.05.2018   13:46 Uhr

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) ist nach eigenen Angaben für einen Anschlag mit fünf Toten auf der indonesischen Insel Sumatra verantwortlich. Dort hatten Extremisten ein Auto in eine Polizeiwache gesteuert und Beamte im Gebäude mit Macheten und Schwertern angegriffen. Ein Polizist sei bei dem Vorfall in der zentralen Provinz Riau getötet worden, teilte ein Polizeisprecher mit.

Polizisten hätten vier der Angreifer erschossen, hieß es weiter. Ein fünfter sei geflohen, aber später gefasst worden. Zwei Beamte und ein in der Polizeiwache arbeitender Journalist seien verletzt worden.

Bereits am Montag hatte es in Indonesiens zweitgrößter Stadt Surabaya auf Java einen Angriff auf eine Polizeiwache gegeben, am Sonntag waren dort drei Kirchen attackiert worden (mehr zu den Hintergründen erfahren Sie hier).

Im Video: Bericht zum Anschlag in Surabaya

Foto: REUTERS

In Indonesien leben rund 200 Millionen Muslime - mehr als in jedem anderen Staat der Welt. Mehrere Hundert hatten sich in den vergangenen Jahren dem IS angeschlossen. Gemessen an der Bevölkerungszahl sind das deutlich weniger als etwa aus Deutschland und vielen anderen Staaten.

Am Dienstag hat der islamische Fastenmonat Ramadan begonnen. Der Monat ist nicht nur eine Zeit der spirituellen Einkehr und Besinnung für Hunderte Millionen Muslime - für den IS ist es ein Monat des Terrors.

vks/dpa/AP

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