Politik

Pufferzone an der Grenze

Nord- und Südkorea ziehen Waffen und Wachposten ab

Es ist das nächste Entspannungssignal: Nordkorea und Südkorea haben sich zusammen mit der Uno darauf verständigt, Wachposten und Waffen aus einem Teil der Pufferzone abzuziehen.

AP

Soldaten aus Nord- und Südkorea sowie den USA an der Grenze (Archivfoto)

Montag, 22.10.2018   17:57 Uhr

Der Abzug soll noch in dieser Woche vollzogen werden: Delegationen von Nordkorea und Südkorea sowie ein von den USA geführtes Uno-Kommando haben beschlossen, Waffen und Wachposten aus einem Teil der stark befestigten gemeinsamen Pufferzone im Grenzort Panmunjom zu entfernen. Dort hatten Nord- und Südkorea als Entspannungssignal zuvor bereits Minen geräumt.

Nordkoreas MachthaberKim Jong Un und Südkoreas Präsident Moon Jae In hatten sich bei ihrem jüngsten Gipfel auf Maßnahmen zur militärischen Entspannung geeinigt. Dazu zählten unter anderem der Abbau von Wachposten bis zum Jahresende sowie die Beendigung von Militärübungen an der gemeinsamen Grenze ab dem 1. November.

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Panmunjom ist der einzige Ort entlang der 250 Kilometer langen Grenze zwischen Nord- und Südkorea, an dem sich Soldaten beider Länder direkt gegenüberstehen. Der Rest ist eine demilitarisierte Pufferzone. In dem Ort finden häufig Gespräche zwischen beiden Staaten statt, die sich seit dem Koreakrieg (1950-53) noch immer offiziell in Kriegszustand befinden.

Die Gespräche am Montag waren das zweite Treffen der für die Gemeinsame Sicherheitszone rund um Panmunjom zuständigen Kommission aus Nord- und Südkorea sowie dem Uno-Kommando. Dieses ist in die Gespräche eingebunden, weil es für den südlichen Teil der Gemeinsamen Sicherheitszone zuständig ist.

als/AFP

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