Politik

Terrorprozess

Mutmaßlicher Attentäter von Stockholm bekennt sich schuldig

Im Terrorprozess um einen Anschlag in Stockholm hat der Angeklagte die Tat zugegeben. Sein Mandant habe mit einem Lkw "Ungläubige" töten wollen, sagte der Anwalt.

AFP

Der Tatort in Stockholm

Dienstag, 13.02.2018   14:19 Uhr

Fast ein Jahr nach dem Terrorangriff in der Stockholmer Innenstadt hat sich der mutmaßliche Attentäter gleich zu Prozessbeginn schuldig bekannt. Der Anwalt des aus Usbekistan stammenden Mannes sagte, sein Mandant habe im April 2017 mit einem Lkw "Ungläubige" töten wollen. Er habe Angst verbreiten und Schweden dazu bringen wollen, seine Beteiligung am internationalen Militäreinsatz gegen die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) zu beenden.

Bei dem Anschlag in der Hauptstadt starben fünf Menschen, 15 wurden verletzt. Der Angeklagte hatte einen Lastwagen in der Haupteinkaufsstraße in eine Menschenmenge gelenkt.

Der Angeklagte war 2014 nach Schweden gekommen. Nachdem sein Asylantrag abgelehnt wurde, tauchte er ab. Am 20. Februar soll er selbst das Wort in dem Verfahren ergreifen. Ein Urteil wird für Juni erwartet.

Die Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft. Der Angeklagte habe nicht nur fünf Menschen getötet, sondern auch riskiert, dass 150 weitere sterben oder schwer verletzt werden. Nach einer möglichen Gefängnisstrafe solle der Mann ausgewiesen werden.

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