Politik

Grünen-Fraktionschefin

Göring-Eckardt verzichtet auf weitere Spitzenkandidatur

Wäre es zu einer Jamaika-Koalition gekommen, hätte Katrin Göring-Eckardt mit einem Ministerinnen-Posten rechnen können. Nachdem das Bündnis geplatzt ist, sieht die Grünen-Politikerin sich nicht mehr als Spitzenkandidatin ihrer Partei.

OMER MESSINGER/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Katrin Göring-Eckardt

Mittwoch, 02.01.2019   13:44 Uhr

Der nächste reguläre Bundestagswahl-Termin ist zwar noch über zwei Jahre hin - doch Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat für sich bereits entschieden, sich dann nicht wieder um die Spitzenkandidatur ihrer Partei zu bewerben. "Ich war zweimal Spitzenkandidatin und es war eine tolle Aufgabe. Aber beim nächsten Mal machen das andere", sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Mit Göring-Eckardt und Cem Özdemir als Spitzenkandidaten hatten die Grünen bei der Bundestagswahl 2017 ein Ergebnis von 8,9 Prozent erzielt. Unter ihren heutigen Vorsitzenden Robert Habeck und Annalena Baerbock stehen sie in den Umfragen bei 19 bis 20 Prozent.

"Unsere Parteivorsitzenden sind die Richtigen zur richtigen Zeit", sagte Göring-Eckardt dazu und erklärte das Umfragehoch so: "Wir zeigen Haltung und sprechen Themen an, die für die Leute wichtig sind." In den Verhandlungen über eine Jamaika-Koalition hätten die Grünen bewiesen, dass wir bereit seien, Verantwortung zu übernehmen. "Das honorieren die Leute - gerade auch angesichts der dürftigen Vorstellung der Regierungskoalition aus Union und SPD.

jat/dpa

insgesamt 32 Beiträge
meinungsforscher 02.01.2019
1. gut aufgestellt
Die GRÜNEN sind derzeit inhaltlich und personell gut aufgestellt, das hat Frau Göring-Eckardt gut erkannt. Das Umfrage-Hoch wird sich jedoch in den nächsten Jahren wieder relativieren...
Die GRÜNEN sind derzeit inhaltlich und personell gut aufgestellt, das hat Frau Göring-Eckardt gut erkannt. Das Umfrage-Hoch wird sich jedoch in den nächsten Jahren wieder relativieren...
dasfred 02.01.2019
2. Respekt. Das nenne ich Realpolitik
Um überhaupt was ändern zu können müssen die Grünen um jede Stimme kämpfen. Dazu braucht es die beliebtesten Politiker, verständliche und allgemein akzeptierte Themen und den Verzicht auf utopische Forderungen, die manche [...]
Um überhaupt was ändern zu können müssen die Grünen um jede Stimme kämpfen. Dazu braucht es die beliebtesten Politiker, verständliche und allgemein akzeptierte Themen und den Verzicht auf utopische Forderungen, die manche wechselwillige Wähler wieder vor den Kopf stoßen.
Peletua 02.01.2019
3. Erleichternd
Nach Göring-Eckardts absonderlichen Forderungen von gestern (Umzug aller Bundesbehörden - die alle unter ostdeutsche Leitung gestellt werden sollen - in Ost-Bundesländer; Soli-Zahlungen an Ostdeutschland bis in die graue [...]
Nach Göring-Eckardts absonderlichen Forderungen von gestern (Umzug aller Bundesbehörden - die alle unter ostdeutsche Leitung gestellt werden sollen - in Ost-Bundesländer; Soli-Zahlungen an Ostdeutschland bis in die graue Unendlichkeit) erleichtert mich ihr Entschluss doch ein Stück weit...
linus40 02.01.2019
4. Weise Entscheidung
Nach ihrer Forderung nach einer Ossiquote für Bundesbehörden wäre sie im Westen ohnehin unwählbar geworden. So tut sie ihrer Partei doch noch einen Gefalen.
Nach ihrer Forderung nach einer Ossiquote für Bundesbehörden wäre sie im Westen ohnehin unwählbar geworden. So tut sie ihrer Partei doch noch einen Gefalen.
kritischer-spiegelleser 02.01.2019
5. Göring-Eckardt verzichtet?
Oder haben die Grünen festgestellt, dass diese Dame nicht mehr zum neuen Bild der Grünen passt?
Oder haben die Grünen festgestellt, dass diese Dame nicht mehr zum neuen Bild der Grünen passt?

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung

TOP