Politik

Neue GroKo

Wie Union und SPD die Ministerien verteilen

Bis zuletzt wurde um die Ministerien gerungen: Die SPD sichert sich drei Schlüsselressorts, für die CSU wird das Innenressort umbenannt. Minister könnte Horst Seehofer werden.

Foto: DPA/ SPD
Mittwoch, 07.02.2018   17:33 Uhr

Der letzte Streitpunkt war bis in die Morgenstunden die Verteilung der Ministerien in einer neuen Großen Koalition. Darauf haben sich CDU, CSU und SPD nach SPIEGEL-Informationen geeinigt:

Die SPD würde folgende Ministerien erhalten:

Damit gewännen die Sozialdemokraten mit Finanzen ein zentrales Ressort hinzu. Das Amt des Außenministers strebt offenbar SPD-Chef Martin Schulz an.

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Die CSU würde folgende Ressorts besetzen:

Das Innenressort soll offenbar an CSU-Chef Horst Seehofer gehen, und um die Bereiche Heimat und Bau aufgewertet werden.

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GroKo: Tag der Entscheidung

Die CDU stellt mit Angela Merkel die Kanzlerin, dazu kämen außerdem folgende Ministerien:

All das steht freilich unter dem Vorbehalt, dass die Parteien der Vereinbarung zustimmen. Bei CDU und CSU geschieht das in den Gremien. Bei der SPD bestimmen die 450.000 Parteimitglieder mit.

vme/gat/cht

insgesamt 122 Beiträge
santoku03 07.02.2018
1.
Wie wäre es denn mal mit Inhalten des "Koalitionsvertrages"? Stattdessen wird stolz verkündet, wer sich welche Ministerien gesichert hat... Das mag die Glücklichen interessieren, die sich eins geangelt haben, sonst [...]
Wie wäre es denn mal mit Inhalten des "Koalitionsvertrages"? Stattdessen wird stolz verkündet, wer sich welche Ministerien gesichert hat... Das mag die Glücklichen interessieren, die sich eins geangelt haben, sonst aber kein Schwein.
reitlehrer 07.02.2018
2. Edelweißminister Seehofer
Der Mann ist ja nur noch peinlich. Kann den überhaupt noch jemand ernst nehmen? Dobrindt darf auf keinen Fall auf seinem Posten bleiben. Er verkörpert alles, was der Bürger an einem Politiker hasst: Inkompetenz und [...]
Der Mann ist ja nur noch peinlich. Kann den überhaupt noch jemand ernst nehmen? Dobrindt darf auf keinen Fall auf seinem Posten bleiben. Er verkörpert alles, was der Bürger an einem Politiker hasst: Inkompetenz und Lobbyhörigkeit. Hoffentlich bleibt Gabriel Außenminister. Da machte er bisher einen richtig guten Job. :-)
markniss 07.02.2018
3. Finanzen, Außen, Arbeit... wow.
Mit Finanzen, Außen und Arbeit haben die Sozis einen kompletten Sieg erzielt. Mehr geht nicht. Es muss wunderschön sehr, wenn man mit einer Gegnerin verhandeln darf, die keine Ziele und Prinzipien hat und der alles völlig egal [...]
Mit Finanzen, Außen und Arbeit haben die Sozis einen kompletten Sieg erzielt. Mehr geht nicht. Es muss wunderschön sehr, wenn man mit einer Gegnerin verhandeln darf, die keine Ziele und Prinzipien hat und der alles völlig egal ist, solange sie nur Kanzlerin bleibt. Im Geschäftsleben würde ich auch gern mal mit so jemandem verhandeln -- das wird aber wohl nie passieren, weil die andere Firma so einen Verhandlungsführer sofort feuern würde. Aber für CDU/CSU-Wählern ist das offensichtlich in Ordnung. Ob diese Wähler auch keine Ziele und Prinzipien haben?
Ienz 07.02.2018
4. Csu
Was? Vier Ministerien an den bayerischen Regionalverband der CDU? Nach der letzten Wahlpleite der CSU? Kann mir das itte jemand mal erklären? Und warum wieder Digitales? Von mir aus Landwirtschaft, aber WTF kann die CSU zum [...]
Was? Vier Ministerien an den bayerischen Regionalverband der CDU? Nach der letzten Wahlpleite der CSU? Kann mir das itte jemand mal erklären? Und warum wieder Digitales? Von mir aus Landwirtschaft, aber WTF kann die CSU zum Thema Digitalisierung beitragen? Schnellerer Ausbau von ISDN?? Da fehlen doch essentielle Grundkenntnisse...
halfbrain 07.02.2018
5. Wenn nur annähernd zutrifft, was ...
... zum Inhalt des Koalitionsvertrages berichtet wird, dann hätte die SPD wohl tatsächlich einen großen Erfolg zu verbuchen, einschlie0lich der 'vorbesprochenen' Ämterverteilung. Ich muss einräumen, dass die SPD dieses [...]
... zum Inhalt des Koalitionsvertrages berichtet wird, dann hätte die SPD wohl tatsächlich einen großen Erfolg zu verbuchen, einschlie0lich der 'vorbesprochenen' Ämterverteilung. Ich muss einräumen, dass die SPD dieses Erbenis hätte nicht durchsetzen können, wäre es zu einer (von mir bisher präferierten) Minderheitsregierung gekommen. Und wenn die SPD es dazu noch während der Regierungsarbeit schaffen sollte, tatsächlich alles Besprochene umzusetzen, dann dürfte sie - mit entsprechender Öffentlichkeitsarbeit - auch wieder auf 25-30% Wählerzustimmung rechnen können. Und dann sollte ihr sogar eine 'inhaltliche Neuaufstellung' gelingen - damit wäre sie dann für die Nach-Merkelsche Regierungszeit gut aufgestellt! Ehrlich, das Ergebnis hatte ich der SPD nicht zugetraut.

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