Politik

Podcast "Stimmenfang"

Wie die Politik die Wohnungsnot verschleppt

Mietwohnungen fehlen, Immobilien werden unerschwinglich. Welche Fehler in der Wohnungspolitik über Jahre gemacht wurden und warum auch die aktuellen Impulse der GroKo nur Symptome lindern - hören Sie die Analyse im neuen Podcast.

Von und
Sonntag, 07.10.2018   08:58 Uhr

Stimmenfang #68 - Wohnungsnot: Warum Deutschland das Problem jahrelang unterschätzt hat

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Mehr zum Thema

insgesamt 30 Beiträge
peter.di 07.10.2018
1. "Immobilien werden unerschwinglich."
Vor allem seit Beginn der Eurorettung, Draghis"what ever it takes" und der "ultralockeren Geldpolitik". Weil alle ihr Geld in Betongold retten. Die EZB nennt die explodierenden Preise [...]
Vor allem seit Beginn der Eurorettung, Draghis"what ever it takes" und der "ultralockeren Geldpolitik". Weil alle ihr Geld in Betongold retten. Die EZB nennt die explodierenden Preise "Deflationsgefahr" und begründet damit die Politik, die die Preis inzwischen für die meisten unerschwinglich gemacht hat. Halt eine Nebenwirkung der Eurorettung, die sowieso ein politisches, soziales und ökonomisches Desaster ist. Genau wie der Euro selber. Ein Desaster, außer natürlich für die Immobilienbesitzer, die profitieren von der Eurorettung wenn sie rechtzeitig die Immobilien hatten.
dirk.resuehr 07.10.2018
2. Die jahrelangen Versäumnisse
sind leider Kennzeichen der letzten 14 Jahre. Wo soll man anfangen? Klima? Energie? Bildung? Digitalisierung? Immobilien? Letzteres kommt zuletzt, weil jeder zu Beginn der Niedrigzinsphase hätte kaufen können. Das haben [...]
sind leider Kennzeichen der letzten 14 Jahre. Wo soll man anfangen? Klima? Energie? Bildung? Digitalisierung? Immobilien? Letzteres kommt zuletzt, weil jeder zu Beginn der Niedrigzinsphase hätte kaufen können. Das haben überwiegend die getan, die mit den Immobilien Geld machen wollten, also Amigos, selbst schuld, das Geplärre heute nutzt nun nichts mehr. Außerdem, wer vertraut bitte unserer Politik? Was ist das überhaupt? Die wesentlichen Entscheidungen trafen Lobbyisten aller Bereiche!
qjhg 07.10.2018
3. Wie schon seit Jahren bekannt,
hat die Regierung durch die unsägliche „schwarze Null“ Politik nicht nur dafür gesorgt, dass unzählige Bauunternehmen schließen mussten und jetzt natürlich nicht mehr zur Verfügung stehen, sie hat die Wohnungsnot über [...]
hat die Regierung durch die unsägliche „schwarze Null“ Politik nicht nur dafür gesorgt, dass unzählige Bauunternehmen schließen mussten und jetzt natürlich nicht mehr zur Verfügung stehen, sie hat die Wohnungsnot über Jahre ignoriert und das heutige Desaster damit herbeigeführt. Andere Versäumnisse bei Bildung, Verkehrsinfrastruktur, Renten, Altersarmut etc. werden auch offensichtlicher und werden dazu führen, dass die Regierungsparteien wie jetzt in Bayern dramatisch abstürzen werden. Schade, dass man nicht schon früher den warnenden Stimmen über das weiter so gefolgt ist.
lathea 07.10.2018
4. Deutschland ist ein Vermieterland und....
.....die Rücklagen des Bundes und der Sozialkassen sowie der Gemeinden sind zum großen Teil auch in Immobilien angelegt. Man sollte das Problem mal unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sehen. Bei den niedrigen Bankzinsen [...]
.....die Rücklagen des Bundes und der Sozialkassen sowie der Gemeinden sind zum großen Teil auch in Immobilien angelegt. Man sollte das Problem mal unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sehen. Bei den niedrigen Bankzinsen stellen Immobilien noch immer eine Anlage mit Verzinsung dar. Die ärmeren Haushalte werden durch das Wohngeld unterstützt und es ist gar nicht beabsichtigt, Hartz4-Haushalte in Gegenden zu halten, in denen sich ein wesentlich besserer Mietertrag erzielen ließe und in denen es freie Jobs gibt, die Hartz4-Empfänger nicht übernehmen können. Ausserdem sind die Immobilienpreise durch die letzte Wirtschaftskrise kräftig in den Keller gefallen und haben erst jetzt die damaligen Anschaffungskosten überholt. Die Wertsteigerung gehört aber normalerweise auch zum erwarteten Ergebnis einer Immobilienanlage, da die Miete eher die Zinsen, die Instandhaltung (Werterhalt) sowie das unternehmerische Risiko abdeckt. Wenn Firmen heute in Großstädten ihre Arbeitnehmer halten oder neue einstellen wollen, dann können sie ja Werkswohnungen zur Verfügung stellen oder auch Betriebsstätten verlagern bzw. einfach die Gehälter anheben. Ausserdem stehen in Deutschland sehr viele Wohnungen leer, jedoch in Gegenden, in die niemand hinziehen will. Vor allem im Osten haben die Pegida- und AfD-Anhänger die Gegend für Normalos extrem unattraktiv gemacht und gerade dort gibt es noch viel preiswerten Wohnraum sowie Investitionsmöglichkeiten. Da wollen nicht einmal mehr Rentner hinziehen - die gehen lieber ins EU-Ausland. Momentan hat sich die Lage am Wohnungsmarkt ausserdem wieder einigermaßen eingependelt und die Immobilienpreise werden nicht mehr viel steigen. Ausserdem stoßen langsam die Anleger kleinerer Objekte, die in der Krise investiert haben, ihre Objekte langsam mit Gewinn ab, weil die Spekulationsfristen abgelaufen sind und langsam, aber sicher, neue Investitionen in Instandhaltung fällig werden sowie andere EU-Standorte attraktiver werden. Der Markt regelt einfach Angebot und Nachfrage und unsere Regierung ist eine Regierung der Mitte und nicht der sozial Schwachen. Mit der AfD wäre es übrigens noch schlimmer. Wer davon nicht abhängig werden will, muss schauen, Geld anzusparen, sich einzuschränken, einen Zusatzjob für sich oder den Partner zu suchen und in ein Eigenheim zu ziehen oder die SPD und die Grünen wählen. Es war noch niemals einfach, die erste Immobilie anzuschaffen und erst wenn diese abbezahlt ist, wohnt man Mietpreise und braucht nur noch gute Rücklagen für die Instandhaltung und trägt die Verwalterkosten, die man als Mieter nicht einmal zu Gesicht bekommt. ;-)
alaskafuchs 07.10.2018
5. Die Weitsicht fehlt überall, und die Realität straft Merkel Lügen!
Insbesondere, dass sie angeblich die Dinge von ihrem Ende her betrachtet und angeht. Hier die Fakten laut "Focus": Wohnungssuchende: Focus v. 14.11.2017 421.000 Wohnungssuchende Deutsche, 436.000 anerkannte [...]
Insbesondere, dass sie angeblich die Dinge von ihrem Ende her betrachtet und angeht. Hier die Fakten laut "Focus": Wohnungssuchende: Focus v. 14.11.2017 421.000 Wohnungssuchende Deutsche, 436.000 anerkannte Flüchtlinge mit "verfestigtem" Aufenthaltsstatus, Summe: ca. 857.000 Wohnungssuchende, ein Anstieg seit 2014 um 150%! Hochrechnung für 2018: 1,2 Mill. Gebaut werden 2018 voraussichtlich 305.000 Wohnungen Genehmigte Whgn Jan-Juli 2018: 203.300 Whgn. Die Politik "fordert": 375.000 Whgn. Die verfehlte Flüchtlingspolitik (vgl. Prof. Herdegen im Welt-online-Interview v. 06. 07. 2018) schlägt unweigerlich bis zum kleinen Mann durch. Für mich sieht das eher nach Dilettantismus als nach Weitsicht aus!

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