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Langstreckenflüge

Airbus will Schlafkojen im Frachtraum anbieten

15 Stunden Flug können ganz schön schlauchen. Airbus will die Langstrecke erträglicher machen - und plant, beim A330 Betten in den Frachtraum einzubauen.

Airbus

Airbus-Pläne

Mittwoch, 11.04.2018   12:21 Uhr

Endlich bequem schlafen im Flugzeug: Airbus will künftig Schlafkojen im Frachtraum verbauen. Ab 2020 sollen sich Passagiere auf Langstrecken im Unterdeck des A330 hinlegen können. Das teilte das Unternehmen auf der Aircraft Interiors Expo in Hamburg mit.

Die Schlafplätze sollen demnach als Module eingebaut werden, damit der Platz weiterhin auch als Frachtraum genutzt werden kann. Pläne zeigen auch einen Businessbereich mit Schreibtischen und einer Lounge sowie einen Kinderbereich mit Rutsche und einen Bereich für ärztliche Versorgung an Bord.

Airbus

Airbus hat das Konzept gemeinsam mit dem britischen Flugzeugsitzhersteller Zodiac entwickelt. Der Ladebereich soll den Unternehmen zufolge nicht beeinträchtigt werden.

Auch die australische Airline Qantas hat bereits Pläne geäußert, um Langstreckenflüge für Passagiere komfortabler zu machen. Die Fluggesellschaft denke aktuell über Lösungen für Direktflüge von Australien in die USA und nach Europa nach, hieß es. Möglich sei eine neue Vierklassen-Struktur, bei der Teile des Frachtraums für Schlafbereiche genutzt werden könnten.

Im Video: Airbus A 380: Take-Off eines Megaliners

Foto: SPIEGEL TV

kry

insgesamt 56 Beiträge
alsterherr 11.04.2018
1.
Unterhalb der Passagiere fliegt normalerweise Fracht in Form von ULDs ... Zwischen den Flügeln wäre der Centertank ... wo will Airbus dieses System unterbringen? Im A340-600 war aufgrund der Länge und Gewichtsthemen dafür [...]
Unterhalb der Passagiere fliegt normalerweise Fracht in Form von ULDs ... Zwischen den Flügeln wäre der Centertank ... wo will Airbus dieses System unterbringen? Im A340-600 war aufgrund der Länge und Gewichtsthemen dafür Platz (Toiletten), beim A330 werden sich Airline und Paxe bedanken, wenn wegen ein paar Kojen weniger Fracht oder Gepäck mitfliegen kann.
Korken 11.04.2018
2. Tolle Idee
Warum so negativ @alsterherr? Airbus wird sich bestimmt etwas eingefallen haben lassen bevor es an die Presse rausgeht. Dürfte wahrscheinlich Aufpreis kosten aber auf Langstrecke sicherlich eine willkommene Gelegenheit, nicht [...]
Zitat von alsterherrUnterhalb der Passagiere fliegt normalerweise Fracht in Form von ULDs ... Zwischen den Flügeln wäre der Centertank ... wo will Airbus dieses System unterbringen? Im A340-600 war aufgrund der Länge und Gewichtsthemen dafür Platz (Toiletten), beim A330 werden sich Airline und Paxe bedanken, wenn wegen ein paar Kojen weniger Fracht oder Gepäck mitfliegen kann.
Warum so negativ @alsterherr? Airbus wird sich bestimmt etwas eingefallen haben lassen bevor es an die Presse rausgeht. Dürfte wahrscheinlich Aufpreis kosten aber auf Langstrecke sicherlich eine willkommene Gelegenheit, nicht auf freie Sitze neben einem zu hoffen oder Bussiness/First zu buchen. Außerdem die Idee, einen Spielplatz für Kinder zu haben dürfte für die meisten Passagiere eine langersehnte Errungenschaft sein.
eigene_meinung 11.04.2018
3.
Den Platz wird man dann beim normalen Passagier (Tourist oder wirklich arbeitendem Geschäftsreisenden) einsparen: noch weniger Gepäck, noch weniger Bein- und Armfreiheit, noch weniger Verpflegung.
Den Platz wird man dann beim normalen Passagier (Tourist oder wirklich arbeitendem Geschäftsreisenden) einsparen: noch weniger Gepäck, noch weniger Bein- und Armfreiheit, noch weniger Verpflegung.
laberbacke08/15 11.04.2018
4.
Aber gerade auf diesen Ultralangstreckenfluegen wie sie jetzt angeboten werden wird der Frachtraum wohl kaum ausgenutzt. Das Flugzeug wird ja nicht mit maximalem Abfluggewicht starten und fuer Fracht duerften die drei Stunden [...]
Aber gerade auf diesen Ultralangstreckenfluegen wie sie jetzt angeboten werden wird der Frachtraum wohl kaum ausgenutzt. Das Flugzeug wird ja nicht mit maximalem Abfluggewicht starten und fuer Fracht duerften die drei Stunden extra auch kein Problem sein. Das Problem das ich sehe ist eher, dass man damit entweder seine Businessclass verwassert oder das ganze so teuer macht, dass sich das fuer den "Normalflieger" nicht lohnt.
StefanXX 11.04.2018
5. Übertrieben
Klar ich als Erwachsener rede mich leicht, aber ob wegen 12 Stunden Flug jetzt wirklich auch noch ein Kinderspielplatz mit an Bord sein muss? Ein paar Mal im Jahr (wenn überhaupt so viel). die ein Kleinkind normalerweise mal so [...]
Klar ich als Erwachsener rede mich leicht, aber ob wegen 12 Stunden Flug jetzt wirklich auch noch ein Kinderspielplatz mit an Bord sein muss? Ein paar Mal im Jahr (wenn überhaupt so viel). die ein Kleinkind normalerweise mal so eine Strecke fliegt, wird es ja wohl 12 Stunden auch mal ohne einen Spielplatz auskommen. Also nächstes kommt dann nämlich, dass man auch noch ein MIni-Krankenhaus einbaut inkl. mitfliegender Ärztemannschaft, wenn sich ein Kind beim Rutschen dann verletzt. Und ein Fitness-Studio und ein Kino dürfen natürlich auch nicht fehlen, 14 Stunden ohne so etwas ist unzumutbar.

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