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Weltrekord

Kami Rita schafft es zum 22. Mal auf den Mount Everest

Das Bergsteigen gehört für Kami Rita zur Familientradition: 22 Mal stand er schon auf dem Everest-Gipfel. Das reicht dem 48-Jährigen aber nicht.

AP

Kami Rita

Mittwoch, 16.05.2018   10:45 Uhr

Der nepalesische Bergführer Kami Rita hat zum 22. Mal den höchsten Berg der Welt bestiegen - und damit den Rekord für die meisten Besteigungen des Mount Everest aufgestellt. Am Mittwochmorgen habe der Sherpa den Gipfel mit einem Team von chinesischen Bergsteigern erreicht, sagte ein Regierungsvertreter im Basecamp. Nun steige er wieder zu den tiefer gelegeneren Camps ab.

Der aus Nepal stammende Kami Rita verdient sein Geld als Führer für Bergtouristen im Himalaya. 1994 bestieg er mit 24 Jahren zum ersten Mal den Mount Everest. Seitdem erklomm er den 8848 Meter hohen Gipfel fast jedes Jahr. Mit 21 Besteigungen hielt der 48-Jährige bis dato mit zwei weiteren Sherpas den Rekord am Everest. Nun ist er alleiniger Rekordhalter.

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Mount Everest: Immer wieder bis nach oben

An diesem Mittwoch sei das Wetter sehr gut gewesen, sagte der Regierungsvertreter. Mehrere Dutzend Kletterer nutzten das, um einen Gipfelversuch zu wagen. Der Rekord von 22 Besteigungen reicht Kami Rita jedoch nicht. Sein Ziel seien 25 Besteigungen sagte er zuvor der Nachrichtenagentur AP.

Bergsteigen gehört zur Familientradition bei Kami Rita. Sein Vater gehörte zu den ersten professionellen Bergführern, nachdem Nepal im Jahr 1950 internationale Bergsteiger zuließ. Sein Bruder bestieg den Mount Everest 17 Mal. Die meisten seiner männlichen Verwandten erreichten den Gipfel mindestens ein Mal.

Kami Rita kletterte nicht nur auf den Everest, sondern bestieg auch andere Achttausender. Darunter den zweithöchsten Berg der Welt, den K2 (8611 Meter), den Cho Oyu (8201 Meter), den Manaslu (8156 Meter) und den Lhotse (8516 Meter).

Beinamputierter auf dem Everest

Anfang der Woche hatte der Australier Steve Plain den Gipfel des Everest erreicht und damit den Weltrekord in der Besteigung der "Seven Summits" gebrochen. In 117 Tagen schaffte er es auf die höchsten Berge von sieben Kontinenten.

Der chinesische Bergsteiger Xia Boyu stellte ebenfalls einen neuen Rekord auf. Der an beiden Beinen amputierte 69-Jährige erreichte mit Prothesen den Gipfel des Mount Everest. Es war bereits sein fünfter Versuch.

AFP

Xia Boyu

In der nur wenige Wochen dauernden Saison im April und Mai, deren Beginn von der Wetterlage abhängt, versuchen jedes Jahr Hunderte Menschen, den Gipfel auf nepalesischer Seite zu erklimmen. In diesem Jahr sind es 346 ausländische Bergsteiger. Für die Genehmigung bezahlen sie umgerechnet rund 9000 Euro. Immer wieder kommen Kletterer am Everest ums Leben.

kry/AP

insgesamt 6 Beiträge
iimzip 16.05.2018
1. Erstbesteigung des Cho Oyu
am 19. Oktober 1954, undzwar ohne zusätzlichen Sauerstoff(!), durch einen Sherpa und 2 Tiroler. Ausserdem mussten sie nicht ganz so hoch klettern, da bei der Neuvermessung in den 90ern seine Höhe um 13m auf 8188m korrigiert [...]
am 19. Oktober 1954, undzwar ohne zusätzlichen Sauerstoff(!), durch einen Sherpa und 2 Tiroler. Ausserdem mussten sie nicht ganz so hoch klettern, da bei der Neuvermessung in den 90ern seine Höhe um 13m auf 8188m korrigiert wurde. Inzwischen ist der Manaslu 7m höher (Quellen: mehrere Wikipedias).
uzsjgb 16.05.2018
2.
Der Cho Oyu ist seit 1954 nicht gewachsen. Er ist 2018 noch genau so hoch wie 1954. Die Bergsteiger 1954 mussten genau so hoch klettern, wie die Bergsteiger 2018.
Zitat von iimzipam 19. Oktober 1954, undzwar ohne zusätzlichen Sauerstoff(!), durch einen Sherpa und 2 Tiroler. Ausserdem mussten sie nicht ganz so hoch klettern, da bei der Neuvermessung in den 90ern seine Höhe um 13m auf 8188m korrigiert wurde. Inzwischen ist der Manaslu 7m höher (Quellen: mehrere Wikipedias).
Der Cho Oyu ist seit 1954 nicht gewachsen. Er ist 2018 noch genau so hoch wie 1954. Die Bergsteiger 1954 mussten genau so hoch klettern, wie die Bergsteiger 2018.
TiWi 16.05.2018
3.
Da der Subkontinent Indien weiterhin gegen die Asiatische Platte drückt, stimmt das nicht ganz. Etwa 4mm pro Jahr drücken sich die Berge im Massiv nach oben ... also sind die Berge dort absolut etwa 2,54 Meter höher als [...]
Zitat von uzsjgbDer Cho Oyu ist seit 1954 nicht gewachsen. Er ist 2018 noch genau so hoch wie 1954. Die Bergsteiger 1954 mussten genau so hoch klettern, wie die Bergsteiger 2018.
Da der Subkontinent Indien weiterhin gegen die Asiatische Platte drückt, stimmt das nicht ganz. Etwa 4mm pro Jahr drücken sich die Berge im Massiv nach oben ... also sind die Berge dort absolut etwa 2,54 Meter höher als 1954.
iimzip 16.05.2018
4. Und um wieviel
werden die einzelnen Basislager mit nach oben gedrückt...? Fragen über Fragen. An den paar Metern wird es wohl nicht scheitern. Natürlich müssen alle gleichweit/-hoch kraxeln - falls keiner da oben eine Kehrwoche mit [...]
werden die einzelnen Basislager mit nach oben gedrückt...? Fragen über Fragen. An den paar Metern wird es wohl nicht scheitern. Natürlich müssen alle gleichweit/-hoch kraxeln - falls keiner da oben eine Kehrwoche mit Schneeräumung absolviert hat. - Was mir bei der Gelegenheit auffiel: Es gibt anscheinend keine Referenzseite für Höhenangaben, die zB für die 8000er die aktuellsten Messwerte vorhält. peakware, peakbagger, summitpost - alle warten mit teils identischen, teils abweichenden Höhenangaben auf. statista könnte sowas haben, ist aber kostenpflichtig. google maps trau ichs ebenfalls zu, es gibt da aber auch kein 'gemessen am...' Die wikipedia-Angaben unterscheiden sich teilweise auch je nach Sprache. Als am zuverlässigsten würde ich NASA/ESA einschätzen, aber wo findet man das bei denen?
iimzip 16.05.2018
5. NASA? Pustekuchen...
Zitat: 'The altitudes of the Nepalese mountains are taken from the Finnmaps and for the Karakorum mountains they are from the Chinese snow map. The altitude of Shisha Pangma was taken from the Austrian Alpine Club map, it was [...]
Zitat: 'The altitudes of the Nepalese mountains are taken from the Finnmaps and for the Karakorum mountains they are from the Chinese snow map. The altitude of Shisha Pangma was taken from the Austrian Alpine Club map, it was revised recently also on Chinese maps!' Zu finden hier: http://www.8000ers.com/cms/en/8000ers-mainmenu-205.html Für die Chronik(en) interessant ist auch folgende Seite http://www.8000ers.com/cms/en/history-of-chronicles-mainmenu-183.html, wobei ich bis dato nur Liz Hawley kannte (Himalayan Database) und Billi Bierling.

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