Politik
Ausgabe
21/2017

Interview mit WikiLeaks-Gründer

Sind Sie ein Werkzeug der Russen, Herr Assange?

WikiLeaks hat reichlich Popularität eingebüßt, seit es Dokumente veröffentlichte, die Hillary Clinton geschadet haben. Doch Kritik lässt Julian Assange kalt. Man sei "nicht in dem Geschäft, um Likes zu sammeln", sagt er im SPIEGEL-Gespräch.

Andy Gotts/Picture Press/Camera Press

Julian Assange

Von und
Freitag, 19.05.2017   17:59 Uhr

Das Gespräch mit Julian Assange wurde geführt, bevor Schweden am 19. Mai 2017 die Ermittlungen gegen den WikiLeaks-Gründer eingestellt hat.


SPIEGEL: Herr Assange, nachdem WikiLeaks im US-Wahlkampf vergangenes Jahr Dokumente der Demokratischen Partei veröffentlicht hatte, sagte Donald Trump: "Ich liebe WikiLeaks!" Nun hat der neue CIA-Direktor Mike Pompeo die Organisation als "nicht staatlichen, feindlichen Geheimdienst" eingestuft. Verschärft die US-Regierung die Verfolgung von WikiLeaks?

Assange: Die Leute lieben WikiLeaks, wenn es Korruption bei ihren Gegnern enthüllt. Und sie sind gegen WikiLeaks, wenn wir ihr gefährliches Handeln öffentlich machen. Wir haben enthüllt, wie gefährlich inkompetent die CIA mit ihrem gigantischen Hackingprogramm umgeht. Und wir haben ihre Hackergruppe im US-Generalkonsulat in Frankfurt bloßgestellt. Jetzt ist CIA-Direktor Pompeo zum Gegenangriff übergegangen.

SPIEGEL: Er hat gesagt: "Das" - gemeint war WikiLeaks - "hört jetzt auf." Klingt ziemlich ernst.

Titelbild

Aus dem SPIEGEL

Heft 21/2017
Der Feind in meinem Rechner
Wie Hacker die Welt attackieren. Wie wir uns schützen können.

Hinweis: Dies ist ein Artikel aus dem Bezahlbereich von SPIEGEL ONLINE. Der Bezahlvorgang kann in Ihrer App leider nicht abgebildet werden. Bitte installieren Sie die aktuelle App-Version aus dem Store oder wechseln Sie auf die mobile Website m.spiegel.de, um diesen Artikel vollständig lesen zu können. Vielen Dank!
insgesamt 11 Beiträge
RustinCohle 19.05.2017
1.
"WikiLeaks hat reichlich Popularität eingebüßt, seit es Dokumente veröffentlichte, die Hillary Clinton geschadet haben. Doch Kritik lässt Julian Assange kalt. Man sei "nicht in dem Geschäft, um Likes zu [...]
"WikiLeaks hat reichlich Popularität eingebüßt, seit es Dokumente veröffentlichte, die Hillary Clinton geschadet haben. Doch Kritik lässt Julian Assange kalt. Man sei "nicht in dem Geschäft, um Likes zu sammeln", sagt er im SPIEGEL-Gespräch." Damit hat es Assange ungewollt auf den Punkt gebracht: WiKiLeaks ist zu allererst (s)ein Geschäft(-smodell) ... sters
sohn vom sohn vom sohn 19.05.2017
2. WiKiLeaks ist zu allererst (s)ein Geschäft(-smodell)
Was nutzen ihm die Moneten, wenn er in der Botschaft fest sitz?!
Was nutzen ihm die Moneten, wenn er in der Botschaft fest sitz?!
stefan7777 19.05.2017
3. Recht hat er!
Keine Gnade, Transparenz wird und durch immer mehr Politgaukler verwehrt. Man kann in ihm sehen was man will, was er macht nützt uns "Normalos" ein Bild vom Ausmaß der Lügen zu erhalten.
Keine Gnade, Transparenz wird und durch immer mehr Politgaukler verwehrt. Man kann in ihm sehen was man will, was er macht nützt uns "Normalos" ein Bild vom Ausmaß der Lügen zu erhalten.
muellerthomas 19.05.2017
4.
nun ja, es fällt schon auf, dass er nur Dokumente aus einer Richtung veröffentlich - völlig unabhängig, ob es sich dabei um Lügen oder nicht handelt - während bestimmte Gruppen/Organisationen/Staaten offenbar nicht [...]
Zitat von stefan7777Keine Gnade, Transparenz wird und durch immer mehr Politgaukler verwehrt. Man kann in ihm sehen was man will, was er macht nützt uns "Normalos" ein Bild vom Ausmaß der Lügen zu erhalten.
nun ja, es fällt schon auf, dass er nur Dokumente aus einer Richtung veröffentlich - völlig unabhängig, ob es sich dabei um Lügen oder nicht handelt - während bestimmte Gruppen/Organisationen/Staaten offenbar nicht allzusehr im Fokus von Assange stehen.
vitalik 19.05.2017
5.
Welche Lügen meinen Sie? Können Sie etwas genauer werden?
Zitat von muellerthomasnun ja, es fällt schon auf, dass er nur Dokumente aus einer Richtung veröffentlich - völlig unabhängig, ob es sich dabei um Lügen oder nicht handelt - während bestimmte Gruppen/Organisationen/Staaten offenbar nicht allzusehr im Fokus von Assange stehen.
Welche Lügen meinen Sie? Können Sie etwas genauer werden?

© DER SPIEGEL 21/2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH

TOP