Politik
Ausgabe
21/2017

Krise im Weißen Haus

Wie wir Trump loswerden

Im Weißen Haus stimmt nichts mehr: Alle außer Donald Trump verachten den US-Präsidenten, der weder intellektuell noch moralisch in der Lage ist, das Land zu führen. Es gibt fünf Wege aus der Misere.

AP

Trump im Oval Office

Von
Freitag, 19.05.2017   18:00 Uhr

Donald Trump ist nicht dazu in der Lage, Präsident der USA zu sein. Er ist es intellektuell nicht: Er versteht die eigenen Aufgaben und die Bedeutung seines Amtes nicht, er liest nichts, nicht einmal Akten oder Geheimdienstberichte, und er hat keine Ahnung von den eigenen Themen, trifft halt mit wüsten Anweisungen launische Entscheidungen.

Und moralisch ist er es sowieso nicht: Trump ist ein hundertfach überführter Lügner, Rassist, Betrüger. Man zuckt beschämt zusammen, wenn man solche Sätze schreibt, so dröhnend laut sind die Wörter. Aber genau diese Begriffe sind die korrekten für Trump, und es zählt zur Aufgabe von Medien, nicht müde zu werden, sondern zu sagen, was ist: Trump muss aus dem Weißen Haus entfernt werden. Schnell. Er ist eine Gefahr für die Welt.

Trump ist ein miserabler Politiker: Er entließ den FBI-Direktor, weil er es konnte. Der Typ war ihm halt auf die Nerven gegangen mit seinen Ermittlungen gegen Trumps Vertraute. Der Typ hatte sich geweigert, Trump Treue und Loyalität zu schwören und auch, die Ermittlungen einzustellen - James Comey musste weg.

Trump ist zudem ein miserabler Vorgesetzter. Seine Leute erfinden Ausreden für ihn und lügen für ihn, da sie es müssen. Dann aber wacht Trump auf und twittert, dass alles doch ganz anders gewesen sei. Ihm ist egal, dass sein Sprecher, sein Außenminister und sein Sicherheitsberater gerade erst dementiert haben, der Präsident habe den Russen, ausgerechnet, Erkenntnisse verraten, die von Israels Geheimdiensten, ausgerechnet, geliefert worden waren. Trump twittert: Doch, doch, das habe ich gemacht, weil ich das darf; ich bin nämlich der Präsident.
In diesem Weißen Haus stimmt nichts mehr: Inzwischen sind alle dort mehrfach bloßgestellt worden; nun verachten sie einander, und alle außer Trump verachten Trump. Und darum erleben wir eine amerikanische Tragödie und sehen fünf mögliche Lösungen.

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Heft 21/2017
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insgesamt 54 Beiträge
hdudeck 19.05.2017
1. Leider uebersehen die Angestellten im
White House, das sie sich eventual auch Strafbar machen. Zumindest wird ihr Verhalten dazu beitragen, in einen der Untersuchungsausschuesse vorgeladen zu werden. Das fuehrt dierct zu einer Bestrafung, denn ohne Rechtsanwalt geht [...]
White House, das sie sich eventual auch Strafbar machen. Zumindest wird ihr Verhalten dazu beitragen, in einen der Untersuchungsausschuesse vorgeladen zu werden. Das fuehrt dierct zu einer Bestrafung, denn ohne Rechtsanwalt geht da niemand hin. Das kostet dann mal eben $20.000 aufwaerts, was fuer viele schon einviertel des Jahreseinkommen entspricht, vor der Steuer. Autsch Loyalitaet kostet!
trader_07 19.05.2017
2.
Glauben Sie allen Ernstes, Leute vom Schlage eines Bill Gates oder Warren Buffet lassen jemanden wegen lächerlichen $20.000 Dollar pleite gehen, der ansonsten die Möglichkeiten hätte, diesen Kasper zu entmachten? Die [...]
Zitat von hdudeckWhite House, das sie sich eventual auch Strafbar machen. Zumindest wird ihr Verhalten dazu beitragen, in einen der Untersuchungsausschuesse vorgeladen zu werden. Das fuehrt dierct zu einer Bestrafung, denn ohne Rechtsanwalt geht da niemand hin. Das kostet dann mal eben $20.000 aufwaerts, was fuer viele schon einviertel des Jahreseinkommen entspricht, vor der Steuer. Autsch Loyalitaet kostet!
Glauben Sie allen Ernstes, Leute vom Schlage eines Bill Gates oder Warren Buffet lassen jemanden wegen lächerlichen $20.000 Dollar pleite gehen, der ansonsten die Möglichkeiten hätte, diesen Kasper zu entmachten? Die übernehmen notfalls Anwaltskosten in zweistelliger Millionenhöhe mit einem Lächeln im Gesicht.
keine Zensur nötig 19.05.2017
3. Oha!
WIR wollen also einen gewählten US-Präsidenten loswerden. Wer ist WIR? Der letzte, wenn auch eingebürgerte Deutsche hat das nicht wirklich überlebt - sein Schäferhund auch nicht. Ganz offenbar wedelt hier der Schwanz [...]
WIR wollen also einen gewählten US-Präsidenten loswerden. Wer ist WIR? Der letzte, wenn auch eingebürgerte Deutsche hat das nicht wirklich überlebt - sein Schäferhund auch nicht. Ganz offenbar wedelt hier der Schwanz mit dem Hund - vulgo, der deep state samt Etablishment hat es immer noch nicht verwunden, dass die Hyäne der Hochfinanz nicht an die Macht kam. Auch ein gewisser Herr Soros - Oberdemokrähtor der Welt und Erfinder lustiger, bunter Revolutionen - hat schon einen Tag nach der Wahl verkündet, dass er sein bescheidenes Privatvermögen dem Kampf gegen Trump widmen will. Auch wenn es schwerfällt: - gewählt haben Mr. tolle Tolle die US-Bürger nach US-Wahlsystem - das sollte man schlicht so hinnehmen, weil es auch in der UN-Charta verankert ist - auch akzeptieren muss man, dass der geniale Plan fehlschlug, der Trump zum direkten Gegner von Clinton machte - also Trumpeltier gegen saudisch-finanzierte, aalglatte Etablishmentfigur Wichtiger wäre es für uns Deutsche, dass wir und unsere Politkaste dafür sorgen, dass uns solche Pest und Cholera Entscheidungen erspart bleiben.
gammoncrack 19.05.2017
4. Ich glaube, dass es klug war, diesen kurzen Artikel,
der ja nun den Sachverhalt leider so darstellt wie er ist, kostenpflichtig einzustellen. Es gibt noch genügend Trump-Anhänger, die hier auf die Barrikaden gehen würden. Es würde im allgemeinen Forum hoch her gehen. Auch [...]
der ja nun den Sachverhalt leider so darstellt wie er ist, kostenpflichtig einzustellen. Es gibt noch genügend Trump-Anhänger, die hier auf die Barrikaden gehen würden. Es würde im allgemeinen Forum hoch her gehen. Auch ich neige inzwischen und schnell dazu, mich über diesen Menschen mehr zu amüsieren als ihn zu fürchten. Das könnte durchaus ein gravierender Fehler sein. Der Artikel sieht stellt die Gefahr aufgrund seiner Unberechenbarkeit gut dar. VIelleicht sollte man ihm als erstes einmal die Codes wegnehmen oder ihm falsche geben. Das hätte meines Erachtens höchste Priorität vor allem andern.
josho 19.05.2017
5. Wie "wir" ihn loswerden?
Wer ist denn "wir"? Die Frage ist doch, ob die ihn loswerden wollen, die ihn gewählt haben! "Wir" können da gar (fast) nichts tun.
Wer ist denn "wir"? Die Frage ist doch, ob die ihn loswerden wollen, die ihn gewählt haben! "Wir" können da gar (fast) nichts tun.

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