Politik
Ausgabe
7/2018

Washington

"Trump gewinnt die politische Schlacht"

Wieso lassen die US-Republikaner Präsident Trump gewähren? David Frum, konservativer Autor und selbst Parteimitglied, erklärt Amerikas Entwicklung hin zur Trumpokratie.

Lexey Swall / DER SPIEGEL

Republikaner Frum

Von
Sonntag, 11.02.2018   16:10 Uhr

Es ist Januar 2021, und Donald Trump steht nach einer erfolgreichen Wiederwahl vor seiner zweiten Vereidigung als Präsident - mit diesem Szenario begann David Frum einen Essay, den die Zeitschrift "The Atlantic" vor knapp einem Jahr druckte.

Frum ist Mitglied der Republikaner, arbeitete einst für das "Wall Street Journal" und beriet George W. Bush in Wirtschaftsfragen. Es war eine Dystopie, die er damals skizzierte: ein Präsident, der Schulden macht, um künstlich das Wirtschaftswachstum anzuheizen; ein Familienclan im Weißen Haus, der sich bereichert; und ein Volk, das längst zu zynisch ist, um gegen einen Autokraten aufzustehen. Im Frühjahr 2017 klang all das noch alarmistisch.

Inzwischen mehren sich die Hinweise darauf, dass Frum nicht komplett falschlag. Trump wirbt gerade für ein Infrastrukturprogramm von 1,5 Billionen Dollar, das Arbeitsplätze schaffen und dazu dienen soll, seine Anhänger noch stärker an ihn zu binden. Gleichzeitig sind Trumps Geschäfte eng mit dem Regierungshandeln verflochten, in seinem Hotel in Washington steigen Diplomaten aus aller Welt ab, um dem Präsidenten zu gefallen. Und Trumps Hetze gegen die Presse und das FBI zeigt, wie wenig er für demokratische Institutionen übrighat.

Aus Frums Essay wurde ein Buch, das gerade auf Englisch erschienen ist: "Trumpocracy: The Corruption of the American Republic".

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