Wirtschaft
Ausgabe
20/2017

Deutsche Bank

Der Kaiser aus China

Die Deutsche Bank will endlich mit Affären und Skandalen abschließen. Doch was will ihr neuer Großinvestor, der Buddhist und Milliardär Chen Feng?

REUTERS

Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main

Von
Mittwoch, 17.05.2017   05:09 Uhr

Paul Achleitner möchte den Deckel draufmachen. Geht es nach dem Willen des Aufsichtsratsvorsitzenden, soll die Deutsche Bank mit der Hauptversammlung am kommenden Donnerstag die quälende Vergangenheitsbewältigung abschließen und ein neues Kapitel aufschlagen. So ähnlich hat Achleitner es kürzlich im Geschäftsbericht zusammengefasst.

Doch es geht nicht mehr einfach nach dem Willen des Aufsichtsratschefs. Und auch der knorrige Vorstandschef John Cryan hat nicht den Spielraum, den einst seine Vorgänger hatten.

In der Deutschen Bank ist eine neue Zeitrechnung angebrochen, seit das von dem Buddhisten und Milliardär Chen Feng aufgebaute chinesische Konglomerat HNA knapp zehn Prozent der Aktien hält.

Seit der Allianz, die in den Neunzigerjahren fünf Prozent hielt, gab es in der Deutschen Bank keine dominanten, mit eigenen Vertretern im Aufsichtsrat präsenten Aktionäre. Vorstands- und Aufsichtsratschef konnten die Geschicke des Konzerns deshalb recht freihändig bestimmen - und nutzten das weidlich.

Das ist nun vorbei. Zunächst stiegen mit Scheich Hamad Bin Jassim Bin Jabor Al-Thani (genannt HBJ) und seinem Cousin zwei Mitglieder der Herrscherfamilie Katars groß ein. Sie sollen acht bis zehn Prozent an der Deutschen Bank kontrollieren.

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Heft 20/2017
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insgesamt 1 Beitrag
hennesviii 17.05.2017
1. eine Glanzleistung
von Herrn Ackermann, der die Deutsche Bank von einer soliden, vielleicht ein bisschen langweiligen Geschäftsbank, die vorallem an deutschen Industrieunternehmen beteiligt war, in eine Zockerbude verwandelt hat, die nun von Katar [...]
von Herrn Ackermann, der die Deutsche Bank von einer soliden, vielleicht ein bisschen langweiligen Geschäftsbank, die vorallem an deutschen Industrieunternehmen beteiligt war, in eine Zockerbude verwandelt hat, die nun von Katar und China kontrolliert wird Immer publizitisch unterstützt vom ex-SPIELGEL Wirtschaftsredakteur - ein Paradebeispiel des unabhängigen Journalismus - Stefan Baron, der heute bei der Deutschen Bank arbeitet.. Das war sogar der FAZ zu viel: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/buchvorstellung-josef-ackermann-sein-kommunikator-und-das-gemeinwohl-12571254.html

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