Wirtschaft
Ausgabe
14/2018

Cryan-Nachfolger gesucht

Wer wird Chef der Deutschen Bank?

Aufsichtsratschef Paul Achleitner sucht einen Nachfolger für John Cryan. Als heißer Kandidat gilt ein Mann aus der Schweiz - doch der hat einen zweifelhaften Ruf.

imago

Jürg Zeltner

Von und
Samstag, 31.03.2018   18:46 Uhr

Die Deutsche Bank, einst Dreh- und Angelpunkt der deutschen Wirtschaft, ist irreparabel. Zu diesem vernichtenden Urteil kam Stuart Graham, einer der renommiertesten Bankenanalysten, schon im vergangenen Herbst. Noch drastischer formulierte es jetzt eine Deutsche-Bank-Mitarbeiterin: die für IT zuständige Vorstandsfrau Kim Hammonds. Sie bezeichnete ihren Arbeitgeber vor rund 150 Führungskräften - also quasi öffentlich - als das "kaputteste Unternehmen", in dem sie je beschäftigt war.

Wer könnte und wer wollte einen solchen Konzern führen? Paul Achleitner, seit sechs Jahren Aufsichtsratschef der irreparablen Bank, ist zu dem Schluss gekommen, dass John Cryan es nicht kann. Er will den Vorstandschef vor die Tür setzen und nach Informationen des SPIEGEL einen Schweizer für die unmögliche Mission gewinnen: Jürg Zeltner, 50 Jahre alt und bis Ende vergangenen Jahres im Vorstand der Schweizer Großbank UBS für das Wealth Management zuständig, die Vermögensverwaltung für Reiche.

Andere Kandidaten haben Achleitner offenbar reihenweise Absagen erteilt: Vom Goldman-Sachs-Banker Richard Gnodde bis zum Chef der italienischen UniCredit, Jean Pierre Mustier. Der von vielen herbeigesehnte Ex-Bundesbankchef und heutige Verwaltungsratspräsident der UBS, Axel Weber, steht nicht zur Diskussion.

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Heft 14/2018
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